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Kai Berger: Abschied aus Marienheide

| Kirchenkreis

IIm Festgottesdienst am 7. Juli wird Pfarrer Kai Berger nach 15 Jahren im Kirchenkreis von Superintendent Jürgen Knabe verabschiedet. 

Die Evangelische Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide verabschiedet sich von ihrem Pfarrer Kai Berger und seiner Familie in einem Gottesdienst am Sonntag, 7. Juli, 14.30 Uhr, in der evangelischen Kirche Marienheide, Martin-Luther-Straße 8, 51709 Marienheide. Der 51-jährige Kai Berger wechselt nach 15 Jahren in den Evangelischen Kirchenkreis Wuppertal. Die Kinder sind aus dem Haus, er und seine Frau Anja möchten noch einmal etwas Neues beginnen. "Für uns hat sich eine Tür in Wuppertal-Beyenburg geöffnet, eine sympathische Gemeinde mit vielen guten Eigenschaften. Wir bleiben also dem Bergischen Land treu und hoffen, dass wir dort eine genauso erfüllte Zeit erleben wie in Marienheide und Müllenbach." Bei der Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide bedankt sich die Familie für "15 tolle Jahre".

Der anschließende Empfang ist im Gemeindezentrum Rodt-Müllenbach, Müllenbacher St. 27. Die Verabschiedung leitet Superintendent Jürgen Knabe. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgen der Kirchenchor und das Singteam der Gemeinde und Jutta Brahm an der Orgel.

Weg zum Glauben in Raderthal gefunden

Kai Berger ist im Jahr 1968 in Oldenburg geboren. Großgeworden ist er Köln-Raderthal. Die Gemeinde hat ihn von der Kindertagesstätte bis zur Hochzeit begleitet. Sein früherer Gemeindepfarrer, Pfarrer i. R. Friedhelm Müller, wird auch zur Verabschiedung anwesend sein. In dieser Gemeinde hat Kai Berger den Weg zum Glauben gefunden. Geprägt hat ihn insbesondere auch der Vorsitzende des CVJM, Wolfgang Wilke, den Kai Berger als seinen geistlichen Vater bezeichnet. In dieser Gemeinde hat er auch seine spätere Frau Anja kennengelernt. 

Sein Theologiestudium absolvierte Kai Berger an der Universität in Bonn und der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal. Es schloss sich das Vikariat in Greifenstein-Ulmtal an. Seinen Probedienst machte Kai Berger in der Kirchengemeinde Essen-Burgaltendorf. In diesen Gemeinden sind auch die drei Kinder Christoph, Anika und Finn geboren.

Am 15. Februar 2004 hat Kai Berger den Dienst in der damaligen zweiten Pfarrstelle der Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide in Marienheide aufgenommen. Der 100prozentige Dienst umfasste 75 Prozent Dienst in der Kirchengemeinde und 25 Prozent Schuldienst an der Realschule in Ründeroth. Diese Aufgabe in der Schule hat er zehn Jahre lang wahrgenommen. Nach dem Ruhestand des Stelleninhabers der 1. Pfarrstelle, Pfarrer Peter Pietschmann, wurde dessen Pfarrstelle in Müllenbach aufgehoben, so dass Kai Berger in einer 100prozentigen Gemeindepfarrstelle die pastorale Verantwortung für die gesamte Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide übernommen hatte.

Im Zentrum der Gemeindearbeit von Kai Berger standen lebendige Gottesdienste, die durch die Mitwirkung Vieler eine große Integrationskraft nach innen und zugleich eine über die Gemeinde hinausgehende Ausstrahlung nach außen besaßen. Neben den normalen Gottesdiensten hat er Geburtstagsgottesdienste ins Leben gerufen, Taufgottesdienste an der Bruchertalsperre eingeführt und Gottesdienste mit Schützenverein, Feuerwehr, Schulen und dem Seniorenzentrum gefeiert. Wichtig waren Kai Berger die Schulgottesdienste in der Grundschule Marienheide, die einmal im Monat stattfanden, sowie an der Gesamtschule Marienheide, die dreimal jährlich gefeiert wurden.

Besonders geprägt hat das Gemeindeleben die Förderung der Kinderarbeit in den insgesamt neun Gruppen der Kindertagesstätten „Familienzentrum Müllenbach“ und „Regenbogen“ in Marienheide. Außerdem ist die Kirchengemeinde Trägerin der Offenen Ganztagsschule in Müllenbach.

Die Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde, Seelsorgebesuche, Hauskreise und Glaubenskurse waren Kai Berger besonders wichtig.

Die Zusammenarbeit im Rahmen der Evangelischen Allianz hat Kai Berger gefördert und die Kontakte mit evangelisch-freikirchlichen Gemeinden in den Nachbarorten in die Wege geleitet. Er hat auch das sehr gute Miteinander mit der katholischen Kirchengemeinde mit Pater Bergers, Pater Rego und Pfarrer Josef geschätzt.

Schatzinsel für 50 Kinder und "Im Aufbruch"

An den Diensten in der Kirchengemeinde hat sich seine ganze Familie rege beteiligt: so hat seine Frau Anja die „Schatzinsel“ geleitet, ein monatliches Angebot für rund 50 Kinder, das die Mitwirkung von 20 Mitarbeitenden einschloss. Die Kinder von Kai Berger waren ebenfalls im Projekt „Schatzinsel“ beteiligt. Außerdem haben sie intensiv in der Konfirmandenarbeit mitgewirkt durch die Gestaltung von Kleingruppen, die Leitung von Freizeiten und die Ausarbeitung von Programmen.

Auf der Ebene des Kirchenkreises hat Kai Berger von Anfang an dem Projekt „Im Aufbruch“ mitgewirkt. Neben der Organisation von Seminaren und Konzerten ging es vor allem um die Gestaltung der Abende der Presbyterien, einem Angebot zum geistlichen Austausch, näheren Kennenlernen, zu theologischen Impulsen und einem ausführlichen musikalischen Teil als Wertschätzung für die im Kirchenkreis tätigen Ehrenamtlichen. Insbesondere hat er die Organisation der beiden Großveranstaltungen in der Wiehltalhalle im Oktober 2016 mit Fabian Vogt und Auszügen aus dem Musical „Katharina von Bora“ sowie im Februar 2019 mit dem Theologen Johannes Weth und seiner Frau, der Gospelsängerin Njeri Weth, übernommen.

Das Wirken von Kai Berger war durch seine Menschenfreundlichkeit geprägt. Er verstand es, in einladender Weise auf Menschen zuzugehen und Menschen aller Altersgruppen durch lebendige Gottesdienste im vielstimmigen Lob Gottes zusammenzuführen.

Kai Berger wird zum 1. August 2019 die Pfarrstelle der Kirchengemeinde Beyenburg-Laaken in Wuppertal antreten. Kai Berger verlässt die Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide voller Dankbarkeit und dankt im Gemeindebrief für „15 tolle Jahre.“ 

  jth | Foto: Christoph Berger

 

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Kai Berger wird Pfarrer in Wuppertal-Beyenburg, in einer landschaftlich sehr schönen Gemeinde mit Klosterkirche und - wie in Marienheide - an einem Stausee.