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Tag des Flüchtlings 2020: "Wir sind für Geflüchtete da". Videos

| Diakonie

Die Flüchtlingsberatungsstelle der Diakonie "Kirchenkreis An der Agger" hilft seit mehr als 30 Jahren geflüchteten Menschen in Verfahrensfragen und ganz praktisch bei Fragen im Alltag.

Zum Tag des Flüchtlings haben Belma Hadžerić, Leiterin der Flüchtlingsberatungsstelle der Diakonie "Kirchenkreis An der Agger" und Superintendent Michael Braun, das Engagement des Kirchenkreises für geflüchtete Menschen unterstrichen. 

Videobotschaft von Belma Hadzeric und Michael Braun

In die Fenster der Beratungsstelle haben Belma Hadžerić und ihr Team Plakate der Pro Asyl-Ausstellung "Menschen&Rechte sind unteilbar" gehängt. "Damit möchten wir auf die diesjährige Interkulturlle Woche auch auf den Tag des Flüchtlings aufmerksam machen. Wenn man den Kopf ein bisschen hebt im Vorbeigehen, kann man acht von zwölf Plakaten in unseren Fenstern sehen."

"Menschen&Rechte sind unteilbar"

Pro Asyl sagt in der Erklärung zur Ausstellung "Menschen&Rechte sind unteilbar": "Menschenrechte sind die unveräußerliche Grundlage demokratischer Gesellschaften. Genau dies wird gegenwärtig in Europa in Frage gestellt: Die Untergrabung der Unabhängigkiet von Gerichten, Angriffe auf die Pressefreiheit, Einschränkung von Bürgerrechten - all das beobachten wir dort, wo Rechtspopulisten regieren. 

Der Einfluss von Nationalisten und Demokratie-Feinden reicht mittlerweile weithinein in die europäische Reailität: Wo zynisch reagiert wird, wenn Schutzsuchende im Mittelmeer ertrinken, wo Menschen jahrelang in Dreck und Elend ohne Zugang zu einem Asylverfahren ausharren müssen, wo Angehörige von Minderheiten diffamiert und tätlich angegriffen werden, wird die menschenrechtliche Basis Europas zerstört. 

Angesicht dieser Entwicklungen wollen wir an die Entstehung und Begründung der Menschenrechte erinnern und ihre Bedeutung darlegen.

Die Menschenrechte gelten nicht für einige Priviliegierte , sondern für alle Menschen. Für sie zu kämpfen lohnt sich heute und in die Zukunft."

Präses Rekowski: Gegenmittel gegen die Polarisierung

Zum Tag des Flüchtlings 2020 am 2. Oktober hat der rheinische Präses Manfred Rekowski von einem "persönlichen Traum" gesprochen: „Kein Mensch sollte seine Heimat verlassen müssen, nicht deswegen, weil die politische Situation so furchtbar ist, nicht deswegen, weil die existenzielle Not so groß ist, nicht deswegen, weil er die Folgen des Klimawandels spürt, und nicht wegen Gewalt, Krieg oder Terror.  Manfred Rekowski ist Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Videobotschaft des Präses

In der Berichterstattung spielten inzwischen andere Themen wieder eine größere Rolle, so der Präses. Aber das Thema Flucht spalte und polarisiere die Gesellschaft weiter. Das einzige Gegenmittel bleibe die persönliche Begegnung. „Begegnung zwischen Menschen fördert das Verständnis und ermöglicht Annäherungen. Das brauchen wir. So wird der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert.“ Dazu trügen Kirche und Diakonie bis heute sehr viel bei. Aus christlicher Sicht sei dabei das Verbindende zwischen den Menschen: „Wir sind alle Ebenbilder Gottes.“

ekagger.de/de/diakonie/fluechtlingsberatung/


www.ekagger.de | jth | Text: ekir | Foto und Video: Klaus Dripke

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In der Flüchtlingsberatungsstelle des Kirchenkreises in der Gummesbacher Fußgängerzone melden sich Belma Hadžerić, Leiterin der Beratungsstelle, und Superintendent Michael Braun zu Wort.
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Ein kleines Zeichen für die Verbundenheit mit Menschen auf der Flucht: die Plakate der Pro Asyl-Ausstellung "Menschen&Rechte sind unteilbar."