Zum Inhalt springen

Kreissynode 2020 - Finanzen

| Kirchenkreis

Die Kreissynodalen haben den Haushalt 2021 mehrheitlich beschlossen

Im Rahmen der digitalen Herbstsynode stellte Verwaltungsleiter Thomas Hildner auch die Kirchensteuerabrechnung 2019 und den Haushalt 2021 vor.

Zunächst ging Hildner auf die Kirchensteuerabrechnung 2019 ein. Gegenüber der Planung 2019 ist das verfügbare Kirchensteueraufkommen im Kirchenkreis um 0,52 Prozent geringer ausgefallen. Punktlandungen konnten unter anderem im Bereich der Gebäudeverwaltung erreicht werden.

Spannend war der Ausblick auf das Jahr 2021, vor allem im Blick auf die steuerlichen Auswirkungen der Corona-Krise, so Verwaltungsleiter Hildner. Die Landeskirche geht landeskirchenweit von einem Minus in Höhe von fünf Prozent (- 45,2 Mio. Euro) gegenüber der Planung für das Jahr 2020 aus. Eine wesentliche Änderung ist die Reduzierung der Versorgungs- und Beihilfesicherungsumlage im Jahr 2021 um 81,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Dies war möglich, da die avisierte 70-prozentigige Deckung der Versorgung erreicht worden war. Durch die Senkung dieser Umlage kann der Einnahmeverlust durch die Corona-Krise mehr als ausgeglichen werden: Im kommenden Jahr steigt der Pro-Kopf-Betrag von 180,19 Euro auf 205,39 Euro. Für das im Kirchenkreis verfügbare Kirchensteueraufkommen bedeutet dies eine Erhöhung von 14,7 Mio. Euro auf 16,4 Euro (+ 1,7 Mio. Euro oder  11,82 Prozent).

Damit verfügt der Kirchenkreis im Jahr 2021 über eine nicht verplante Reserve in Höhe von rund 2,1 Mio. Euro. Diese soll nicht leichtfertig verplant werden, weil das kommende Jahr in Folge der Corona-Pandemie weiterhin mit vielen Unwägbarkeiten behaftet ist. Deshalb wurden die Haushaltsansätze für den kreiskirchlichen Haushalt auch lediglich fortgeschrieben, ansonsten aber keine großen Änderungen beschlossen. Da die kreiskirchliche Umlage die Kosten des Kirchenkreises nicht deckt, wird eine Entnahme aus dem Sonderposten „Umlage Kirchenkreis-Kirchengemeinden“ in Höhe von 639.206 Euro (Vorjahr: 686.338 Euro) eingeplant.

Mittel- und langfristig ist mit einem Rückgang des Kirchensteueraufkommens zu rechnen, insbesondere durch weiter zurückgehende Gemeindegliederzahlen: Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Gemeindeglieder um 1,943 Prozent oder 1.543 Gemeindeglieder gesunken. Hier macht sich vor allem die demografische Entwicklung bemerkbar: 1.073 Bestattungen standen 548 Taufen gegenüber. 614 Gemeindeglieder sind aus der evangelischen Kirche ausgetreten, 76 Gemeindeglieder wurden neu aufgenommen.

www.ekagger.de | jth | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/Judith Thies, Vera Marzinski

Zurück
k-Thomas_Hildner_.jpg
Thomas Hildner erläuterte den Haushalt 2021.