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ORDINATION Jochen Nicodemus: "Gottes Wort ist unser Leitstern"

Der Denklinger Presbyter Jochen Nicodemus wurde von Superintendent Michael Braun in einem Festgottesdienst als Prädikant ordiniert

Der Glaube trage ihn durch sein Leben, ist Jochen Nicodemus überzeugt. Er sagt: „Ich glaube an einen zugewandten Gott, der mich stets begleitet, mit dem ich in jeder Situation Zwiesprache halten kann.“ Dieses anhaltende Gespräch begleite ihn im Alltag und sei Kraftquelle, sagte der Dickhausener, der gerade durch den Superintendenten des Kirchenkreises An der Agger, Michael Braun, in der Denklinger Kirche als Prädikant ordiniert wurde.

Im Festgottesdienst, musikalisch beeindruckend getragen von Judith Fritsch am Klavier und den Sängerinnen Laura Diederich sowie Vivienne Adolphs, ließ Pfarrer Michael Braun, Superintendent des Kirchenkreises An der Agger, in seiner Ordinationsansprache die Lebensstationen von Jochen Nicodemus Revue passieren. Dabei erinnerte er daran, dass der 57-Jährige durch seine Eltern in die evangelische Kirche hineinwuchs und so schon früh tiefe Wurzeln im Glauben bilden konnte. „Jochen Nicodemus hat mir erzählt, dass er in Denklingen eine tolle Jugendarbeit erleben durfte“, berichtete der Theologe und verriet, dass Nicodemus nach dem Abitur vermutlich der „einzige Student des Bauingenieurwesens seines Jahrgangs war, der auch theologische Vorlesungen hörte“. Heute ist der Oberberger Presbyter seiner Gemeinde. Seit 2016 engagiert er sich zudem im Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises.

 

Fan von Jesaja 

 

Der Satz ,Gottes Wort ist unser Leitstern‘ habe Jochen Nicodemus begleitet – auch auf seinem Weg zum Prädikanten, der durch den Denklinger Pfarrer Stefan Fritsch als Mentor begleitet wurde. Jesaja sei zu Nicodemus‘ Lieblingspropheten geworden, verriet der Superintendent außerdem. Das sei nur folgerichtig: Jesaja spricht davon, das Wort Gottes mit feurigem Herzen zu verkünden, es als reinigende Kraftquelle zu verstehen. Und das sei genau das, was der neue Prädikant nun, nachdem er den Segen erhalten habe, tun werde: „Er wird ein Botschafter an Christi Statt sein.“

Der frisch Ordinierte allerdings nahm in seiner Predigt nicht Bezug auf Jesaja, sondern auf eine Kernstelle des Neuen Testaments im Markusevangelium: das Gebot, den Nächsten zu lieben wie sich selbst und Gott mit Herz, Seele und aller Kraft anzunehmen.

 

Wir können lieben, weil Gott uns liebt

 

„Dieser Text bindet uns an Gott und gibt uns zugleich maximale Freiheit. Denn er zeugt uns, dass wir uns an weltliche Dinge wie Konsum nicht binden müssen.“ Es seien ungemein tröstliche Worte, denn: „Diese Verse geben uns die Gewissheit, dass wir einen direkten Zugang zu Gott haben.“ Voller Zuversicht dürften wir sicher sein: "Wir können lieben, weil Gott uns liebt."

Mit einem Empfang im benachbarten Gemeindehaus und fröhlichen Gesprächen klang der Vormittag des Festgottesdienstes schließlich aus.

 

www.ekagger.de | jth | Text: Katja Pohl | Fotos: Kirchenkreis An der Agger/Matthias-Sven Pohl

Jochen Nicodemus im weißen Talar sagte in seiner ersten Predigt als neuer Prädikant: "Ich glaube an einen zugewandten Gott, der mich stets begleitet, mit dem ich in jeder Situation Zwiesprache halten kann."

Jochen Nicodemus wurde von Superintendent Michael Braun, mit dem er im Kreissynodalvorstand zusammenarbeitet, ordiniert. Als Prädikant wird er künftig selbstständig Gottesdienste leiten und Amtshandlungen wie Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen durchführen

Ein musikalischer Segen von Laura Diederich und Vivienne Adolphs

Vor der evangelischen Kirche in Denklingen: Stefan Fritsch (von links), Elke Blasberg, Jochen Nicodemus und Michael Braun