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LANDESSYNODE 2023 Solidarität mit den Frauen im Iran

Zum Politischen Nachtgebet hat gestern Abend die Landessynode eingeladen. Am Nachmittag hatte die Synode eine Solidaritätserklärung verabschiedet:  „Solidarität! Frauen. Leben. Freiheit“ 

Angesichts der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste im Iran zeigt sich die Evangelische Kirche im Rheinland solidarisch mit dem Aufruf der Demonstrierenden „Frauen. Leben. Freiheit“. Die Landessynode hat gestern eine Erklärung zu Situation im Iran verabschiedet. Darin heißt es: „Wir klagen an und verurteilen das himmelschreiende Unrecht und die schweren Menschenrechtsverletzungen!“

„Mit Erschütterung“ nehme die rheinische Landessynode die brutale Verfolgung von Demonstrierenden im Iran wahr. „Wir sehen, dass Protestierende willkürlich inhaftiert werden. Uns entsetzen Menschenrechtsverletzungen, Folter und Hinrichtungen.“ Die Synode bewundere aber auch den Mut der Demonstrierenden, „sich der Gewalt mit dem eigenen Leben entgegenzustellen“.

Laut Beschluss begrüße die Landesynode die Entscheidung des EU-Parlaments, die EU-Institutionen aufzufordern, die iranischen Revolutionsgarden auf die Liste der Terrororganisationen zu setzen.

In ihrer Solidaritätserklärung erinnert die Landessynode auch an die biblische Erzählung von der rettenden Gottesbegegnung der Sklavin Hagar, die Menschen aus verschiedenen Religionen verbinde: „Hagars Geschichte weckt Hoffnung. In auswegloser Situation spricht Gott ihr und ihren Nachkommen Zukunft zu.“


Politisches Nachtgebet als Zeichen der Solidarität

Ihre Verbundenheit mit der protestierenden Bevölkerung im Iran hat die Landessynode auch im Gebet ausgedrückt. Dazu hatte sie gestern Abend um 21.30 Uhr ein Politisches Nachtgebet in der Kirche St. Albertus Magnus in Düsseldorf veranstaltet.

Die Deutsch-Iranerin Schirin Partowi begleitete diese besondere Form des Gebets zu später Stunde musikalisch. Einen Bericht über die aktuelle Situation im Iran gab die  Diplom-Pädagogin Shabnam Arzt von der Initiative „Frau. Leben. Freiheit. Solingen für den Iran“.


Erklärung der Landessynode im Wortlaut:
„Solidarität! - Frauen. Leben. Freiheit“

„Die brutalen Verfolgungen von Demonstrierenden im Iran erschüttern uns.
Wir sehen, dass Protestierende willkürlich inhaftiert werden. Uns entsetzen Menschenrechtsverletzungen, Folter und Hinrichtungen. Wir bewundern den Mut, sich der Gewalt mit dem eigenen Leben entgegenzustellen.


Die biblische Erzählung von der rettenden Gottesbegegnung der Sklavin Hagar verbindet Menschen aus verschiedenen Religionen: „Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1Mose 16,13) ist ihr Ausruf in lebensbedrohlicher Not. Hagars Geschichte weckt Hoffnung. In auswegloser Situation spricht Gott ihr und ihren Nachkommen Zukunft zu.

 

Wir sind solidarisch mit dem Aufruf der Demonstrierenden im Iran: Frauen. Leben. Freiheit. Wir klagen an und verurteilen das himmelschreiende Unrecht und die schweren Menschenrechtsverletzungen! Wir richten unsere Blicke weiter auf das, was im Iran geschieht. Wir begrüßen die Entscheidung des EU-Parlaments die EU-Institutionen aufzufordern, die iranischen Revolutionsgarden auf die Liste der Terrororganisationen zu setzen. Wir beten um Befreiung für die Verfolgten, um die Entmachtung der Unterdrücker und um die Durchsetzung von Recht und Gerechtigkeit.“

www.ekagger.de | jth | Text: Simone Becker/EKiR | Fotos: Michael Braun 

Als grafisches Protokoll entstand gestern Abend ein Großposter - Kunst und Protokoll in einem (graphic recording). Noch am Abend hat Superintendent Michael Braun die Fotos von einem "beeindruckenden Abend" geschickt

Das Nachtgebet fand statt in der katholischen Kirche St. Albertus Magnus in Düsseldorf-Golzheim