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KREISSYNODE Kirsti Greier ist Nachfolgerin von Andreas Spierling als Skriba

| Kirchenkreis

Die Kreissynode, das oberste Entscheidungsgremium des Kirchenkreises An der Agger, hat getagt: Pfarrerin Kirsti Greier ist als Skriba gewählt worden. Sie will die Kirche sichtbarer machen und Begegnungsorte schaffen. Jugendpfarrerin Tuulia Telle-Steuber warnte vor den wachsenden Ängsten junger Menschen – und zeigte, wie die Kirche Antworten geben kann: als Orte für Freundschaft und Gemeinschaft und gute Erfahrungen

Mit großem Dank und langem Applaus hat sich die Kreissynode von ihrem langjährigen Skriba Andreas Spierling verabschiedet. Andreas Spierling blickt auf 34 Jahre im KSV zurück. Seit 2014 leitete er die Geschicke des Kirchenkreises mit. Bei seinem Abschied sagte er: „Ich bin dankbar für diesen KSV." Als er im Kirchenkreis anfing, war noch Horst Pack Superintendent. Der aktuelle Superintendent Michael Braun lobte seinen Weitblick und seine Lernbereitschaft: "Du hast Dich immer weiterentwickelt, hast immer auf Herausforderungen reagiert. Dein Abschied tut weh – auch weil Du noch so viel Energie hast. Fertig bist Du noch lange nicht. Wir werden noch viel von Dir hören." 

Zur Nachfolgerin wählten die Synodalen Pfarrerin Kirsti Greier aus Marienberghausen, bisherige zweite stellvertretende Skriba.  Ihre 30-jährige Berufserfahrung in Kirchengemeinde, Wissenschaft und Arbeit mit Kindern prägt ihren Ansatz: Sie habe eine "große Liebe für klare Strukturen und klare Worte". Sie warb dafür, als Kirche mehr Begegnungsorte in der Öffentlichkeit zu schaffen, um sichtbarer zu werden. 

Bereitschaft, Verantwortung übernehmen

In die Position des zweiten stellvertretenden Skriba und damit in den Kreissynodalvorstand wählten die Synodalen Pfarrer Marc Platten aus der Emmaus-Kirchengemeinde Wiedenest-Derschlag. Nach der Fusion seiner Gemeinde erlebte er einen positiven Aufbruch – und will diesen Schwung auch im Kirchenkreis erleben.  "Das schaffen wir auch, wenn wir mit Gottvertrauen an die Arbeit gehen." Superintendent Michael Braun dankte beiden für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Im Gottesdienst im Anschluss an die Synodentagung wurden Kirsti Greier und Marc Platten in ihre Ämter eingeführt.   

Landesjugendpfarrerin Tuulia Telle-Steuber nahm in ihrem Impulsvortrag die Kreisjugendarbeit in den Blick. Jugendliche seien in Deutschland heute in der Minderheit. Obwohl es heute weniger Jugendliche gebe als in den Neunzigern, seien die Klassen ihrer Kinder mit 30 Schülern so groß wie damals. "Sollte man diese Altersgruppe nicht mit mehr Ressourcen ausstatten?" Jugendliche heute seien krisenerprobt, aber auch gestresst: durch lange Schultage, die Flut an schlechten Nachrichten und Gewaltvideos auf TikTok, die selbst in der Tagesschau nicht gezeigt würden. „Ein Schutzraum vor schlechten Nachrichten gibt es nicht mehr“, sagte Telle-Steuber. Viele Kinder und Jugendliche lebten im Alarmzustand – und erlebten, dass auch Erwachsene unsicher seien.

Doch die Kirche habe Antworten: Hobbys und Kirchengemeinde als Gegenwelt zur Schule. Konfi- und Jugendarbeit mit Mitgestaltungsmöglichkeiten – das prägt und bindet.

Wir als Kirche können Jugendarbeit

Einsamkeit könne bekämpft werden: „Jeder fünfte Jugendliche kennt belastende Einsamkeit“, sagte Tuulia Telle-Steuber. „Zwei Freunde machen den Unterschied. Warum sollten sie diese Freunde nicht in unserer Jugendarbeit finden?“ Ihre Botschaft fasste die Landesjugendpfarrerin mit der selbstbewussten Feststellung zusammen: "Wir haben was zu bieten als Kirche. Wir als Kirche können das." Superintendent Michael Braun bestätigte: Der Kirchenkreis sei personell noch sehr gut aufgestellt mit vielen Jugendreferentinnen und Jugendreferenten in den Kirchengemeinden. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von KSV-Mitglied Stephanie Schönborn erarbeitet aktuell ein neues Konzept für die Jugendarbeit, das die gemeindliche Jugendarbeit stärken soll. Die Herbstsynode wird das Thema vertiefen. 

"Jeder kann den Kirchentag mitgestalten: Du bist kostbar"

Auf den 40. Deutschen Evangelische Kirchentag im Mai 2027 in Düsseldorf stimmte Martin Kran vom Landeskirchlichen Team für den Kirchentag ein. Er begeisterte die Synode von den Möglichkeiten zum Mitmachen mit eigenen Angeboten oder als Helferin oder Helfer. "Wir sind sehr daran interessiert, dass die rheinischen Kirchenkreises stark vertreten sind", sagte er, zum Beispiel beim Abend der Begegnung. Bis zum 15. September können sich einzelne Personen, Kirchengemeinden oder Kirchenkreise mit Angeboten anmelden. Die Losung des Kirchentages, ein Zeichen für Toleranz und Bestärkung, begeistere die Menschen: „Du bist kostbar!“ aus Jesaja 43,4. Martin Kran: "Das hören die Menschen heute doch viel zu selten!"

Neuer Verwaltungsverband Rheinland-Mitte ab 2027

Ab dem 1. Januar 2027 ist der neue Evangelische Verwaltungsverband Rheinland-Mitte kirchenkreisübergreifend für die Kirchenkreise Bonn, Bad Godesberg-Voreifel und An Sieg und Rhein zuständig. Dies erläuterte Verwaltungsleiter Thomas Hildner, der an der Ausarbeitung der Satzung beteiligt war. Möglich ist, dass der Kirchenkreis An der Agger zu einem späteren Zeitpunkt dem Verwaltungsverband Rheinland-Mitte beitritt. Darüber soll die Herbstsynode am 6. und 7. November in Nümbrecht weiter informiert werden und beraten.  

Personalien

Von der Synode verabschiedeten sich auch Pfarrer Frank Müllenmeister, langjähriger Gemeindepfarrer in Drabenderhöhe und Schulpfarrer am Berufskolleg Dieringhausen, sowie Pfarrer Stefan Fritsch aus Denklingen, er wechselt in den Kirchenkreis Wuppertal.  

Pfarrer Dr. Sándor Károly Molnár aus Waldbröl wurde zum stellvertretenden theologischen Abgeordneten für die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland gewählt sowie zum Synodalbeauftragten für die Partnerschaft mit Teschen (Polen). Vorsitzender für den Ausschuss für Mission und Ökumene wurde Pfarrer i.R. Walter Pollmann. Seine Stellvertreterin wurde Maren Berges.   

MEDIENECHO

Kirchenkreis: Kirsti Greier wird Oberbergs neue Skriba, in: Oberbergische Volkszeitung/Oberbergischer Anzeiger/OVZ digital, 15.6.2026

 

 

www.ekagger.de | jth | Text: Judith Thies | Fotos: Kirchenkreis An der Agger / J. Thies 

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Neues Team: Skriba Kirsti Greier mit Marc Platten, zweiter stellvertretender Skriba (2.v.re.) und Superintendent Michael Braun (li). Skriba Andreas Spierling (re.) wurde nach 34 Jahren im Kreissynodalvorstand und zwölf Jahren als Skriba verabschiedet. Am 28.6. wird er in Bergneustadt als Gemeindepfarrer verabschiedet.
Die Kreissynode in Engelskirchen hatte 102 stimmberechtigte Mitglieder aus allen 21 Kirchengemeinden.
Kirsti Greier hat deutschlandweit viele Erfahrungen gesammelt als EKD-Pfarrerin für Kindergottesdienst und als Gemeindepfarrerin, bevor sie 2021 Pfarrerin in Marienberghausen wurde. Die biblische Verheißung mit Leben zu füllen, ist für sie Beruf und Berufung.
Die Jugendpfarrerin Tuulia Telle-Steuber war zum ersten Mal im Kirchenkreis An der Agger zu Gast.
Martin Kran begeisterte mit dem "Kirchentags-Du" und vielen Geschichten und Anekdoten rund um den Kirchentag. Er lud die Oberberger ein, sich mit eigenen Programmen und Angeboten, auch kulinarischen, auf dem Kirchentag 2027 in Düsseldorf zu präsentieren. "Gibt es hier besondere Spezialitäten?" Superintendent Michael Braun lud ihn daraufhin spontan zu einer Bergischen Kaffeetafel ein.
In der Christuskirche Engelskirchen feierten die Synodalen zum Abschluss der Tagung einen Einführungsgottesdienst mit Predigt von Pfarrerin Anja Karthäuser und dem Segen von Pfarrer Johannes Vogelbusch.
Für die schöne Blumendekoration sorgte Küsterin Bobby Ziegert. Ein großes Dankeschön ging an das Team aus der Kirchengemeinde Engelskirchen, an die Superintendentur, die Technik und die Mitarbeitervertretung.