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PFARRSTELLENPLAN 2030 Was sind die Kernaufgaben?

Krankenhausseelsorge, Gehörlosenseelsorge, Schulreferat und einige Felder mehr: Die AG "Pfarstellenplan 2030" hat sich mit den Arbeitsfeldern auf der gemeinsamen Kirchenkreisebene befasst

Der Leitgedanke des dritten Treffens der AG Pfarrstellenkonzeption war: "Was sind die Kernaufgaben eines Pfarrers/einer Pfarrerin?" Aktuell gibt es 5,5 kreiskirchliche Pfarrstellen, eine davon fällt auf das Superintendentenamt mit 100 Prozent. Was wird aus den Stellen, wenn bis 2030 auch auf Kirchenkreisebene die Pfarrstellen um ein Drittel gekürzt werden müssen? Gibt es dann nur noch drei oder zwei oder gar nur noch eine Stelle? Mit welchen Stellenanteilen werden die Aufgabenfeldern noch versehen sein? Sollen Aufgaben aufgegeben werden? 

Superintendent Michael Braun erinnert die Mitglieder der AG Pfarrstellenkonzeption an ihren Arbeitsauftrag: Aufgabe der AG Pfarrstellenkonzeption werde es sein festzulegen, wieviele der 26 Pfarrstellen, die der Kirchenkreis im Jahr 2030 noch hat, auf kreiskirchlicher Ebene liegen sollen. Zu entscheiden, in welchem kreiskirchlichen Arbeitsbereich diese dann angesiedelt sind, sei dann Aufgabe der Synode.

Die AG tat sich in den Arbeitsgruppen und in einer intensiven Diskussion schwer damit, diesen Auftrag zu erfüllen. Wie solle man sich auf eine Stellenzahl von 1 bis 3 oder vier festlegen, wenn diese Stellenangaben nicht fest mit Aufgaben verknüpft seien? Welche Aufgaben müssen von einem Theologen gemacht werden, welche können sehr gut von einem Gemeindenreferenten oder jemanden aus noch einer anderen Berufsgruppe gemacht werden? 

Kreiskirchliche Aufgaben für die Gemeinden

Die einzelnen Arbeitsbereiche wurden jeweils in fünf Minuten präsentiert. Pfarrerin Gabriele Bach stellte die Krankenhausseelsorge vor als ureigene Aufgabe der Kirche, als Begleitung im Leben und Sterben. Pfarrerin Dagmar Schwirschke präsentierte die Gehörlosenseelsorge, die von zehn Kirchenkreisen getragen wird. Thomas Ruffler präsentierte sowohl sein Amt als Diakoniepfarrer und sein Amt als Assessor, die beide miteinander verschränkt sind. Pfarrer Matthias Weichert stellte die umfangreichen Aufgaben eines Schulreferenten vor, der mit dazu beiträgt, dass rund 1400 Stunden evangelischer Religionsunterricht im Oberbergischen Kreis erteilt werden können. Gemeindereferent Michael Kunz berichtete über den Vertretungsdienst auf Kirchenkreisebene.

Pfarrer Andreas Spierling erzählte von den Aufgaben eines Skriba als zweitem stellvertretenden Superintendenten. Weitere Stellenanteile stehen zurzeit für die Koordination der Notfallseelsorge zur Verfügung, diese Stelle wird zurzeit von Gemeindereferentin Sigrid Marx besetzt. Michael Braun reihte sich in die Vortragenden ein und fasste die Aufgaben eines Superintendenten zusammen. 

Der Vorschlag des Kreissynodalvorstands ist weitgehend: Drei Stellen auf Kirchenkreisebene sollen es werden - für den Superintendenten, für Sonderseelsorge (Krankenhausseelsorge und Koordination von Sonderseelsorge) und als besonderen Dienst die "Stelle auf dem Markt" für innovative Kirchenarbeit. Diese Stelle war 2018 von der Synode beschlossen, aber noch nicht eingerichtet worden. 

Die AG "Pfarrstellenkonzept 2030" trifft sich wieder am 27. Januar 2022 in Nümbrecht. Der Diskussionsprozesse geht bis dahin weiter in den Presbyterien. Moderatorin Birgit Jürgens, die den Pfarrstellenprozess im Kirchenkreis begleitet, machte der AG Mut, auch andere Modelle von Pfarrdienst in den Blick zu nehmen: aufgabenbezogen in Regionen zum Beispiel für Konfirmationsunterricht, Seelsorge oder Kasualien. 

Was ist Kirche eigentlich? 

Die Andacht zu Beginn des vierstündigen Abends hielten junge Kollegen: Vikarin Johanna Lenth aus Gummersbach, Vikar Jurij Paul aus Bergneustadt und Pfarrer Sandor Molnar aus Waldbröl. "Was ist die Kirchengemeinde? Was ist die Kirche?", fragte er grundlegend. Jurij Paul wünschte sich: "Wir wollen nicht mit Angst und Bauchschmerzen auf diesen Pfarrstellenprozess schauen, sondern mit Hoffnung." Mitvorbereitet hat die Andacht auch Pfarrerin z.A. Silke Molnar. Sie kam erst nach der Andacht dazu,  zuvor hatte sie Konfirmandenunterricht in der Kirchengemeinde Holpe-Morsbach - ein konkretes Beispiel für Arbeitsteilung und Prioritätensetzung.

Johanna Lenth sagte in ihrer Andacht: "Kirche hat schon immer um ihren Daseinsgrund gerungen. Ich wünsche mir, dass wir den Blick auf den richten, der unser Daseinsgrund ist, dass wir nicht nur um uns selbst kreisen." 

Pfarrstellenplan 2030: Es geht weiter

Start: Zukunftsprozess 2030 beginnt 

www.ekagger.de | jth | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/J.Thies 

Gemeindeberaterin Birgit Jürgens (rechts) moderierte den Abend im Dieringhauser Gemeindehaus, mit unaufgeregter Sachkenntnis des Kirchenkreises und einem phänomenalen Namensgedächtnis.

Die Andacht in der evangelischen Kirche Dieringhausen erinnert an die geistlichen Grundlagen des Prozesses. Johanna Lenth, Vikarin in Gummersbach, spielte auch Klavier

In der AG "Pfarrstellenkonzeption 2030" arbeiten 57 Vertreter aus allen Kirchengemeinden mit