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NÜMBRECHT 103. Kreisposaunenfest in Berkenroth. Video vom Allegro

  • Musik & mehr

„So wie ich bin“ – das war ein einladendes Motto beim Posaunenfest der Oberbergischen Posaunenvereinigung in Berkenroth. "Jesus, zu dir kann ich kommen wie ich bin" hieß es in einem gemeinsamen Lied

„So wie ich bin“ hieß das Motto, unter dem nach zwölf Jahren wieder einmal in Nümbrecht-Berkenroth das Posaunenfest der Oberbergischen Posaunenvereinigung (OPV) gefeiert wurde. Geplant war es dort eigentlich schon vor zwei Jahren: Da wurde der Berkenrother Posaunenchor 100 Jahre alt.

Beim 103. Posaunenfest konnten nun die Bläser beim Gottesdienst in der Kirche und am Nachmittag bei der Festveranstaltung draußen unter Bäumen ihr Können zeigen. Pfarrer Michael Ebener betonte: „Jeder darf so kommen, wie er ist!“, denn die ganze Musik und das Fest seien eine Einladung, zu Gott zu kommen: „So wie ich bin“ – nach dem gemeinsam gesungenen Lied von Manfred Siebald: „Jesus, zu Dir da kann ich kommen wie ich bin“.

Musiziert wurde beim Posaunenfest aus dem  Bläserheft „Zwischentöne 2 – Bläsermusik zwischen Himmel und Erde“ des CVJM.

Neue Lieder und nicht nur eins, wie es in „Singt dem Herrn ein neues Lied“ heißt, standen auf dem Programm des Posaunenfests 2023, verriet Beate Ising, Vorsitzende der Oberbergischen Posaunenvereinigung und stellvertretende Landesobfrau des Posaunenwerks Rheinland, und fügte hinzu: „Heute werden es drei!“

"Ach Jürgen, du fehlst!"

Ein besonderes Anliegen sei das Posaunenfest auch immer dem ehemaligen Superintendenten und Vorsitzenden der OPV, Jürgen Knabe, gewesen. „Dieses Posaunenfest widmen wir im Besonderen unserem langjährigen Vorsitzenden Jürgen Knabe.“ Beate Ising zitierte aus dem Nachruf von Friedemann Schmidt-Eggert, dem Vorsitzenden des Posaunenwerk Rheinland, im Magazin "Rheinisches Blechblatt" (3/2023) mit der Überschrift: „Ach Jürgen, du fehlst!“

"Du wirst weiterleben in dem, was du getan und selbst in dem, was du nicht gemacht hast. Was du gesagt und geschrieben hast, wird uns weiterbegleiten. Was du angestoßen und befördert hast, wird weitergehen, ja, hoffentlich weiterwachsen. Und so lebst du auch weiter hier auf Erden."  

Der Oberbergischen Posaunenvereinigung sei es ein Herzensanliegen gewesen, bei der Beisetzung von Jürgen Knabe in kleiner Besetzung zu spielen. „So glauben wir, dass die Bläsermusik uns weiter verbindet, im Himmel und auf Erden.“

"Was hörst Du gerne?" - "Was liebst Du?" - "Was glaubst Du?"

Superintendent Michael Braun ermutigte in seinem geistlichen Impuls die Anwesenden: „Trauen sie sich so zu sein, wie sie sind!“ Er habe in diesem Jahr noch einmal neu gelernt, wie wichtig tiefe Gespräche mit echten Fragen seien. „Was geht wirklich in dem anderen vor? Was macht ihn aus?“ Die Fragen nach der bevorzugten Musik, was der andere liebe und was er glaube, sagten mehr über einen Menschen aus als jeder Small talk übers Wetter oder über Äußerlichkeiten. So habe Mose den richtigen Ansatz: Glaube heiße Gott erkennen und sich selbst. „Trauen Sie sich so zu sein, wie sie sind.“

Zum Lied „Wenn Glaube bei uns einzieht“ ermunterte Andreas Form, Bundesposaunenwart im CVJM-Westbund, zum Mitsingen bei diesem launigen Stück, das mit einem einminütigen Vorspiel startete. Im Wechsel mit Eike Klein, Regionalposaunenwart im Posaunenwerk Rheinland, dirigierte Form durch das facettenreich Programm, mit „Swingtime“, „O Heiland reiß die Himmel auf“ und „The Rose“ aus dem Jahr 1979.

Ehrungen 

Andreas Heinrichs und Mathias Deger, beide im Posaunenchor Remperg, erhielten eine Urkunde für 50 Jahre Bläserdienst. 40 Jahre im gleichen Posaunenchor spielt Marcus Neu.

Aber auch ein Großteil junger Menschen ist in den Posaunenchören aktiv. „Sie können etwas erreichen, wenn man sie lässt“, betonte Guido Rödder, Leiter des Posaunenchors Berkenroth, der die Festveranstaltung moderierte. So spielten neun junge Bläser und drei junge Bläserinnen das „Mr Jums“ von Chris Hazell und eine moderne Form des alten Spirituals „Joshua“.

Für das nächste Jahr geplant ist die Teilnahme der Oberbergischen Posaunenvereinigung am Deutschen Posaunentag (3., 4., und 5. Mai) in Hamburg. Motto:  „mittenmang“.

Das 104. Kreisposaunenfest wird am 7. Juli 2024 in Nümbrecht-Winterborn gefeiert.

www.ekagger.de jth | Text: Vera Marzinski | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/Vera Marzinski; Lars Patrick Petri (1)

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Luftig und fröhlich war die Stimmung beim Posaunenfest - unter Bäumen zwischen Dorfhaus und Kirche

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Mit einem Gottesdienst wurde das Posaunenfest in der Kirche eröffnet. Der Posaunenchor Berkenroth spielte unter der Leitung von Guido Rödder

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Michael Braun, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger, gab einen geistlichen Impuls beim 103. Posaunenfest. In Gesprächen frage er "Was hörst Du gern?", um den anderen besser kennenzulernen. Und: "Was liebst du?"

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Eike Klein ist als neuer Regionalposaunenwart für den Kirchenkreis An der Agger zuständig. Er wurde mit viel Applaus belohnt

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Die musikalische Leitung des Posaunenfests lag bei Andreas Form, Bundesposaunenwart im CVJM-Westbund, und Eike Klein

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JuPo 23 - Jugendposaunenbläser

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Das Publikum saß bei über 30 Grad im Schatten unter den alten Bäumen an der evangelischen Kirche

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Beate Ising, Vorsitzende der Oberbergischen Posaunenvereinigung (2.v.re) und Lars Patrick Petri (li., stellvertretender OPV-Vorsitzender und Leiter des Posaunenchors Remperg) gratulierten den Jubilaren Mathias Deger (2.v.li.) und Andreas Heinrichs (3.v.li.), beide aus dem Posaunenchor Remperg, für 50 Jahre Dienst in der Posaunenarbeit. Marcus Neu, ebenfalls aus dem Posaunenchor Remperg, wird noch für 40 Jahre Dienst in der Posaunenarbeit geehrt. Die Urkunde hält Lars Patrick Petri schon bereit