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Konfirmation: Jetzt erst recht!

| Aktuell

Die neuen Konfi-Jahrgänge in den Kirchengemeinden fangen schon an.

Wegen der Corona-Pandemie steckt der Start der neuen Konfirmandenjahrgänge genau wie der Schulbeginn nach den Ferien voller Herausforderungen. Während die meisten Konfirmationen des Frühjahrs noch im September und Oktober nachgeholt werden, stehen die neuen Konfis schon in den Startlöchern. In einigen Gemeinden ging die Vorbereitungszeit bereits vor den Sommerferien wieder los, etwa in Lieberhausen, Drabenderhöhe, Nümbrecht, Holpe-Morsbach und Wiedenest. In den meisten Gemeinden finden sich die neuen Konfigruppen jetzt zusammen. Alle Kirchengemeinden haben Schutzkonzepte geschrieben und die neuen Regeln mit den Eltern und Jugendlichen besprochen.  

In Ründeroth beispielsweise ist der Konfistart am Samstag über die Bühne gegangen. Die 19 neuen Konfirmanden begannen ihre gemeinsame Zeit in kleinen Gruppen und immer auf Abstand. Per Videokonferenz hatten sich alle vorher schon einmal gesehen und das Wichtigste besprochen: „Wir wollen gemeinsam eine starke Zeit haben und uns und Gott besser kennenlernen.“ Und das geht auch mit den Corona-Regeln. Um die Arbeit in den kleinen Gruppen gewährleisten zu können, wurden Pfarrer Henning Strunk und Jugendleiter Harald Hüster von etlichen ehrenamtlichen Teamern unterstützt, auch aus dem diesjährigen Konfi-Jahrgang, deren Konfirmation Ende September ansteht. Bei der Rallye durch Ründeroth die Agger entlang und zu den Kirchen durften die Jugendlichen ihre Masken absetzen. Im Gemeindehaus hielten sich alle daran, dass nicht mehr als zehn Menschen in einem Raum sein sollten.

Voll und eng darf es in den Kirchen nicht werden

Dass die Konfirmationen des Frühjahrs jetzt endlich nachgeholt werden können, freut die Kirchengemeinden. Jede Gemeinde hat angepasst an die Größe der Konfigruppe ihre Pläne gemacht, zugrunde liegen die verbindlichen Regelungen für die "außerschulische Kinder- und Jugendarbeit" in Nordrhein-Westfalen. Die Anzahl der Gäste ist überall begrenzt, so voll und eng wie in normalen Jahren darf es natürlich nicht werden.

Die Kirchengemeinde Drabenderhöhe etwa teilt die 18 Konfirmanden auf vier Termine auf. Das Presbyterium in Marienberghausen dagegen hat in Absprache mit den Eltern entschieden, die 16 Konfirmanden zusammen zu konfirmieren. Der Gottesdienst wird ins direkt benachbarte Gemeindehaus übertragen, damit die sechs Angehörigen pro Kind (oder neun bei Geschwisterkindern) in der kleinen historischen Kirche auf Abstand sitzen können. So findet jede Gemeinde die Regelungen, die individuell passen, genau wie bei den Gottesdiensten.

Wichtig war es den Kirchengemeinden, mit den Eltern und den Konfis im engen Kontakt zu bleiben: über Chat-Gruppen, Videokonferenzen, E-Mails oder analog durch Briefe an die Konfirmandinnen und Konfirmanden. Überall haben die Gemeinden am Tag der ausgefallenen Konfirmationen im Frühjahr den Jugendlichen geschrieben, so dass der besondere Tag nicht einfach so vorbeigegangen ist. So beweist sich in diesem Jahr auf eine besondere Weise der Sinn der Konfirmation: Die Gemeinde heißt ihre neuen, nun (fast) erwachsenen Mitglieder willkommen.

ekagger.de | jth | Text: Judith Thies | Foto: Selina Hoge

 

 

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Die Kirchengemeinde Wiehl hat schon im Juni wie jedes Jahr ihre Konfirmationen gefeiert, in kleinen Gruppen, und zum Segen haben die Eltern den Kindern die Hand aufgelegt. Für Tim Hoge, seine Eltern Silke und Stefan sowie seine Schwester Selina war es ein ganz besonderer Tag.