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Flüchtlingsberatungsstelle spendet für Gabenzaun

| Diakonie

Belma Hadžerić übergab Tüten mit Kinderbedarf an Saskia Herzhof

„Ich dachte: Wow, unglaublich tolle Aktion.“ Belma Hadžerić, Leiterin der Flüchtlingsberatungsstelle des Kirchenkreises An der Agger, war von Anfang an überzeugt vom Gabenzaun am Caritas-Sozialkaufhaus. Die Idee stammt von der Caritas-Mitarbeiterin Saskia Herzhof, die in der Flüchtlingsberatung der Caritas arbeitet. Sie initiierte den Zaun am Caritas-„Kaufhaus für Alle“ in der Gummersbacher Wilhelmstraße zusammen mit ihrem Kollegen Eric Klein: Tüten mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln hingen anfangs  zum Mitnehmen am Zaun - jeder, der in der Corona-Zeit besonderen Bedarf hat, kann sich bedienen. Die Tüten werden inzwischen nicht mehr an den Zaun gehängt, sondern im Kaufhaus ausgegeben.

 „Ich mag diese Idee, schnell und unkompliziert Menschen in Not zu helfen“, sagt  Belma Hadžerić. „Die Tüten sind so liebevoll verpackt, mit kleinen Nachrichten drin und einer schönen Mund-Nase-Maske.“ Jetzt hat die evangelische Flüchtlingsberatungsstelle aus ihrem Etat 20 Tüten gepackt für Kinder in verschiedenen Altersstufen und an die Caritas weitergeben zur Verteilung. In den Tüten sind Obst- und Gemüsegläschen für kleine Kinder, Windeln, Feuchttücher, Cremes und Puder, gepackt nach Listen für die verschiedenen Altersstufen, die die Gummersbacher Caritas-Familienhebamme Bettina Bremer erstellt hat.  

Belma Hadžerić und Saskia Herzhof arbeiten im Themenfeld Flüchtlingsberatung zusammen. Zuletzt organisierten  beide Flüchtlingsberatungsstellen ein gemeinsames großes Weihnachtsfest in Kotthausen für geflüchtete Menschen. „Wir sind keine Konkurrenten, sondern wir arbeiten gemeinsam für unsere Klienten.“ Der gute ökumenische Kontakt hat sich über die Jahre auch in der Interkulturellen Woche entwickelt. Diakonie-Pfarrer Thomas Ruffler betont, wie wichtig solche Netzwerke gerade in Krisenzeiten sind. Auch Caritas-Geschäftsführer Peter Rothausen unterstützt den ökumenischen Austausch in bei den Hilfsangeboten. „Wir ergänzen uns sehr gut, und die evangelische Kirchengemeinde in Gummersbach hat uns immer wieder unterstützt.“

Spenden bitte im Kaufhaus abgeben 

Die Flüchtlingsberatungsstelle des Kirchenkreises hat umgekehrt vor wenigen Wochen 20 Taschen mit Lebensmitteln von der Caritas für ihre Klienten bekommen. Belma Hadžerić und ihr Mitarbeiter Hussein Al Safar brachten die Tüten nach Ankündigung bei einigen Familien vorbei, unter Beachtung der Corona-Schutz- und Abstandsregeln: „Zum Teil habe ich die Sachen über den Balkon gereicht“, erzählt Hadžerić. Die Mutter einer somalischen Familie in Marienheide habe Mehl an den Händen gehabt, als sie die Tüte entgegengenommen habe. Im Ramadan bereitete sie Essen fürs Fastenbrechen am Abend zu. „Da kamen die Lebensmittel mit Reis, Öl und Milch gerade richtig.“

Spenden abzugeben oder Tüten entgegen zu nehmen ist möglich montags, dienstags und freitags von 10 bis 14 Uhr. Viele Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Initiativen haben die Aktion seit April mit Geld- und Sachspenden unterstützt. Die Tüten werden im Kaufhaus abgegeben bei Saskia Herzhof, Eric Klein und Hermann Gipperich von der Caritas-Wohnwelt oder Gabriele Keller von der BeWo (Betreutes Wohnen).

ekagger.de | jth | Text: Judith Thies | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/J.Thies

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Vor dem Sozialkaufhaus in der Gummersbacher Wilhelmstraße übergab Belma Hadžerić (links) die Taschen an Saskia Herzhof.
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Engagiert und wegen des Corona-Virus auf Abstand: Omar Sabalbal, Flüchtlingsberater der Diakonie (v.li.), Belma Hadžerić, Thomas Ruffler, Peter Rothausen, Saskia Herzhof, Eric Klein, Gabriele Keller und Hermann Gipperich.
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Diakoniepfarrer Thomas Ruffler hängt symbolisch eine Tasche an den Gabenzaun. Die Spendentüten werden inzwischen im Kaufhaus abgegeben und an die Kunden weitergereicht, weil dort der Schutzabstand besser eingehalten werden kann.
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Die Flüchtlingsberatung spendete speziell für Familien mit Kindern Lebensmittel und Hygieneartikel. "Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind alles Gute. Bleiben Sie gesund", steht auf einem Begleitbrief.