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AKTIV GEGEN SEXUALISIERTE GEWALT Kirchenkreis arbeitet zusammen mit nina+nico e.V.

Zum "Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt" gehört auch eine externe Vertrauensperson. Diese Funktion hat der Gummersbacher Verein nina+nico übernommen. Betroffene können nina+nico kontaktieren, wenn es um einen akuten Fall geht oder sie in der Vergangenheit Gewalt erfahren haben 

Um in eventuellen Fällen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche, Schutzbefohlene und Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen eine unabhängige Hilfe und Aufarbeitung zu gewährleiten, hat der Kirchenkreis An der Agger den Gummersbacher Verein nina+nico als unabhängige Vertrauensperson benannt. Jede und  jeder kann sich an nina+nico wenden bei einem Verdacht auf sexualisierte Gewalt oder bei einer Verletzung des Abstinenzgebots durch haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende im Kirchenkreis und in den Kirchengemeinden.

Der Verein berät zu den weiteren Verfahrenswegen und Hilfsangeboten - für den Fall, dass etwas passiert oder dass Beratung nötig ist, wenn Unsicherheiten bestehen.

Superintendent Michael Braun: "Wir sind dankbar, dass wir nina+nico mit ihrer Kompetenz und langjährigen Erfahrung in der Beratungsarbeit an unserer Seite wissen. nina+nico hat im Rahmen unseres Schutzkonzepts die Funktion eines Lotsen im System." 

 

Kontakt

Jede und jeder kann sich umkompliziert und kostenfrei an nina+nico wenden. Kontakt: nina-nico.de, vertrauensperson.kirchenkreis@nina-nico.de oder 02261 24792 

 

Alle Mitarbeitenden werden geschult 

Der Kirchenkreis An der Agger arbeitet aktiv gegen jeden Form der sexualisierten Gewalt. Das aktuelle Schutzkonzept sieht vor, dass Mitarbeitende umfangreich zum Thema geschult werden. Den Anfang haben der Kreissynodalvorstand und der Diakonierat bereits im vergangenen Herbst mit zwei jeweils dreistündigen Schulungen gemacht. Mehr als 1200 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende im Kirchenkreis und in den Kirchengemeinde werden geschult.  Christian Gröger, Leiter der Beratungsstelle für Erziehungs-, Familien-, Ehe- und Lebensberatung, organisiert mit seinem Team die Schulungen. Die Jugendreferentinnen und Jugendreferenten arbeiten seit 20 Jahren zum Thema, neu ist seit 2021, dass es über die Schutzkonzepte der Gemeinden hinaus ein verbindliches Schutzkonzept des Kirchenkreises gibt. 

Neu ist, dass alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in allen Kirchengemeinden zentral informiert und sensibilisiert werden. Seit April arbeitet Birgit Wetter-Kürten in der Familienberatungsstelle, um die Schulungen zu organisieren. Alle Mitarbeitenden haben zudem ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt. 

Anlaufstelle und  Meldestelle bei der rheinischen Kirche

Die Mitarbeiterinnen von Nina+nico stehen auch in Kontakt zu den landeskirchlichen Ansprecht- und Meldestellen.

Seit 2003 gibt es in der Evangelischen Kirche im Rheinland eine Ansprechstelle, an die sich Betroffene sexualisierter Gewalt, Zeugen und Ratsuchende wenden können. Die Erfahrungen der gut zwanzigjährigen Arbeit - auch mit Broschüren und Leitlinien - sind in das Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt geflossen, das die Landessynode im Januar 2020 beschlossen hat und das 2021 in Kraft getreten ist.

In der Präambel des Kirchengesetzes heißt es: "Der kirchliche Auftrag verpflichtet alle in der Kirche Mitwirkenden zu einer Haltung der Achtsamkeit, der Aufmerksamkeit, des Respekts und der Wertschätzung sowie der grenzachtenden Kommunikation durch Wahrung persönlicher Grenzen gegenüber jedem Mitmenschen."

Beruflich Mitarbeitenden sind laut Kirchengesetz zur Meldung von Verdachtsfällen verpflichtet.  Das gilt für Hauptamtliche ebenso wie für Ehrenamtliche im Presbyterium oder anderen Kreisen. Wer einen Verdacht auf einen Fall sexualisierter Gewalt hegt, muss ihn melden, entweder direkt bei der Meldestelle, die 2021 eingerichtet wurde, oder über nina+nico. 

 

Schutzkonzept des Kirchenkreises zum Download

Schutzkonzept des Kirchenkreises An der Agger gegen sexualisierte Gewalt 

Lina Spitzer, Fachberatung Tagesstätten für Kinder, ist Mit-Autorin des Schutzkonzepts gegen sexualisierte Gewalt im Kirchenkreis. Das (Gewalt-)Schutzkonzept der Kindertageseinrichtungen werde derzeit in den Qualitätsgremien der Kitas beraten und soll im neuen Kita-Jahr offiziell in Kraft treten. "Wir verstehen uns als Lernende, da ein solches Schutzkonzept nie endgültig abgeschlossen sein kann. Wir wollen mit den Kindern unterwegs sein und stets unser Handeln neu hinterfragen." 

Das institutionelle Schutzkonzept ist ein Teil des Qualitätsmanagementsystems der Kindertagesstätten und der einrichtungsinternen Konzeption.

Anlaufstellen 

Kirchenkreis An der Agger: Aktiv gegen sexualisierte Gewalt - Unsere Ansprechpartner

www.ekagger.de | jth | Text: Judith Thies | Foto: Sylvia Schwan 

Monica Weispfennig (li.) und Dagmar Steinmann (re.) bilden den Vorstand des Vereins "nina+nico. Beratung von Mädchen, Jungen und Frauen e.V". Sie unterzeichneten den Kooperationsvertrag. Stellvertretend für den Kirchenkreis: Assessor Thomas Ruffler (hinten links), Christian Gröger (Mitte), Leiter der Beratungsstelle für Erziehungs- Familien-, Ehe- und Lebensberatung des Kirchenkreises als Hauptkoordinator der Schulungen und des Gesamtprojekts, sowie Jugendreferent Harald Hüster. Zur Arbeitsgruppe, die das Schutzkonzept erstellt hat, gehören auch Schulreferent Pfarrer Matthias Weichert und Lina Spitzer, Fachberatung Tagesstätten für Kinder