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Superintendent Jürgen Knabe (4. von rechts), die Mitglieder der AG Reformationsjubiläum und die Sponsoren freuen sich auf ein reiches Festprogramm im Jubiläumsjahr.

Superintendent Jürgen Knabe zitierte Luther: "Das ganze Leben soll Buße sein." Der Mensch solle sich immer in Frage stellen lassen. Und: "Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer."

Frank Grebe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt, sprach für die Sparkassen, die das Reformationsjubiläum als Sponsoren unterstützen. Auch die Sparkassen blicken zurück auf eine 200-jährige Geschichte.

Frank Rötter, Geschäftsführer der Aggerenergie: "Ich bin begeistert von dem, was Sie hier vorgestellt haben."

Zu den Sponsoren gehören auch der Naturpark Bergisches Land, vertreten durch Inga Dohmann (rechts), und die Kreissparkasse Köln, vertreten durch Benno Wendeler (2.v.re.).

Beim Presseempfang im Landhaus Wirth in Marienheide gab es den Jubiläumskalender mit Terminen zum Reformationsjubiläum druckfrisch auf den Tisch.

Kreiskantor Hans-Peter Fischer gab Lukas Hanke von Radio Berg Auskunft über die großen Synodalkonzerte zum Reformationsjubiläum am 17. und 18. Dezember und das weitere reichhaltige Musikprogramm im Jubiläumsjahr.

Besinnungsweg, Lutherbäume, Konzerte, Gottesdienste und vieles mehr – das Reformationsjahr prägt den Evangelischen Kirchenkreis An der Agger in den nächsten Monaten. Beim Jahrespresseempfang 2017 wurde der neue Jubiläumskalender vorgestellt.

Kirchenkreis An der Agger/Marienheide. Klarer Schwerpunkt der nächsten Monate: Feierlichkeiten zum Reformationsjahr und zum Kirchenkreis-Jubiläum. Denn die evangelischen Christen feiern überall ihr gemeinsames 500. Jubiläum: 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Wittenberger Kirchentür – das Jahr bis zum 31. Oktober 2017, dem Reformationstag, ist darum gefüllt mit mehr als 60, auch mehrtägigen Veranstaltungen rund ums Thema.

„Ich bin sehr dankbar für die Kreativität in den Kirchengemeinden“, betonte Superintendent Jürgen Knabe beim Jahrespresseempfang in Marienheide vor Vertretern der Medien, an dem auch Vertreter der örtlichen Sponsoren des Festprogramms teilnahmen. Ein so umfangreiches Programm über das ganze Jahr hinweg sei ohne die Gemeinden und die vielen Ehrenamtlichen nicht zu stemmen. Knabe erläuterte den Zusammenhang zwischen Reformationsjubiläum und dem 200jährigen Bestehen des Kirchenkreises: Nachdem 1555 im Augsburger Religionsfrieden festgelegt worden sei, dass jeder Fürst die Religion seiner Untertanen selbst bestimmen könne, sei 1817 der Kirchenkreis An der Agger als „Kirchenkries An der Acher“ gegründet worden. 34.000 Mitglieder hatte der Kirchenkreis und bestand aus 12 lutherischen Gemeinden und fünf reformatorischen Gemeinden.

Ökumene: „Wir feiern gemeinsam Reformation“

Damals ging es noch um die Trennung von evangelischen und katholischen Christen, heute suchen beide Kirchen Gemeinsamkeiten. Ökumenische Veranstaltungen gehören nicht nur im Jubiläumsjahr selbstverständlich zum Kanon des Feierprogramms. „Wir feiern gemeinsam Reformation“, sagte Superintendent Knabe. Kreisdechant Christoph Bersch und er bieten im nächsten Jahr eine Reise zu den Stätten der Reformation an. Es wird wieder einen großen ökumenischen Pfarrkonvent geben. Beim Kreiskatholikentag im November zum Thema Reformation sei die evangelische Kirche ganz selbstverständlich mit eingebunden gewesen.

Glauben-ist-Zukunft.de

Klaus Dripke, Mitglied des Kreissynodalvorstands, stellte die Internetseite Glauben-ist-Zukunft.de vor, auf der laufend die Veranstaltungen zum Reformationsjahr vorgestellt und aktualisiert werden. „Die Veranstaltungen hören nicht auf, geplant zu werden“, sagte Dripke.

Insgesamt haben die Gemeinden und ein Vorbereitungsteam aus dem Kirchenkreis ein Programm zusammengestellt, das im gesamten Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland beispielhaft ist. Mediengestalter Klaus Dripke stellte die druckfrische Broschüre, den Jubiläumskalender vor, in dem rund 60, zum Teil mehrtägige Veranstaltungen dargestellt werden

Darunter sind vier Studienreisen, der 97. Posaunentag der Oberbergischen Posaunenvereinigung, die klassischen Gottesdienste, Wanderungen, Vortragsveranstaltungen, konzertante Höhepunkte und vieles mehr.

Musikalisches Festprogramm

Das Programm ist prallgefüllt – Bibelmarathon, Kinderferienwoche, Glaubenskurse zählen dazu genauso wie auch überregional bedeutende Angebote – zum Beispiel, die musikalischen Höhepunkte, die Kreiskantor Hans-Peter Fischer vorstellte:

  • am 17. und 18. Dezember die großen Weihnachtskonzerte in Gummersbach und Waldbröl. 150 Chorsänger bilden den „größten Chor, der je im Kirchenkreis gesungen hat“, sagte Fischer
  • am 3. März das Musikprojekt HipHop und Orgel in Dieringhausen
  • am 6. und 7. Oktober 2017 die Aufführung des Pop-Oratoriums Luther (gemeinsam mit dem Musical Projekt Oberberg)

Zentralveranstaltung am 24. September 2017

Zum Programm gehören auch

  • am 24. September die Zentrale Festveranstaltung im Gummersbacher Bühnenhaus, das von Frank-Michael Rommert organisiert wird. Er stellte das Programm vor, zu dem ein Gottesdienst mit Predigt von Präses Manfred Rekowski gehört, ein Kinderprogramm mit Harry Voss und ein Bühnenprogramm, das der Frage nachgeht: Auf welche Weise ist der Glaube heute aktuell? Wie wirkt Glaube heute?
  • mittelalterliche Märkte zum Beispiel in Drabenderhöhe, Wipperfürth und Gummersbach
  • und etliches mehr

Pfarrer Michael Striss nannte die Vielzahl der Veranstaltungen einen Beleg für einen sehr lebendigen Kirchenkreis. Insgesamt seien es bis jetzt mehr als 80 Veranstaltungen, die zum Teil schon im September dieses Jahres stattfanden. Offiziell begonnen hat das Reformationsjahr kurz vor dem Reformationstag am 31. Oktober mit dem Abend der Presbyterien, auf dem ein Kammermusical über Luthers Ehefrau Katharina von Bora zu sehen war.

Manch ein Programmpunkt wird langfristig Wirkung zeigen – so verteilte der Kirchenkreis an seine Gemeinden vor einigen Wochen zur Kreissynode an die 60 Apfelbäume. In acht bis zehn Jahren werden die Bäume Früchte tragen und als Lutherbäume immer wieder an die Reformation erinnern. Eröffnet wird im folgenden Jahr zudem ein Besinnungsweg bei Lieberhausen, der eine Wanderung mit meditativen Elementen auf rund elf Kilometern ermöglicht.

Regionale Sponsoren unterstützen das Reformationsjubiläum

Dies alles wird der Kirchenkreis realisieren können, weil er auf zahlreiche Helferinnen und Helfer in den Gemeinden zählen kann, auf die Unterstützung der Evangelischen Landeskirche im Rheinland, die den Kirchenkreisen auch Finanzmittel zur Verfügung steht. Außerdem engagieren sich in Oberberg namhafte Sponsoren: Der Zweckverband Naturpark Bergisches Land unterstützt gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland die Aktion Lutherbäume, der Verein zur Förderung der Kultur in Gummersbach konzertante Veranstaltungen und das gesamte Lutherjahr begleiten die Aggerenergie GmbH und die drei Sparkassen der Region – die Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt, die Kreissparkasse Köln und die Sparkasse der Homburgischen Gemeinden. Beide Institutionen zeigen damit Ihre Verbundenheit zum Kirchenkreis und zur Region.

Aggerenergie-Geschäftsführer Frank Röttger nannte beim Presseempfang die Kirchen „den lebensnotwendigen Kitt der Gesellschaft“. Nach Vorstellung des Jubiläumskalenders sagte er: „Ich bin begeistert von dem, was sie hier vorgestellt haben.“ Die evangelische Kirche leiste einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die soziale, friedliche Gesellschaft. Kirchenkreis wie auch Gemeinden trügen zur Zukunftsvorsorge und zur Bewältigung des demographischen Wandels bei.

Frank Grebe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt, sagte, dass auch die Sparkassen gezielt Gelder für die regionale Förderung einsetztn: „Das Reformationsjahr wird ebenfalls im Rahmen dieses gesellschaftlichen Engagements in vielfältiger Weise unterstützt.“ Jürgen Knabe begrüßte bei Empfang auch weitere Vertreter aus dem Sponsorenkreis, so Inga Dohmann vom Naturpark Bergisches Land, Benno Wendeler, Regionaldirektor Oberberg der Kreissparkasse Köln, Wolfgang Abegg, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse der Homburgischen Gemeinden, und Peter Lenz, Leiter der Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Aggerenergie.

Jubiläen in der Diakonie

Zu feiern gibt es aber noch  mehr im Kirchenkreis. Thomas Ruffler, Assessor und Diakoniepfarrer des Kirchenkreises An der Agger, wies auf zwei besondere Jubiläen innerhalb der Diakonie des Kirchenkreises hin: 25 Jahre Telefonseelsorge und 30 Jahre Flüchtlingsberatung. In der Telefonseelsorge arbeiten bis zu 50 Ehrenamtliche unter der Leitung von Pastorin Christa Dresbach-Schnieder. Sie alle kümmern sich um rund 11.000 Anrufe pro Jahr. Ein zweijähriger Kurs für neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wird im Jubiläumsjahr 2017 abgeschlossen. Das Jubiläum der TelefonSeelsorge wird gefeiert mit einem Gottesdienst und einer Feier für die Ehrenamtlichen am 24. März 2017

Mit 30 Jahren Flüchtlingsberatung ist der Kirchenkreis einer der beständigsten Partner zur Integration der Menschen, die vor Tod und Terror flüchten müssen. Die drei Mitarbeiter unter der Leitung von Belma Hadzeric betreuten allein im Jahr 2016 rund 880 Menschen (hauptsächlich aus Syrien). Die Mitarbeiter seien in Zeiten wie den heutigen bis ans Äußerste gefordert, sagte Thomas Ruffler. Im Oktober feiert die Beratungsstelle 30jähriges Bestehen.

Diese beiden Aktivitäten stehen beispielhaft für die Arbeit der Diakonie, dem Dienst am Menschen, dem die evangelische Kirche seit Luthers Zeiten verpflichtet ist.

 

Jubiläumskalender

Den 60-seitigen Jubiläumskalender finden Sie zum Download hier.

 

 

Medienecho zum Jahrespresseempfang

"Veranstaltungs-Marathon dank Doppel-Jubiläum", Oberberg Aktuell, 13.12.2016

"Reformationskalender: Kirchenkreis stellt 60-seitiges Programmheft vor", Oberbergische Volkszeitung und Oberbergischer Anzeiger, 14. 12. 2016

 www.ekagger.de | jth, psch | Fotos: Harald Hüster