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Andacht: Dazugehören

| Andacht

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Eph 2,19. Die Andacht zum Wochenspruch von Krankenhausseelsorgerin Gabi Bach.

Manche von uns sind trotz Corona in den Urlaub gefahren. Haben das Weite gesucht und erleben sich gerade als Gäste und Fremdlinge. Und, wie ist das für Sie, woanders zu sein, fremd zu sein?

Ich finde das sehr spannend, ich bin neugierig auf andere Orte und Menschen,  und so bin ich froh, dass auch in diesem Corona-Sommer ein Urlaub in der Fremde möglich ist.

Allerdings bin ich doch immer nur kurz unterwegs und habe ja inzwischen einen Ort, den ich mein Zuhause nennen kann. Einen vertrauten Ort, wo ich entspannen kann, wo ich die Sprache verstehe und spreche, wo ich mich auskenne, wo ich hingehöre und Menschen mich akzeptieren.

Was aber, wenn ich das alles nicht hätte? Also permanent fremd wäre, immer Außenseiterin, immer am Rand, immer das Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören, anders zu sein, womöglich rechtlos und nicht willkommen zu sein? Das muss schlimm sein.

 Im zweiten Kapitel des Epheserbriefs, aus dem unser Wochenspruch stammt, geht es um das Privileg, dazugehören zu dürfen. Vollwertiger Teil der Gemeinschaft um Gott zu sein. Damals richtete sich dieser Vers an die „Heiden“, die „Unbeschnittenen“, die nicht zum Volk Israel gehörten und trotzdem zu Gott gehören wollten.  Durch Jesus Christus haben sie nun auch einen Platz im großen Haus Gottes mit den vielen Wohnungen bekommen. Also hören sie nicht nur ein: „Fühlt euch wie zuhause!“ (was schon gut gemeint ist, aber letztlich ja doch nicht klappt) sondern ein klares: „Willkommen! Das ist jetzt auch Euer Zuhause!“

Ihr gehört dazu. Das ist für alle Fremden und alle, die sich fremd fühlen, eine gute Nachricht. Diese friedenstiftende, gemeinschaftsfördernde Kraft des Christentums ist doch etwas ganz Großes, finde ich!

Bis heute.

Amen

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Dazugehören - auch in Israel ...