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Bewahrung der Schöpfung

Es scheint da schon mal Missverständnisse zu geben. „Macht Euch die Welt untertan“ heißt nicht, sie auszubeuten ohne Rücksicht auf die Verluste. Für uns Christen gilt der behutsame Umgang mit der Erde und den Ressourcen als Leitschnur für unser tägliches Handeln. Wir nehmen die Verantwortung ernst, diese Welt so zu pflegen, dass noch Generationen nach uns hier ein gutes Leben führen können. Wir wollen Verantwortung übernehmen für die Bewahrung der Schöpfung, sehen beispielsweise die Entwicklung durch den Klimawandel, dessen erschreckenden Folgen und arbeiten für eine Welt, die sich nachhaltig entwickeln kann. Als Evangelischer Kirchenkreis An der Agger setzen wir dabei Schwerpunkte:

  • Klimabewusst leben und arbeiten: Auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes produziert eine Solaranlage Strom, der ins Netz eingespeist wird – ein kleiner Beitrag zur Erzeugung von Strom, für den weder das Klima erwärmt wird noch ganze Dörfer umgesiedelt werden
  • Der Kirchenkreis ist unter anderem Mitglied des Oberbergischen Klimabündnisses. Er ist der Energiegenossenschaft Bergisches Land e.G. (Lindlar) beigetreten und unterstützt auch seine Gemeinden bei der Entwicklung klimafreundlicher Lösungen.
  • Landwirtschaft: Der Evangelische Kirchenkreis An der Agger versteht sich gezielt als Partner der bäuerlichen Familienbetriebe hier im Bergischen Land, wohl wissend, dass kleinteilige Agrarstrukturen auch eine Landschaft prägen können, in der eine reichhaltige Fauna und Flora überleben kann. Dies ist die Basis für eine natürliche Artenvielfalt. Wir sehen mit Sorge, wie Bauern unter Druck stehen. Und wir fordern, dass auf den heimischen Höfen weder gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden noch verfüttert werden. Eine regionale Landwirtschaft ist ein Beitrag auch zur landwirtschaftlichen Entwicklung in den ärmeren Ländern dieser Welt
  • Regionale Versorgung: Der Evangelische Kirchenkreis An der Agger stärkt wo immer möglich die regionale Landwirtschaft und die hier ansässigen Betriebe – die Beschaffung wird Schritt für Schritt wo möglich auf regionale Lieferanten umgestellt, die unseren Kriterien entsprechen (keine Gentechnik, soziale Mindeststandards etc.).

Zu den jährlichen Höhepunkten der Arbeit gehören die traditionellen Landwirtschaftsgottesdienste.

2015: mit Anke Kreutz, Direktorin der evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen zum Thema "Wem gehört das Land? - Keinem - außer Gott" - hier zum Thema ein Hörfunkbeitrag aus Himmel und Erde, dem Kirchenradio auf Radio Berg
2014: mit Claudia Warning (Vorstand Brot für die Welt, Berlin) - hier ein Hörfunkbeitrag zum Ruanda-Projekt, das das Team des Landwirtschaftsgottesdienstes unterstützt, aus der Sendung Himmel und Erde
2013: mit Ludwig Schweißfurth (Pionier einer anderen Landwirtschaft, Hermannsdorfer Landwerkstätten, Glonn)
2012: mit Dr. Thorsten Trapp, Ethiker (Düsseldorf)
2011: mit Josef Feilmeier, Futtermittelhändler und Gentechnik-Spezialist (Passau)
2010: mit Bärbel Höhn (MdB und ehemalige Landwirtschaftsministerin NRW)