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GEISTLICHE NOTIZ Seelsorge 24/7

Direkt von der digitalen Landessynode: Pfarrer Michael Kalisch über Seelsorge und den "ICH BIN für Dich da"

Montag, 17.01.22, 18:30 Uhr - - - Ausschuss für Öffentliche Verantwortung - - -

Mein Synodenausschuss beschäftigt sich intensiv mit der „Perspektivschrift zur Zukunft der Seelsorge in der Evangelischen Kirche im Rheinland“.

Über einen Leitsatz darin stolpere ich besonders: „Wer Du auch bist, was Du auch erlebst, was Du auch durchmachst: wir sind für Dich da!

Ist das nicht ein viel zu vollmundiges Versprechen der Kirche? Quasi eine „ADAC-Seelsorge“ mit dem Anspruch, dass wir 24/7 für jeden erreichbar sind?

Dienstag, 18.01.22, 12:30 Uhr - - - Pause im Ausschuss für Öffentliche Verantwortung - - -

Ich lese den Predigttext für kommenden Sonntag. In Matthäus 8,5-13 sowie den rahmenden Erzählungen begegnet Jesus unterschiedlichen Personen: Er heilt einen Menschen, wendet sich einem Fremden zu, macht einen Hausbesuch, begleitet Menschen im Sturm, vertreibt böse Geister, spricht von Schuld los und ruft einen Menschen in seine Nachfolge. Zu Jesus und den Erzählungen passt der obige Leitsatz: „Wer Du auch bist, was Du auch erlebst, was Du auch durchmachst: Ich bin für Dich da!

Mein erstes, stolperndes Hören von gestern bekommt einen anderen Klang.

In einer Seelsorge in der Nachfolge Jesu geht es nicht darum, rund um die Uhr für andere da zu sein. Vielmehr geht es um die Gewissheit: Der „ICH BIN für Dich da“ ist gegenwärtig, wenn wir besuchen, helfen, trösten, begleiten, dunkle Gedanken vertreiben, von Schuld lossprechen und für Menschen einfach da sind. Menschen dürfen in der Seelsorge erleben und sich vergewissern: Gott istfür Dich da! Und das tatsächlich 24/7.

 

Michael Kalisch ist Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Wiedenest und Delegierter des Kirchenkreises An der Agger bei der Landessynode 

Foto: Stephanie Schönborn 

LANDESSYNODE 2022 Wir lassen die Menschen nicht allein 

Pfarrer Michael Kalisch im evangelischen Gemeindehaus Wiedenest - hier war viel Platz für die oberbergischen Landessynodalen bei der zweiten digitalen Synode der rheinischen Kirche

Michael Kalisch (re.) hatte die anderen Delegierten, Ekkehard Giehl (v.re.), Michael Braun und Stephanie Schönborn, ins Wiedenester Gemeindehaus eingeladen zum gemeinsamen Arbeiten. Die Landessynode tagte zum zweiten Mail per Videokonferenz.