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74. Landessynode 2021 beendet: "Viele Anregungen für die Zukunft unserer Kirche"

| Kirchenkreis

Die Wahl des künftigen Präses war sicherlich der spannendste Punkt  auf der Landessynode. Auch in anderen Feldern gab es zukunftsweisende Beschlüsse.

Die 74. Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ist beendet.
Einen kompakten Überblick über die Wahlen, Themen und Beschlüsse der Synode, die erstmals als Videokonferenz tagte, finden Sie in Form einer PDF-Datei im Heft synode.info zur Landessynode 2021

Im Internet finden Sie die Nachrichten von der Landessynode unter www.ekir.de/landessynode.

Pfarrer Michael Kalisch (Wiedenest) vertrat zum dritten Mal den Kirchenkreis An der Agger auf der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Er ist Mitglied im Ständigen Ausschuss für öffentliche Verantwortung. Er sprach von "fünf intensiven und konzentrierten Tagen am heimischen PC". Neben den Schwerpunkten -  Kirchenleitungswahlen, die künftige Gestalt der rheinischen Kirche in einer sich verändernden Gesellschaft, die Themen Friedensethik, Schöpfungsbewahrung und Flüchtlingsschutz, innerkirchliche Reformen und Finanzentscheidungen - freut ihn besonders, "dass die Synode uns als Kirche beim Klimaschutz noch stärker in die Pflicht nimmt".

Mit großer Mehrheit beauftragten die Synodalen die Kirchenleitung, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die ein einheitliches Energiecontrolling und die Erstellung von Gebäude-Energieberichten mit bestimmten Mindestanforderungen auf allen kirchlichen Ebenen gewährleisten. "Es geht letztlich darum, den Energieverbrauch zu senken, leicht messbare Paramter zur definieren sowie festzulegen und möglichst Klimaneutral zu werden."

Stephanie Schönborn (Derschlag) arbeitet mit im Ausschuss für Erziehung und Unterricht und im Nominierungsausschuss. Sie war vor zwei Jahren bei der Jugendsynode 2019 dabei und freut sich sehr, dass sich die Landessynode im Nachgang zur Jugendsynode verjüngt hat und in allen ständigen Ausschüssen nun junge Menschen mitarbeiten. In der Kirchenleitung wirkren nun außerdem Lisa Marie Appel und Lukas Schrumpf mit als Vertreter der jungen Generation. "Gemeinsam mit der Kirchenordnungsänderung, die Jugendbeteiligung in Presbyterien und Jugendausschüssen festschreibt, konnte hier viel erreicht werden."

Wichtig findet Stephanie Schönborn, die Situation der Flüchtlinge trotz Corona in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Sie lese die Flüchtlingsberichte seit vielen Jahren. "Es ist ein Trauerspiel, dass sich hier so wenig ändert." 

Es habe auf der Synode - mit den Impulspapieren "Lobbyistin der GOTToffenheit" und "Partizipativ(e) Kirche" - viele Anregungen gegeben, sich mit der Zukunft unserer Kirche auch abseits von Sparprozessen gestaltend auseinanderzusetzen, lobt Stephanie Schönborn. "Darauf freue ich mich und habe Lust das anzugehen." 

www.ekagger.de | jth | Grafik: Uwe Appold 
 

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Die Evangelische Kirche im Rheinland umfasst 37 Kirchenkreise mit 655 Kirchengemeinden. Einer davon ist der Kirchenkreis An der Agger mit seinen 24 Kirchengemeinden.