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Kirchenkreis und Kreisdekanat reagieren mit Bedauern auf Kommunikation zu den Gottesdienstverboten

| Kirchenkreis

Der Oberbergische Kreis hat am Sonntag wegen der hohen Inzidenzzahlen alle Gottesdienste und gottesdienstlichen Veranstaltungen unterschiedslos verboten. 

Mit Bedauern haben der Kirchenkreis An der Agger und das Kreisdekanat Oberberg reagiert auf die Kommunikation rund um die Entscheidung des oberbergischen Kreises, Gottesdienste in allen Kommunen zu untersagen.

Superintendent Michael Braun: "Wir haben absolut Verständnis für alle Maßnahmen, die Menschen schützen, um eine weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern. Es gibt aber keine Veranlassung zu glauben, der Kirchenkreis und die katholischen Gemeinden seien unverantwortliche Infektionstreiber gewesen." Gerade die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden hätten Verantwortung übernommen und seit Monaten eine Vielzahl von Möglichkeiten angeboten, um gemeinsam online und analog Glauben zu erleben. Die Gläubigen seien sehr verantwortlich mit der Situation umgegangen und haben zunehmend online an Gottesdiensten teilgenommen. "Die Einsicht bei allen Gläubigen unserer Kirchen ist sehr groß."

Das aktuelle Infektionsgeschehen in den Städten und Gemeinden des Landkreises könne nicht auf Gottesdienste im katholischen Dekanat und  im evangelischen Kirchenkreis zurückgehen, sagt auch Kreisdechant Christoph Bersch, da seit dem 20. Dezember nur vereinzelt Gottesdienste in engster Absprache mit den Behörden und unter strengsten Hygienemaßnahmen stattgefunden hätten. "Wir sind erleichtert, dass wir zu den hohen Zahlen nicht beigetragen haben."

Die große Mehrzahl der Kirchengemeinden hatte bereits in der Adventszeit ihre Weihnachtsgottesdienste abgesagt, bereits vor dem Erlass des Oberbergischen Kreises vom 23. Dezember, in fünf Kommunen die Gottesdienste zu untersagen. Dass der Oberbergische Kreis jetzt dieses Verbot von Gottesdiensten von fünf Kommunen auf den gesamten Kreis ausweitet, sei nur eine Fortschreibung dessen, was vorher bereits vielfach Realität war.

Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden haben seit März 2020 viele Menschen, die durch die Corona-Pandemie betroffen sind, auf vielfältige Weise begleitet. Gottesdienste fanden nur unter strengsten Hygienemaßnahmen statt. Je nach Raumgröße waren nur wenige Gläubige in enger Absprache mit den zuständigen Behörden zugelassen.

Auch weiterhin werden die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Distanzangebote machen, die es ermöglichen, den Beistand Gottes auch in schwierigen Zeiten zu erfahren. Michael Braun: "Gott ist in Jesus Christus für uns da und steht uns bei. Das merken wir in jedem Gebet, gerade jetzt auch in vielen Stoßgebeten." Er bete für alle Entscheidungsträger in der Politik und in der ganzen Gesellschaft, dass sie in den schwierigen Zeiten die stärkende und schützende Hand Gottes spüren.

Die Pfarrerinnen und Pfarrer der Kirchengemeinden sind per Telefon für seelsorgliche Gespräche zu erreichen.  Die TelefonSeelsorge Oberberg ist unter 0800 111 0 111 zu erreichen.

Digitale Angebote gibt es auf den Homepages des Kirchenkreises und des Kreisdekanats.

www.ekagger.de | jth | Grafik: Uwe Appold

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Im Kirchenkreis An der Agger gibt es zahlreiche Angebote für die Gläubigen - digital und klassisch analog per Brief und Telefon. Präsenzgottesdienste finden nicht statt.