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Ausschuss für Frauenfragen und 35 Gruppen der Frauenhilfe

Frauen spielen in der evangelischen Kirche traditionell eine starke Rolle. Sie sind auf vielen Ebenen hauptamtlich und ehrenamtlich aktiv – im Kreissynodalvorstand, in gemeindlichen Kreisen, in Presbyterien, als Pfarrerinnen und Pastorinnen.

Frauen sind im Evangelischen Kirchenkreis An der Agger auf zwei Ebenen organisiert: im "Synodalen Ausschuss für Frauenfragen" und in der Frauenhilfe.

Die Grundlage unserer Arbeit bilden die Forderungen der weltweiten Dekade „Kirchen in Solidarität mit den Frauen“ (1988–1998):

 

  • Frauen zu ermächtigen, unterdrückende Strukturen weltweit, aber auch in ihrem Land und in ihrer Kirche infrage zu stellen.
  • den entscheidenden Beitrag der Frau in Kirche und Gemeinde dadurch anzuerkennen, dass die gleichberechtigte und verantwortliche Mitwirkung und die Gestaltung der Theologie und Spiritualität gefördert wird.
  • Vorstellungen und Aktionen der Frauen im Einsatz und Ringen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung Raum zu geben.
  • die Kirchen zu bewegen, sich selbst von Rassismus, Sexismus und Klassenstrukturen sowie von Lehren und Praktiken, die Frauen diskriminieren, zu befreien.
  • die Kirchen zu bestärken, in Solidarität mit den Frauen zu handeln.

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Synodaler Ausschuss für Frauenfragen

In unseren Kirchengemeinden und im Kirchenkreis wollen die Mitglieder des Ausschusses neue Impulse zur Gestaltung der Arbeit von Frauen geben, die Kenntnis feministisch-theologischer Anliegen vermitteln, die Vernetzung der Frauenarbeit auf den verschiedenen kirchlichen Ebenen voranbringen und am Gemeindeaufbau mitarbeiten.

Der Ausschuss beteiligt sich unter anderem an der Vorbereitung und Gestaltung des Mirjam-Sonntags, der daran erinnert, dass die Ziele der Ökumene noch nicht erreicht sind. Im Gottesdienst sollen diese Ziele ausgehend von biblischen Texten und verschiedenen biblischen Frauengestalten beleuchtet und konkretisiert werden. Namensgeberin des Sonntags ist Mirjam, die ältere Schwester von Mose und Aaron. Sie besitzt prophetische Gaben; ihr Lied, das sie Gott zum Dank für die Rettung der Kinder Israel aus Ägypten singt, gehört zum ältesten Gut der Bibel (2. Mose 15, 20-21).

Die Mitglieder des Ausschusses werden von der Kreissynode gewählt.

Evangelische Frauenhilfe An der Agger

Die Evangelische Frauenhilfe An der Agger ist ein Verein ehrenamtlich tätiger Frauen, die sich als Christinnen engagieren. 35 Frauenhilfekreise mit derzeit etwa 600 Mitgliedern sind dem Kreisverband An der Agger angeschlossen.

Zu den Zielen der Evangelischen Frauenhilfe gehört es, Gemeinschaft und Austausch für Frauen zu bieten. Daher kommen in fast allen Gemeinden unseres Kirchenkreises Frauen ein- bis zweimal im Monat zu regelmäßigen Treffen der Frauenhilfekreise zusammen. Dabei beschäftigen sie sich mit interessanten Themen, z.B. der eigenen Lebenssituation, mit gesellschaftlichen Themen, Kunst und Literatur. Andachten und Gespräche über theologische Fragen sind ihnen wichtig, deshalb stehen neben den persönlichen Gesprächen Bibelarbeit und Andacht mit Singen und Gebet auf dem Programm.

Die Treffen sind für viele Frauen ein wichtiger Kontaktpunkt. Eine Frau, die länger fehlt, kann ziemlich sicher sein, dass nach ihr gefragt wird. Der Wert solcher Einbindung in ein soziales Netz ist gerade im Zeichen wachsender Anonymität und zunehmender Einsamkeit kaum zu überschätzen.
Die Frauenhilfen sind also keineswegs – wie ihnen manchmal nachgesagt wird – nur ein nachmittäglicher Kaffeeklatsch für ältere Damen.

Seit vielen Jahren ist es in unserem Kirchenkreis Tradition, dass Frauen der Frauenhilfen den Gottesdienst zum 1. Advent und den Weltgebetstag der Frauen verantworten und gestalten und dabei ihre besonderen Gaben einbringen.

Unsere Veranstaltungen sind offen für alle interessierten Frauen.

Möchten Sie Näheres erfahren, suchen Sie eine Gruppe in Ihrer Nähe?

Infos gibt es bei Ute Schell
Vorsitzende des Kreisverbands der Evangelischen Frauenhilfe An der Agger
Ute.Schell@ekir.de