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Kreissynode 2020: Gemeinsam auf einem steilen Weg

| Kirchenkreis

Erstmals digital: Kreissynode bestätigt Kreissynodalvorstand und diskutiert Pfarrstellenkonzeption 

Der Kirchenkreis An der Agger hat seine erste Online-Kreissynode abgehalten und dabei ein schwieriges Thema angepackt: den Pfarrstellenplan 2030. Der Kirchenkreis hat einen enormen Techniksprung gemacht, das digitale Synodenformat hat sich bewährt. Der wichtige Austausch im Kirchenkreis wird nicht unterbrochen, auch wenn präsentische Treffen nicht stattfinden können. Superintendent Michael Braun: "Unsere Zoom-Synode ist ein gutes Format, das zweitbeste nach einem Live-Treffen." Die Kreissynodalen konnten auch im digitalen Raum engagiert diskutieren, die sowohl offenen als auch geheimen Wahlen sind einwandfrei abgelaufen. Auch der von Kirchenkreisbegleiter Henning Boecker angemahnte Humor, der wichtig sei für alle synodalen Beratungen gerade in diesen Zeiten, fand im digitalen Raum seinen Platz.

Im Hinblick auf die anstehenden Veränderungen setzt die Kreissynode personell auf Kontinuität. Turnusgemäß stand nach vier Jahren die Hälfte des Kreissynodalvorstands zur Wahl. Dem neuen Superintendenten stellte die Synode den bisherigen KSV als bewährtes Team zur Seite: Der stellvertretende Superintendent, Assessor Thomas  Ruffler, wurde im Amt bestätigt, ebenso wurden die theologischen und ehrenamtlichen Mitglieder wiedergewählt: Pfarrer Achim  Schneider (Kirchengemeinde Marienhagen-Drespe), Pfarrer Helmut  Krüger (Gummersbach), Ute  Hucklenbroich (Dieringhausen-Vollmerhausen-Niederseßmar), Klaus  Dripke (Nümbrecht) und Frank  Vogt (Gummersbach). Neu in den KSV gewählt wurde Eckhardt  Lück aus Eckenhagen. Er rückt nach für Diedrich  Harms (Rosbach), der nach acht Jahren ausscheidet.

Ein Grußwort sprach Landeskirchenrat Henning Boecker, stellvertretender Leiter der Abteilung Finanzen und Diakonie, live zugeschaltet aus dem Düsseldorfer Landeskirchenamt. Boecker lobte den Kirchenkreis für die Fortschritte auf dem digitalen Weg. Den Superintendentenbericht und die Bewerbungsvideos der Kandidaten für den KSV und die Landessynode habe er online zum selbstgewählten Zeitpunkt sehen können, das sei ein enormer Vorteil. In Anlehnung an den Superintendentenbericht fragte er:  Was bedeutet Corona für mich persönlich? Noch nie habe er so viel Zeit gehabt für Besinnung, Gebet und Spiritualität. Das wolle er beibehalten.

Kreisdechant Christoph  Bersch lobte in seinem Videogruß die ökumenische Zusammenarbeit in der Corona-Zeit. Mit einem Team aus dem Kirchenkreis arbeitet er an dem Andachtsheft „Weihnachten 2020“.

Neue Gesichter auf der Kanzel

Einen Umbruch steht in der Pfarrerschaft an. Fünf Pfarrer wurden von der Synode verabschiedet: Heiner Karnstein (Kirchengemeinde Holpe-Morsbach) sowie Christoph  Gehring und Gisbert von Spankeren (beide Kirchengemeinde Kotthausen-Hülsenbusch) gehen im nächsten Jahr in den Ruhestand, Horst  Sonnenberg (Wiehl) wechselt noch dieses Jahr in den Ruhestand und Karl-Heinz Blasberg (Kirchenkreis) scheidet aus dem Dienst aus. Dafür wird es neue Gesichter auf den Kanzeln geben: Neu nach Holpe-Morsbach als Pfarrerin im Probedienst geht Silke Molnár; sie wird im Dezember ordiniert. In Kotthausen-Hülsenbusch soll Pfarrerin Alexandra Pook gewählt werden, so die Wahlabsichtserklärung des Presbyteriums.  Auch an anderen Stellen gibt es Verstärkung: Pfarrer Sándor Károly Molnár verlängert seinen Dienst in Waldbröl.  Superintendent Braun hat in diesem Jahr zudem drei neue hauptamtliche Prädikanten ordiniert: Andrea Ruland (Drabenderhöhe), Pascal Polat (Müllenbach-Marienheide) und Christian Büscher (Waldbröl).

Pfarrstellenplan wird geistige Reiseroute festlegen

Die Kreissynode beschloss die Bildung einer großen Arbeitsgruppe mit 57 Mitgliedern aus allen Kirchengemeinden, um der Synode bis 2022 einen Pfarrstellenplan für das Jahr 2030 vorzulegen. Die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer wird dann nur noch 26,05 betragen, heute sind es 34. Der Pfarrstellenplan wird die "Roadmap", die Reiseroute und den Fahrplan, vorgeben für die geistige Schwerpunktsetzung in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis. Wo sind die Haupthandlungsfelder und wie stärkt die Kirche das Element der Taufe? Klar wurde bei allen Diskussionen: „Wir gehen gemeinsam in die Zukunft.“ Der Schwerpunkt liegt mehr denn je auf der Zusammenarbeit.  

Das Dank der Synode galt dem Technik-Team mit Matthias Ospelkaus im Kreiskirchenamt und Jens Schaldach am Plan-B-Standort im evangelischen Gemeindehaus Dieringhausen und an das Orga-Team mit Judith Sahm und Sylvia Schwan aus der Superintendentur.

ekagger.de | jth | Text: Judith Thies Fotos: Kirchenkreis An der Agger/ J., Vera Marzinski (Screenshots), Hans-Georg Pflümer

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Der Kirchturm in Gummersbach symbolisiert den Wandel, dem sich auch der Kirchenkreis in den nächsten zehn Jahren stellen muss: Das Äußere muss saniert werden, um die Stabilität zu erhalten, aber das Innere, der Kern, bleibt erhalten.
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Vertraut den neuen Wegen, Thema der Synodenandacht, gilt auch für die Schwerpunktsetzung in der geistigen Arbeit des Kirchenkreises, die zwingend erforderlich ist: Wo sind die Haupthandlungsfelder?
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Henning Boecker, live zugeschaltet aus dem Landeskirchenamt in Düsseldorf, konnte dank der Technik an einem Tag auf zwei Kreissynoden sein: An der Agger und im Kirchenkreis Kleve.
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Kreisdechant Christoph Bersch nahm sein Grußwort vorab auf in St. Mariä Königin in Bergneustadt-Wiedenest. Christus habe uns die Lampe seiner Liebe geschenkt für alle Dunkelheiten
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Pfarrer Thomas Ruffler wurde in seinem Amt als Assessor wiedergewählt. Aus Klaswipper leitete und moderierte er verschiedene Punkte wie die Aussprache des Superintendentenberichts, Änderung der Geschäftsordnung und die Finanzen.
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Superintendent Michael Braun leitete die fünfstündige digitale Kreissynode von seinem Büro im Kreiskirchenamt aus. Er bedankte sich bei den Synodalen für die engagierte Arbeit. Besonders lobte er angesichts der Wahlen für die Ausschüsse das hohe ehrenamtliche Engagement im Kirchenkreis.
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"Synodenfutter" hatte sich Pfarrer Hans-Georg Pflümer zurechtgelegt und fotografiert. Per Post erhielten die Synodalen Tee, Kaffee, Süßes und das 168-seitige Einladungsheft mit den ausführlichen Synodenunterlagen.