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Horst Schartenberg wurde am Sonntag unter großer Beteiligung der Gemeinde feierlich verabschiedet.

Der CVJM sang mit Horst Schartenberg nochmals Lieder aus der gemeinsamen CVJM-Zeit.

Österliche Zuversicht stand über der Verabschiedung von Pfarrer Horst Schartenberg. Nach 32 Jahren als Pfarrer im Kirchenkreis An der Agger geht er nun in den Ruhestand. Für ihn und seine Frau Gudrun geht es weiter in Erfurt. Die beiden wagen dort einen Neuanfang.

 

Der gebürtige Oberhausener fing 1985 als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Ründeroth in Osberghausen an und übernahm am 1.4.1999 auch den Bezirk Ründeroth, nach dem Ruhestand von Pfarrer Peter Manke. Zum Pfarrer wurde Schartenberg erst in seiner zweiten Ausbildung, die er nach dem Zivildienst in der Markuskirche in Oberhausen begann. Zuvor hatte er Architektur studiert, was der Ev. Kirchengemeinde Ründeroth beim Bau des Wallefelder Kindergartens sehr zu Gute kam.

Superintendent Jürgen Knabe gab im Gottesdienst am Sonntagnachmittag einen kurzen Rückblick auf einige wichtige Stationen von Horst Schartenberg und dankte ihm für die vielfältigen Dienste – wie beispielsweise 15 Jahre Mitarbeit im Vorbereitungskreis der Pfarrkonvente – im Kirchenkreis An der Agger.

"Wie geht es weiter?", so die Frage der Jünger am See Tiberias, die den auferstandenen Jesus Christus begegneten. Den Text aus Johannes 21, 1-14 nahm Schartenberg als Grundlage für seine Predigt. „Wir nehmen unser Leben wieder selbst in die Hand“, hatten sie gesagt, aber ihre Netze blieben beim Fischen leer. Erst als Jesus ihnen sagt, sie sollten die Netze auf der anderen Seite auswerfen, ist der Fang erfolgreich. Sein Wort wirkt durch ihre Hände hindurch. Schartenberg betonte, dass man die österliche Zuversicht dieser Geschichte mitnehmen solle und das Vertrauen darauf setzen. Dies wünschte er auch der Gemeinde.

Schnellenbachs Pfarrer Henning Strunk, der nun auch den Ründerother Pfarrbezirk betreuen wird, setzte „Lobe den Herrn meine Seele“ als Motto über die Verabschiedung. Er dankte für die Segensspuren, die Schartenberg hinterlassen hat und sprach ihm Segen zu für den neuen Lebensabschnitt.

Herzliche Verabschiedung beim Gemeindeempfang

Ein buntes Kaleidoskop an Grußworten und Rückmeldungen gab es beim anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken im voll besetzten Gemeindesaal in Ründeroth. Bürgermeister Dr. Gero Karthaus verglich seine Arbeit mit der des Pfarrers – beide müssten unter anderem Schlaglöcher beseitigen. Schartenberg habe Vielen durch Lebensschlaglöcher geholfen und als eine Art Navigationsgerät den Menschen den Weg gezeigt.

Kreisdechant Christoph Bersch bedankte sich für den Dienst im geschwisterlichen Miteinander und für die vielfältigen Früchte in der Ökumene in der Gemeinde Engelskirchen und Ründeroth. Zwei Chöre hatten sich extra für die Verabschiedung gebildet. Im Gottesdienst sang ein großer ökumenischer Chor unter der Leitung von Manfred Schwarz „Meine Zeit steht in deinen Händen“ und als besondere Überraschung am Schluss „Klänge der Freude“ von Edward Elgar.

Im Gemeindesaal präsentierten Sänger aus den Reihen des CVJM Persönliches  und Schartenberg spielte dazu Gitarre. Eine neue Gitarre wird er sich nun für den neuen Lebensabschnitt in Erfurt zulegen – Pfarrer Henning Strunk überreichte ihm im Namen der Gemeinde einen finanziellen Grundstein dafür.

Ehefrau Gudrun, die in der Hospizarbeit tätig ist, betonte hinsichtlich des Ortswechsels der beiden, dass man "abschiedlich leben" müsse. Beide freuen sich auf Besuche von Gemeindemitgliedern in Erfurt. Nicht zuletzt, weil die Söhne Andreas und Henning im Oberbergischen bleiben, versprachen Schartenbergs, doch des Öfteren wieder nach Ründeroth zu kommen.

 

www.ekagger.de  | jth | Text und Fotos: Vera Marzinski