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Kreissynode 2020 Superintendentenbericht: Die Kirche ist da und mittendrin

| Kirchenkreis

Michael Braun macht die Kraft zur Veränderung zum Thema seines ersten Superintendenberichts. Die Kreissynodalen haben den Bericht Anfang der Woche vorab als Video bekommen.

Die Herausforderung der Corona-Pandemie für die Kirche hat Superintendent Michael Braun in den Mittelpunkt seines ersten Berichts für die Synode des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger gestellt. „Vieles war in diesem Jahr nicht oder nur ganz anders möglich“, sagte Braun in der Videobotschaft. „Aber wir waren als Kirche da und mittendrin.“

Braun dankte den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden in der Kirche und ihren Gliederungen für die engagierten und kreativen Bemühungen, Gemeinschaft herzustellen und Seelsorge zu gewährleisten. Die Vielfalt der Angebote sei auch im Hinblick auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit „ein wunderbares Aushängeschild“ für die Kirche.

Kein Anlass zur Furcht 

Die Videobotschaft hat Mediengestalter Klaus Dripke an verschiedenen Orten im Kirchenkreis aufgenommen. So sprach Braun unter anderem auf der Plattform des Nümbrechter Aussichtsturms über den „weiten Blick“, der in der Diskussion über die Corona-Pandemie und ihre sozialen Auswirkungen oft verlorengegangen sei. „Als Kirche ist es nicht unsere Aufgabe, für alles eine Lösung zu haben, aber es ist unsere Aufgabe, daran zu erinnern, dass es nicht um Gewinnen und Rechthaben geht, sondern um einen respektvollen Umgang und um Nächstenliebe als Grundpfeiler von Gemeinschaft.“

Die Corona-Krise habe zum Innehalten gezwungen. Vielen habe es gut getan, „nach dem Kern, dem Sinn und Halt des eigenen Lebens“ fragen zu können. Auch die evangelische Kirche im Oberbergischen sollte die Gelegenheit zur Besinnung nutzen. Das Nachdenken über den neuen Pfarrstellenplan, neue Formen der Zusammenarbeit und die geistigen Schwerpunkte sei kein Anlass zur Furcht, sondern Zeichen einer lebendigen Kirche, betonte der Superintendent: „Warum also Angst haben, wenn wir Schritte gemeinsam - mit Gott an unserer Seite - angehen und wissen, dass wir all diese Arbeit für eine wundervolle und wichtige Sache tun wollen?“

www.ekagger.de | jth | Video: Klaus Dripke | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/J. Thies 

 

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Klaus Dripke (rechts) hat den Superintendentenbericht an vier Orten aufgenommen.
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In der Bunten Kirche von Müllenbach ging es neben dem Taufstein aus dem 12. Jahrhundert um den Kern der Kirche: Was muss sein? Worauf können wir gut verzichten? Wie können Gottesdienste gefeiert und Kontakt zu den Menschen gehalten werden? Wie kommen wir 2021 in Taufprojekten verstärkt in Kontakt zu Eltern, Großeltern und Paten, um Gottes Wort weiterzutragen?