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Religionsunterricht an Schulen

Religionsunterricht ist nicht irgendein Fach. Wer es unterrichtet, merkt, dass es um die konkrete Lebensperspektive geht. Dieses Fach muss mit Herzblut unterrichtet werden. Da ist es nur konsequent, dass sowohl Unterrichstende als auch Unterrichtete in besonderer Weise betreut werden.

Die christliche Botschaft soll in ihrer biblischen Begründung, in ihrer geschichtlichen Entfaltung und in ihrer gegenwärtigen Lebenswirklichkeit jungen Menschen im Religionsunterricht der Schulen begegnen – in der Hoffnung, dass die Botschaft ihnen bei der Suche nach Orientierung, nach Sinn und Halt für das Leben hilft.

Die Kirche verpflichtet sich ebenso, die Lehrerinnen und Lehrer in theologischer, pädagogischer und persönlicher Hinsicht zu beraten. Sie wirkt mit an ihrer Fortbildung und bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln für den evangelischen Religionsunterricht. Dies ist der Auftrag der 21 Schulreferate in unserer Landeskirche.

Religionsunterricht an oberbergischen Schulen erteilen einerseits fest angestellte Religionslehrerinnen und –lehrer, daneben auch Gemeindepfarrer oder auch Gemeindereferenten und theologische Mitarbeiter. Gemeinden organisieren Kontaktstunden an Grundschulen, halten Schulgottesdienste ab und vieles mehr. Schulstrukturen ändern sich – und so auch das Angebot der Kirche für die Schulen.

In dieser Situation engagiert sich das Schulreferat in der Ausbildung der Vikare, die durch ein Schulvikariat ihre ersten pädagogischen Schritte unternehmen, und in der fachlichen Verantwortung für die kirchlichen Lehrkräfte. Das Schulreferat macht Angebote für religionspädagogische Fortbildungen. Um dem Mangel an Religionslehrern entgegenzuwirken, gibt es ein Angebot für religionspädagogische Weiterbildungen. Durch Zertifikats- und Neigungsfachkurse werden Lehrerinnen und Lehrer befähigt, das Fach Religion fachfremd zu unterrichten.

Das Schulreferat bringt sich bei der Gestaltung und Einführung von Lehrplänen wie etwa dem Grundschullehrplan 2005 und dem Zentralabitur ein und arbeitet dabei mit der Bezirksregierung Köln zusammen. Weitere Aufgaben liegen in der Erarbeitung von religionspädagogischen Unterrichtsmaterialien und in der Mitarbeit bei der Fachseminarausbildung der Referendarinnen und Referendare.