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Diakonie Nümbrecht feiert 15-jähriges Bestehen

| Diakonie

Die Evangelische Kirchengemeinde Nümbrecht und die Diakonie Nümbrecht gGmbH feierten das Jubiläum im Gemeindehaus mit vielen Gästen.

Voller Dankbarkeit sieht die Evangelische Kirchengemeinde Nümbrecht auf 15 erfolgreiche Jahre der Diakonie Nümbrecht zurück. Um dieses Jubiläum würdig zu feiern haben Anja Köhler, Geschäftsführerin der Diakonie, Pfarrer Matthias Köhler und Bürgermeister Hilko Redenius heute im Gemeindehaus der evangelischen Kirche zu einem Kaffeetrinken eingeladen.

Bereits seit 1989 ist die Gemeindepflege der Kirchengemeinde Nümbrecht eine Herzensangelegenheit. In diesem Jahr wurde Beate Lütgebüter als Gemeindeschwester verpflichtet. Damals wurde die Gemeindepflege über die neu gegründete Diakonie Waldbröl für das Versorgungsgebiet Reichshof, Waldbröl und Nümbrecht organisiert. Sie lösten damit die traditionelle Arbeit der Diakonissen ab. Für Nümbrecht waren drei bis vier Kolleginnen zuständig, die von der Kirchengemeinde, den Kommunen und vom Land finanziert wurde.

Für die Patienten war dieser Service kostenlos. Die Gemeindeschwestern unterstützen meist die Familien bei der Pflege von kranken Angehörigen. Dies änderte sich 1995 grundlegend mit der Einführung der Pflegeversicherung. Auf einmal gab es Geld im System, mit dem Leistungen der Pflege gekauft werden konnten. Die ersten privaten Anbieter gründeten sich und für die Gemeindepflege bedeutete es, dass sie sich im Wettbewerb befanden, wirtschaftlich denken mussten und dennoch diakonisches Handeln gewünscht war.  Gleichzeitig wurden die gesetzlichen Anforderungen an Professionalisierung erhöht.

Station im ehemaligen Waisensaal

Am 1. April 2003 hat es die ev. Kirchengemeinde Nümbrecht gewagt, mit viel ehrenamtlichem Engagement und finanzieller Unterstützung eine eigene Diakoniestation zu gründen. Sie trat nicht dem Verband der Diakonie an der Agger bei, sondern wollte eigenständig sein. Die Nähe und Verbundenheit zur Kirchengemeinde war ihr schon damals wichtig. Die Station fand mitten in Nümbrecht ein neues Heim im ehemaligen Waisensaal, wo noch heute die Geschäftsräume sind.

Diakoniestation bildet auch aus

So begann die Station mit 35 Patienten und 9 Mitarbeiterinnen. Elf Jahre war Pfarrer Michael Ebener als Geschäftsführer tätig und leitete mit Unterstützung des Diakonieausschusses die Geschäfte. Die wachsende Station und die massiv steigenden gesetzlichen Anforderungen machten ein Umdenken notwendig. Es wurde entschieden, eine gemeinnützige GmbH zu gründen. Zum 1. Juli 2014 wurde Anja Köhler als Geschäftsführung verpflichtet.

Auch dieser Schritt war gesegnet, denn seitdem ging das Wachstum weiter. Es wurde begonnen auszubilden, so dass die Diakonie Nümbrecht bereits jetzt den ersten Auszubildenden als Pflegefachkraft beschäftigen kann. Als komplementärer Dienst wurden die Hauswirtschaft und Betreuung ausgebaut.

Insgesamt besteht das Team mittlerweile aus 20 Pflegekräften, fünf Hauswirtschafts- und Betreuungskräften und zwei Auszubildenden. Sie alle helfen heute bei der Versorgung von mehr als 120 Pflegebedürftige an 365 Tagen im Jahr.

www.ekagger.de | jth | Fotos: Diakonie Nümbrecht/Wolfgang Grümer, www.gruemerfoto.de

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Das Team der Diakonie Nümbrecht versorgt die mehr als 120 Klientinnen und Klienten 365 Tage im Jahr.
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Im evangelischen Gemeindehaus gab es ein festliches Kaffeetrinken mit den Pfarrern, Bürgermeister Hilko Redenius und vielen Gästen.
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Anja Köhler leitet die Diakonie Nümbrecht mit Elan und Erfolg. Sie begrüßte die Gäste im vollbesetzen Saal.
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Hilko Redenius grüßte im Namen von Rat und Verwaltung. Er sieht die Diakonie als wichtigen Kooperationspartner in Nümbrecht.
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Musikalisch begleitet wurde der Jubiläumstag von Christa Simon und Anita Kellner aus dem Pflegeteam sowie von Irma Jung, der früheren Organistin der Gemeinde.
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Wilfried Völzke, Mitglieder der Gesellschafterversammlung, berichtete von der Entstehung der Gemeindearbeit.
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Ursel Fischer und Iris Wirth aus dem Pflegeteam begeisterten mit einem Sketch im „Oberbergische Platt“.