DERSCHLAG 25 Jahre Ordination: Das Licht der Welt weitertragen

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Der Kreissynodalvorstand hatte zum Dankgottesdienst anlässlich des 25. Ordinationsjubiläums von Superintendent Michael Braun eingeladen. Der Gemeindegesang klang mit mehr als 100 Stimmen, begleitet von Annemarie Sirrenberg und Markus Müller an Orgel und Trompete, ganz wunderbar. 

"Ihr seid das Licht der Welt", begann Pfarrer Oliver Cremer, Assessor des Kirchenkreises An der Agger seine Begrüßung in der voll besetzten Derschlager Kirche. Anlass des Dankgottesdienstes war das 25. Ordinationsjubiläum von Pfarrer Michael Braun, seit sechs Jahren Superintendent des Kirchenkreises. "Vor 25 Jahren wurdest Du, Michael, beauftragt, das Licht weiterzugeben. Das machst Du jetzt hier im Kirchenkreis. Dafür sind wir dankbar."

Mit mehr als 100 Gästen aus den Kirchengemeinden, benachbarten Kirchenkreisen, Landrat Klaus Grootens, Kreisdechant Christoph Bersch wurde der Gottesdienst gefeiert - als Dankeschön, "dass wir Kirche gemeinsam leben", wie Superintendent Michael Braun es ausdrückte.  Er sei dankbar,  diesen Beruf ergriffen zu haben und dankbar für alle Begegnungen in seinen fast 40 Jahren Kirche - wenn man  Jugendarbeit, Studium und Vikariat mitrechne. Die letzten sechs Jahre im Kirchenkreis An der Agger seien die aufregendsten und aufreibendsten Jahre seines Berufslebens mit fünf unterschiedlichen Positionen gewesen. "Manches war hart, belastend und bewegend. Aber es war immer einer da, der zugehört hat."

“Vieles, was ich im Glauben lernen durfte”

In seiner humorvollen Predigt ging es natürlich um Dankbarkeit. Erst im Rückblick auch auf schwierige Lebensphasen merke man, wie schön auch vieles war. "Viele tolle Menschen habe ich getroffen, es gab vieles, was ich auch im Glauben von ihnen lernen durfte. Ich bin dankbar für viele Begegnungen."

In der letzten Zeit habe er drei Todesanzeigen mit seinem Namen gelesen. "Einmal war der verstorbene Michael Braun jünger als ich." Oftmals nach Beerdigungen und nach Sterbebegleitungen sei er dankbar für das Leben, das er begleitet habe und für sein eigenes. Einmal habe er auf einem Grabstein in Wien den Spruch gelesen: "Hier liegen meine Gebeine. Ich wünschte, es wären Deine." Noch nie habe er auf einem Grabstein das Wort "Danke" gelesen. 

Pfarrer Andreas Spierling griff den Gedanken auf: "Dankbarkeit, was für ein schönes Wort, nicht erst auf dem Grabstein." Vom gesamten Presbyterium und Gästen bekam Michael Braun Segensworte zugesprochen. 

Der Gottesdienst wurde festlich umrahmt mit Musik von Kreiskantorin Dr. Annemarie Sirrenberg (Orgel und Gesang) und Dr. Markus Müller an der Trompete. Es wurde viel gesungen: “Mutig komm ich vor den Thron”, “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes”, “Komm, o komm, Du Geist des Lebens” und das Frieden ersehnende “Komm, Herr, segne uns”. Das klang mit mehr als 100 Stimmen, begleitet von Annemarie Sirrenberg und Markus Müller an Orgel und Trompete, ganz wunderbar. 

Eine Dankeschön ging auch an die Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde Wiedenest-Derschlag und die Superintendentur mit Judith Sahm und Lisa Vollmann, die einen einladenden Empfang vorbereitet hatten und an die KSV-Mitglieder und Gäste, die den Gottesdienst mitgestalteten. 

 

www.ekagger.de | jth | Text: Judith Thies | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/J.Thies 

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Der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises An der Agger und Gäste sprachen Michael Braun (links) Gottes Segen zu.
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Die letzten sechs Jahre seien die aufregendsten und aufreibendsten Jahre seines Berufslebens gewesen.
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