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Synodalversammlung mit Präses Dr. Thorsten Latzel

Kirche nach Corona als Ort der Hoffnung: Re-Start, Neustart, Integration. Wie kann die Kirche der Zukunft ausssehen? Wie ist die Stimmung vor Ort? Die Synodalversammlung diskutiert darüber am kommenden Freitag 

Anstelle einer Sommersynode lädt der Kirchenkreis An der Agger seine mehr als 100 Kreissynodalen zu einer digitalen Synodalversammlung ein am Freitag, 11. Juni 2021, 17 bis ca. 19.30 Uhr. 

Der Kirchenkreis freut auf den virtuellen Besuch des neuen rheinischen Präses. "Kirche der Zukunft" ist der Titel des Impulsreferats von Dr. Thorsten Latzel, seit April 2021 leitender Geistlicher der Evangelischen Kirche im Rheinland. Thorsten Latzel bereist zurzeit die rheinische Landeskirche mit ihren 37 Kirchenkreisen. Sein Weg führt ihn nun digital in den Kirchenkreis An der Agger.

In dieser Zeit, in der die Gesellschaft vor immensen Aufgaben stehe, lautet seine Kernfrage: „Was können wir tun, um Menschen in ihrem Leben und Glauben zu stärken?"  Aufgabe der Kirche sei es, Ort der Hoffnung für die Welt zu sein: „Unsere Aufgabe ist es, die zu werden, die wir immer schon sind: Kirche Jesu Christi, eine welt- und zukunftsoffene Gemeinschaft mit einem freien Glauben, eine Kirche, die nicht versucht, überall alles zu sein, aber: Salz der Erde und Licht der Welt. Wir sind eine Kirche, die mit ihren eigenen Ressourcen ebenso haushält wie mit der uns anvertrauten Schöpfung, eine Kirche, die den Nöten unserer Gesellschaft begegnet, indem sie heilsam Gott zur Sprache bringt und eine Kirche, die sich selbst immer wieder davon überraschen lässt, was Gott noch Großes mit uns vorhat.“

Vier Schlaglichter aus den Kirchengemeinden

Im Kirchenkreis An der Agger hat sich das Gemeindeleben in den vergangenen 15 Monaten stark verändert. Was wird davon bleiben? Unter dem Stichwort "Kirche nach Corona: Re-Start, Neustart, Integration" gibt es Schlaglichter aus vier der 24 Kirchengemeinden des Kirchenkreises. Wie kann ein Neubeginn nach der mehrmonatigen Phase des "anderen Gemeindelebens" aussehen? Wie sieht die Zukunft einer Kirche aus, die auch künftig nur hybrid sein kann: gleichermaßen zuhause in der analogen Welt und im Digitalen.

Das Gesicht der Kirche 2030

Ein Programmpunkt sind Informationen über den Einstieg in den Pfarrstellenentwicklungsprozess. Die Pfarrstellensituation im Kirchenkreis wird sich bis 2030 und darüber hinaus deutlich verändern. Statt der bisher 34 Pfarrstellen wird es nur noch 26 geben. Dadurch steht der Kirchenkreis insgesamt vor großen Veränderungen in den nächsten zehn Jahren. Am 28. August beginnt mit einer Auftaktveranstaltung in Engelskirchen-Schnellenbach der Prozess "Pfarrstellenkonzeption 2030". Dahinter verbirgt sich ein neues Denken über Gemeindeaufgaben und Strukturen. Wer macht was mit welchen Mitteln?

Die Kernbotschaft und die Aufgaben sind klar: Auch mit abnehmender Zahl der Pfarrstellen bis ins Jahr 2030 wird die Kirche weiterhin ihren diakonischen Auftrag erfüllen und sich für die Rechte der Schwächeren in der Gesellschaft einsetzen. Sie wird für die Einzelnen seelsorglich da sein. Sie wird sich gemäß  ihres Bildungsauftrags in der Welt zu Wort melden. Um diese Aufgaben erfüllen zu können und mehr Menschen zu erreichen, werden auch in den Kirchengemeinden andere Berufsgruppen wie Gemeindereferentinnen und -referenten und Diakone stärker eingebunden werden können.

Mit der Idee der Kooperationsräume war der Kirchenkreis An der Agger schon vor Jahren Vorreiter für die gesamte rheinische Landeskirche. Superintendent Michael Braun: „Wir werden den Pfarrstellenentwicklungsprozess mit hoher Energie angehen, viele Ideen prüfen und belastbare Strategien festlegen. Wir wollen Veränderung und Christentum lebendig gestalten. Wir können Kirche der Zukunft sein.“

 

Ablauf der Synodalversammlung

 

16.30 Uhr Einloggen und Ankommen

 

17.00 Uhr Andacht (Pfarrer Andreas Spierling)       

 

17.20 Uhr Begrüßung (Superintendent Michael Braun)                

 

17.25 Uhr Vorstellung Präses Dr. Thorsten Latzel

 

17.35 Uhr Thema „Kirche nach Corona: Re-Start, Neustart, Integration“

 

Vier Schlaglichter aus den Gemeinden:

 

Pfarrerin Stefanie Eschbach, Kirchengemeinde Wipperfürth

Pfarrer Gernot Ratajek-Greier, Kirchengemeinde Drabenderhöhe

Pfarrer Maik Sommer, Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide

Gemeindereferentin Karin Thomas (Gemeinsames Pastorales Amt), Kirchengemeinde Holpe-Morsbach

 

17.50 Uhr „Kirche der Zukunft“, Impulsreferat von Präses Dr. Latzel. Rückfragen und Diskussion

 

Informationen aus dem Kirchenkreis:

  • Schutzkonzepte (Pfarrer Thomas Ruffler)
  • Weitere Termine Pfarrstellenkonzeption 2030 (Superintendent Michael Braun)
  • Trägerschaft des Kirchenkreises von sechs Kindertagesstätten (Pfarrer Achim Schneider, Verwaltungsleiter Thomas Hildner)
  • Fundraising im Kirchenkreis (Superintendent Michael Braun)
  • Finanzentwicklung seit Januar 2021 und Umlage ab 2022 (Verwaltungsleiter Thomas Hildner)
  • Verschiebung und Wiederbeginn von Visitationen, Ausschüssen, Kirchensteuerverteilung-AG (Superintendent Michael Braun)

        

Geistlicher Schluss (Superintendent Michael Braun)

 

www.ekagger.de | jth | Foto: Dominik Asbach

 

www.ekagger.de | jth | Foto: Foto: Dominik Asbach. 

Dr. Thorsten Latzel lädt ein, Kirche konsequent von Menschen und Kontakten aus zu denken, nicht von ihren Verwaltungsstrukturen her oder ihren eigenen bisherigen Angeboten. Kirche ist für den rheinischen Präses "Geistliche Herberge und Lebensbegleiterin".