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Den Abschiedsgottesdienst für Aurel Everling (Mitte) leiteten Pfarrer Hermann Bednarek (li.) und Jürgen Knabe (re.), Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger.

Die Gemeinde verabschiedete sich in der voll besetzten Kirche und beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus. Zur Jahrtausendwende regte Everling die Neugestaltung der Prinzipalstücke (Kanzel, Altar und Taufbecken) in der Dieringhauser Kirche an.

Kantor Hans-Peter Fischer an der Orgel und das immer wieder beeindruckende Bläserensemble Tuba Mirum gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

Evangelische Kirchengemeinde Dieringhausen-Vollmerhausen-Niederseßmar hat sich mit einem Gottesdienst von ihrem langjährigen Pfarrer verabschiedet.

Aurel Everling, fast 30 Jahre Pfarrer der Kirchengemeinde Dieringhausen-Vollmerhausen-Niederseßmar, ist in einem Gottesdienst  in der evangelischen Kirche Dieringhausen von seinem Dienst in der ersten Pfarrstelle in der Gemeinde entpflichtet und verabschiedet worden. Er bleibt ordinierter Pfarrer. Die Kirchengemeinde behält eine Pfarrstelle und richtet eine neue Diakonenstelle ein.

"Bei allen Herausforderungen gilt: Gott ist schon da", sagte Superintendent Jürgen Knabe, der die liturgische Entpflichtung übernahm. Er verglich die Situation einer Gemeinde in einer Umbruchsituation mit der Wüstensituation des Volkes Israel. "Auch wir sind auf der Wanderung, auf unbekanntem Terrain und steinigem Weg und wir wandern auch manchmal in schwierigen Zeiten."

In schwierigen Zeiten hatte Aurel Everling vor gut 30 Jahren die Kirchengemeinde in Dieringhausen übernommen. Nach dem Unfalltod seines Vorgängers übernahm er mit seiner Frau die Aufgabe, in Unterstützung des Vollmerhauser Pfarrers Hans Mertens die Gemeinde zu trösten und zusammenzuhalten.

Viele Gäste des Gottesdienstes und des Empfangs im vollbesetzten Gemeindehauses konnte sich an diese schwere Zeit noch erinnern. In den Grußworten galt der Dank Aurel Everling und seiner Frau Dorothee, die sich in dieser Situation in die Gemeinde eingelebt hatten. Drei Töchter kamen in den nächsten Jahren zur Welt. Tochter Nadja sang für ihren Vater ein Lied und spielte dazu Gitarre.

Dorothee Everling, ebenfalls Theologin, hatte auf eine eigene Pfarrstelle verzichtet, wie Aurel Everling ausführte, kümmerte sich um die Familie und baute Gemeindegruppen mit auf. Nach dem Empfang nutzten viele Gemeindeglieder die Gelegenheit, sich noch einmal persönlich von Aurel Everling und Dorothee Everling zu verabschieden.

Der Dank Aurel Everlings galt so auch seiner Familie und seiner Frau als "zweifellos erste Unterstützerin und wichtigste Mitarbeiterin". Er dankte auch den vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden, z.B in den Gottesdiensten, im Besuchsdienst, im CVJM, im Müttertreff und den Frauenkreisen. Namentlich nannte er die Mitwirkenden der von ihm initiierten Gottesdienstreihe "Persönlich-sinnlich-direkt". Im Dezember 2016 war der 100. Gottesdienst in dieser Reihe gefeiert worden.

Viel hat sich in den 30 Jahren entwickelt und konnte auch im Gottesdienst nur angerissen werden: So begeitete Everling den Fusionsprozess mit der damals noch selbstständigen Gemeinde Niederseßmar.  Monatlich führte er Andachten in der Dieringhauser Tagespflege der AWO sowie im Haus Nadler in Niederseßmar ein. Auf Kirchenkreisebene war er zwölf Jahre Synodalbeauftragter für den Kindergottesdienst und seit 2009 Synodalbeauftragter für die Gemeindeaufbau-Initiative „IM AUFBRUCH“. Regelmäßig führte er Glaubenskurse durch, zuletzt auch für Flüchtlinge. Die Teilnehmer des Alphakurses für Flüchtlinge, den er zuletzt angeboten hatte, waren ebenfalls zur Verabschiedung gekommen.

Aurel Everling wurde am 7. Juni 1959 in Dortmund geboren, seine Kindheit verlebte er am Stadtrand von Düsseldorf und in Erkrath, später lebte er bei Hanau am Main. Er studierte in Mainz, Marburg und in Tübingen. Sein Vikariat machte er ab 1985 in Oberwiehl und wechselte von dort Anfang November 1987 nach Dieringhausen. 1988 wurde er in das Pfarramt eingeführt.

 

www.ekagger.de | jth | Text und Fotos: Kirchenkreis An der Agger/J. Thies