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Ev. Frauenarbeit und Frauenhilfe

Infos Synodaler Ausschuss für Frauenfragen

Infos Frauenhilfe

Frauen spielen in der evangelischen Kirche traditionell eine starke Rolle. Sie sind auf vielen Ebenen hauptamtlich und ehrenamtlich aktiv – im Kreissynodalvorstand, in gemeindlichen Kreisen, in Presbyterien, als Pfarrerinnen und Pastorinnen.

Institutionalisiert ist das Thema „Frauen“ im Evangelischen Kirchenkreis An der Agger gleich auf zwei Ebenen: im Synodalen Ausschuss für Frauenfragen und in der Frauenhilfe.

Die Grundlage unserer Arbeit bilden die Forderungen der weltweiten Dekade „Kirchen in Solidarität mit den Frauen“ (1988–1998):

 

  • Frauen zu ermächtigen, unterdrückende Strukturen weltweit, aber auch in ihrem Land und in ihrer Kirche infrage zu stellen.
  • den entscheidenden Beitrag der Frau in Kirche und Gemeinde dadurch anzuerkennen, dass die gleichberechtigte und verantwortliche Mitwirkung und die Gestaltung der Theologie und Spiritualität gefördert wird.
  • Vorstellungen und Aktionen der Frauen im Einsatz und Ringen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung Raum zu geben.
  • die Kirchen zu bewegen, sich selbst von Rassismus, Sexismus und Klassenstrukturen sowie von Lehren und Praktiken, die Frauen diskriminieren, zu befreien.
  • die Kirchen zu bestärken, in Solidarität mit den Frauen zu handeln.

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Synodaler Ausschuss für Frauenfragen

In unseren Kirchengemeinden und im Kirchenkreis wollen die Mitglieder des Ausschusses neue Impulse zur Gestaltung der Arbeit von Frauen geben, die Kenntnis feministisch-theologischer Anliegen vermitteln, die Vernetzung der Frauenarbeit auf den verschiedenen kirchlichen Ebenen voranbringen und am Gemeindeaufbau mitarbeiten.

Der Ausschuss beteiligt sich unter anderem an der Vorbereitung und Gestaltung des Mirjam-Sonntags, der daran erinnert, dass die Ziele der Ökumene noch nicht erreicht sind. Im Gottesdienst sollen diese Ziele ausgehend von biblischen Texten und verschiedenen biblischen Frauengestalten beleuchtet und konkretisiert werden. Namensgeberin des Sonntags ist Mirjam, die ältere Schwester von Mose und Aaron. Sie besitzt prophetische Gaben; ihr Lied, das sie Gott zum Dank für die Rettung der Kinder Israel aus Ägypten singt, gehört zum ältesten Gut der Bibel (2. Mose 15, 20-21).

Die Mitglieder des Ausschusses werden von der Kreissynode gewählt.

Evangelische Frauenhilfe An der Agger

Die Evangelische Frauenhilfe An der Agger ist ein Verein ehrenamtlich tätiger Frauen, die sich als Christinnen engagieren. 77 Frauenhilfekreise sind mit etwa 1.700 Frauen dem Kreisverband An der Agger angeschlossen.

Ihrem Ursprung nach ist die Frauenhilfe eine „kaiserliche Idee“. Denn es war Kaiserin Auguste Victoria, die 1897 den Anstoß zur Gründung des Evangelisch-Kirchlichen Hilfsvereins der „Frauenhülfe“ gegeben hatte, die sich ab 1899 als großes Netzwerk von Frauen für Frauen bald im ganzen Land ausbreitete. Hier leisteten evangelische Frauen wichtige soziale Arbeit, die verbunden war mit der Weitergabe des Glaubens und mit Bildungsarbeit für Frauen. 

Seit vielen Jahren ist es in unserem Kirchenkreis Tradition, dass Frauen der Frauenhilfen den Gottesdienst zum 1. Advent verantworten und gestalten und dabei ihre besonderen Gaben einbringen. Unsere Veranstaltungen sind so wie der Kreis in unserem Logo: offen für alle interessierten Frauen. 

Die Frauenhilfe-Kreise laden ein zur Mitgestaltung kirchlichen Lebens.

Hier lesen Sie mehr zur Frauenhilfe – laden Sie die ausführlichen Informationen als pdf auf Ihren Rechner.

Ging es in den Gründerjahren vor allem um soziale Hilfe in Suppenküchen und bei der Krankenpflege, so haben sich die Aufgaben der Frauenhilfe heute gewandelt. Die Frauen sind bei Gemeindefesten und Basaren zur Stelle, die Ausrichtung des Weltgebetstages der Frauen liegt in ihrer Hand, und auch bei der Organisation und Leitung von Altenfreizeiten sind die tatkräftigen Frauen aus der Frauenhilfe nicht wegzudenken.

Die wöchentlichen oder vierzehntäglichen Frauenhilfetreffen in der Ortsgemeinde mit Andacht und thematischem Impuls sind für viele Frauen ein wichtiger Kontaktpunkt. Eine Frau, die länger fehlt, kann ziemlich sicher sein, dass nach ihr gefragt wird. Der Wert solcher Einbindung in ein soziales Netz ist gerade im Zeichen wachsender Anonymität und zunehmender Einsamkeit kaum zu überschätzen. Die Frauenhilfen sind also keineswegs – wie ihr manchmal nachgesagt wird – nur ein nachmittäglicher Kaffeeklatsch für ältere Damen. 

Seit mehr als 80 Jahren vertreten wir die Interessen und Anliegen von Frauen im Kirchenkreis und in der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland als unserem Dachverband. In Paragraf 3 unserer Satzung heißt es: 

„Die Evangelische Frauenhilfe ist eine der vielfältigen Wesens- und Lebensäußerungen der Kirche. Sie unterstützt evangelische Frauen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in Familie, Beruf, Kirche und Gesellschaft. Sie gründet ihr Wirken auf das biblische Zeugnis von der Liebe Gottes in Jesus Christus. Im Hören auf Gottes Wort sollen die Frauen ihre Kräfte in der Gemeinde einsetzen. Dadurch will der Verein Frauen befähigen, ihr Leben verantwortlich zu entfalten, ihre Aufgaben in den unterschiedlichen Lebensbereichen und in der Kirche wahrzunehmen und sich als Christinnen am öffentlichen Leben zu beteiligen.“ 

Der Vorstand des Vereins besteht aus zwölf gewählten Frauen aus verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises. Es ist uns wichtig, auch im Vorstand das Spektrum unterschiedlicher Frömmigkeit, das unseren Kirchenkreis ausmacht, widerzuspiegeln. 

Wir sind sehr lebendig und mit den unterschiedlichsten Begabungen ausgestattet. Mit viel Freude erarbeiten wir ein Jahresprogramm. Es beinhaltet fünf bis acht Arbeitskreise zu den verschiedensten Themen, die Frauen in ihrer ehrenamtlichen Arbeit in den Gemeinden unterstützen, im Glauben ermutigen und fortbilden. Unsere Themen reichen von „Marc Chagall – Bilder zur Bibel“ über „Grenzen und Konsequenzen der Gentechnologie“, „Jochen Klepper und seine Lieder“, „Gewalt überwinden“, „Pressearbeit“ bis zur Frage: „Was ist evangelischer Glaube?“. 

Jährlich bieten wir Mitte Januar einen ökumenischen Studientag zur Vorbereitung auf den Weltgebetstag an, der von etwa 200 Frauen besucht wird. Neben Informationen über Geschichte, Politik, Religion, Frauenleben und Natur des jeweils im Mittelpunkt stehenden Landes bietet der Studientag auch Bibelarbeiten und gibt Hilfen zur Gottesdienstgestaltung

Im März jeden Jahres laden wir ein zu einem mehrtägigen Studientag mit ausgewähltem Thema wie etwa „Ich stelle mir Gott vor – Gott stellt sich mir vor“. Im Herbst bieten wir zwei Arbeitskreise zur Vorbereitung von Advent und Weihnachtsfeiern an, die je von etwa 50 bis 60 Frauen besucht werden. 

In den vergangenen Jahren haben wir mit „Frauen gestalten Frauen¬gestalten“ und „Evita Gründler – Bilder der Bibel“ zwei große Ausstellungen organisiert und im Kirchenkreis ausgestellt.

Wir feiern Frauenfeste und alle zwei Jahre ist „Frauenhilfe unterwegs“. Im Jahr 2007 zum Beispiel nach Marburg: „Auf den Spuren der Elisabeth von Thüringen“.

Seit vielen Jahren ist es in unserem Kirchenkreis Tradition, dass Frauen der Frauenhilfen den Gottesdienst zum 1. Advent verantworten und gestalten und dabei ihre besonderen Gaben einbringen. Unsere Veranstaltungen sind so wie der Kreis in unserem Logo: offen für alle interessierten Frauen. 

Irmtraud Wernicke, frühere Vorsitzende des Kreisverbands der Evangelischen Frauenhilfe An der Agger 

Kontakt

Ute Schell
Vorsitzende des Kreisverbands der Evangelischen Frauenhilfe An der Agger
ute.schell@ekagger.de

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