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Neujahrsempfang des Ometepe-Projekts - ein Familienprojekt

| Mission & Ökumene

Der traditionelle Neujahrsempfang des Ometepe-Projektes fand wieder im Victor‘s Hotel mit 90 Gästen statt. Auch in diesem Jahr stand der Abend unter dem Motto: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“.

Superintendent Jürgen Knabe sieht Ometepe als ein Familienprojekt an, so wie Jesus die Familie verstanden habe. Bei ihm zähle nicht die biologische Verwandtschaft, sondern es sei ihm wichtig gewesen, dass Menschen verbunden sind durch gemeinsame Ziele. Im Ometepe-Projekt gehe es ausschließlich um den Willen Gottes. So übernehmen Menschen Verantwortung füreinander, denn Nächstenliebe bestehe aus der konkreten Umsetzung.

„Gemeinschaft kann man nicht beschwören, man kann sie nur erfahren“, sagte Jürgen Knabe. Entscheidend sei, auch im Hinblick auf die Weiterführung des Ometepe-Projekts, „wie wir uns verstehen“ und „wie bunt und vielfältig die Ometepe-Familie ist“. Das Land Nicaragua sei in große Unruhen verwickelt – mit dem Projekt könne man einen Gegenakzent setzen, indem man das "Band der Liebe, Gerechtigkeit und des Friedens" weitergebe, so Knabe.

Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker sagte, auf der Grundlage eines gemeinsamen Willens für ein friedliches Miteinanders entstehe aktives Handeln und „das ist wichtig in der heutigen Zeit“. Ulrich Stücker war zum vierten Mal beim Ometepe-Neujahrsempfang dabei. Bevor Michael Höhn, zusammen mit seiner Frau Gründer und Geschäftsführer des Projekts, mit einer Präsentation einen kurzen Rückblick auf 26 Jahre Projektarbeit und die Feierlichkeiten zum Jubiläum im vergangenen Jahr zeigte, sprach Monika Höhn über die erschütternden Einschnitte im April 2018, die alle schockiert habe.

In den zurückliegenden 25 Jahren habe sich so vieles positiv entwickelt, aber im Augenblick befinde sich Nicaragua im Ausnahmezustand, erklärte Monika Höhn. Seit letztem Jahr habe es über 350 Tote gegeben, mehr als 500 politische Gefangene und rund 40.000 Flüchtlinge, die in Costa Rica Schutz vor Repression gesucht haben. So konnte auch die fünfköpfige Delegation, die 2018 zu den Jubiläumsfeierlichkeiten und zur Vorstellung des zweisprachigen Buches „Paradies mit Widerhaken / pareiso con púas“ nicht nach Deutschland einreisen.

Aktuell erhielten Höhns ein Schreiben eines Ometepe-Mitarbeiters von der Insel. Dr. Jorge Quintana schilderte darin die momentane Lage. Zwar herrsche gerade Ruhe, aber es gebe starke Unterdrückung. Zu den erfreulicheren Mitteilungen zählte die Kontinuierlichkeit, mit der das Projekt durch die vielen Spenden jährlich 100.000 Euro nach Ometepe überweisen kann.

Musikalisch durchsetzt war der Abend mit Vorträgen von Gitarrist und Sänger Daniel Ulloa aus Nicaragua, der zwei eigene Stücke – „Los Heraldos negros“ und das auf die Revolution bezogene Protestlied „El cielo triste está Ilorando“ – sowie das bekannte „Corazón espinada“ sang.

Melina Kyranoudis begleitete sich selbst am Keyboard und erläuterte die drei Stücke, die perfekt zu diesem Abend passten: Gregor Meyles „Du bist das Licht“, „Dove Eyes“ – mit den Augen einer Taube von oben auf Dinge herabsehen – sowie Pinks „Bridge of Light“.

Auch der kulinarische Genuss kam an diesem Abend nicht zu kurz mit einem Neujahrs-Buffet. Das nächste Offene Ometepe-Treffen findet am 29. März 2019 ab 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Wiehl statt.

www.ekagger.de | jth | Text: Vera Marzinski | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/V.Marzinski

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Beim Neujahrsempfang in Gummersbach: Anke Groß (v.l.), Ursula Bloningen, Michael und Monika Höhn, Dr. Susanne Lindner, Superintendent Jürgen Knabe, Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker, Helmut Klaas und Ralf-Herbert Puhl vom Ev. Kirchenkreis An der Agger.
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Aus Nicaragua stammt der Gitarrist und Sänger Daniel Uolla.
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91 Gäste kamen zum Neujahrsempfang des Projekts in Victor's Hotel zusammen, darunter Menschen aus Afrika, Italien und auch aus Nicaragua.
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Superintendent Jürgen Knabe sagte, das Projekt setze mit seinem Geist der Liebe einen Gegenakzent zum Unterdrückungssystem in Nicaragua.
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Sängerin Melina Kyranoudis kommt aus Wiehl.
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Monika Höhn, die das Projekt mit ihrem Mann Michael ins Leben gerufen hatte, führte aus, warum zurzeit Hilfe nötiger ist denn je.