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GEISTLICHE NOTIZ Hallo Mister Gott

Die Landessynodale Stephanie Schönborn macht einen Vorschlag für die Gremienarbeit 

„Wir sperren auch ihn (Mr. Gott) in kleine Schachteln.“

„Bestimmt nicht.“

„Doch, die ganze Zeit. Weil wir ihn gar nicht wirklich lieben. Die Maus gestern hab ich auch aus der Mausefalle rausgelassen, weil ich sie lieb hab. Und auch Mr. Gott müssten wir rauslassen, auch aus der Kirche.“

Dieser kurze Dialog aus dem Buch „Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna“ von Fynn bewegt mich immer wieder.

Sperren wir Gott vielleicht wirklich in kleine Schachteln? Begrenzen wir seine Grenzenlosigkeit mit unseren Ordnungen?

Zwischen Gemeindezugehörigkeitsgesetz und Lebensordnung scheint manchmal wenig Platz für Gottes Liebe und Leichtigkeit.

So wichtig Regelungen für ein gelingendes Zusammenleben sind, scheinen wir uns allzu oft in ihnen zu verlieren und uns als Kirche vor allem um uns selbst zu drehen.

Um das zu verhindern und Gott nicht aus seiner Kirche „befreien“ zu müssen, schlage ich vor, dass wir uns in Gremien aller Art fragen:

„Was würde Gott sagen, wenn er jetzt hier säße?“

Wahrscheinlich wäre er gar nicht dort, sondern an den Hecken und Zäunen unterwegs bei den Menschen. Und vielleicht sollten wir alles daran setzen, es ihm gleich zu tun.

„Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.“ (1. Johannes 3, 18)

Das Original "Mister God, this ist Anna" des irischen Autors Fynn erschien 1974. 

 

Video: Stephanie Schönborn auf der Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland 2019

Stephanie Schönborn ist als Landessynodale Mitglied im Nominierungsausschuss und im Ständigen Ausschuss für Erziehung und Bildung. 

www.ekagger.de | jth | Fotos: Axel Johanßen, privat  

Stephanie Schönborn ist Lehrerin und ehrenamtliches Mitglied der Kreissynode und der Landessynode.

2019 hat sie auf der ersten Jugendsynode der rheinischen Kirche einen Vortrag gehalten.