Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 18. April 2014:
Losungstext:
Du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen.
Psalm 86,5
Lehrtext:
Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
Lukas 23,46

April-Highlights

Im April bieten unsere Gemeinden einiges an attraktiven Veranstaltungen - Gospel, Frauen, Ostern sind nur einige wenige Themen - schauen Sie rein und lassen sich inspirieren.

Mehr in der Terminübersicht.

 

 


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Mediothek

Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.

Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.

Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr

Online Zugriff

Gemeindeamt

Vor der Platte 1a, 51702 Bergneustadt, Telefon (02261) 41141, Fax (02261) 920159, E-Mail: wiedenest(at)ekir(dot)de

 

Pfarrer

Pfarrer Michael Kalisch, Vor der Platte 1a, 51702 Bergneustadt, Telefon (02261) 41141, E-Mail: michael.kalisch(at)ekir(dot)de, pfarrer(at)kirche-wiedenest(dot)de

 

Gemeindereferent

Roland Armbröster, Telefon (02261) 9699730, E-Mail: gemeindereferent(at)kirche-wiedenest(dot)de 

Die Bundesstraße B55, die vielbefahrene Verkehrsachse durchs Aggertal, führt am östlichen Rand des Oberbergischen Kreises durch die Orte Pernze und Wiedenest, das sogenannte Dörspetal. Sie verbindet nicht nur das „Zentrum“ Wiedenest mit den angrenzenden Orten, sondern führt auch mitten durch den Gemeindesprengel. Rechts und links der Hauptstraße befindet sich ein recht komplettes Angebot an Geschäften, in denen man dann auch die Sprechstundenhilfe von gegenüber und die Verkäuferin von nebenan beim Plausch treffen kann.

Die täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnete Kreuzkirche bietet nicht nur etlichen Besuchern einen bedeutsamen Ort der Kirchenkunst und Geschichte, sondern ist auch vielen Gemeinde­mitgliedern ein wichtiger Platz der Ruhe, Besinnung und Begegnung mit Gott. Foto: Hans-Georg Schruhl

 

Die Evangelische Kreuzkirche Wie­denest, abseits vom eigentlichen Ort auf einem Hangvorsprung im Dörspetal gelegen, schließt sich mit zwei Fachwerkhäusern zu einem der schönsten Kirchspiele des Rheinlandes zusammen. Die Kreuzkirche und das ebenfalls auf dem Gelände liegende Martin-Luther-Haus sind Zentrum des Gemeindelebens der evangelischen Kirchengemeinde. Die auf einer Fläche von gut 20 Quadratkilometern verstreut liegenden kleinen Orte des Dörspe- und Othetales bilden zusammen mit dem Standort Wiedenest die Evangelische Kirchengemeinde Wiedenest.


An der Quelle gebaut
Die Kreuzkirche Wiedenest wurde vermutlich im frühen 12. Jahrhundert als Filiale der Pfarrkirche Gummersbach gegründet. Nach alter Überlieferung brachte ein Kreuzfahrer aus dem Heiligen Land einen Splitter vom Kreuze Christi mit und legte ihn in der Kirche nieder. Somit war sie im Mittelalter dem Heiligen Kreuz geweiht.

Dass die Kapelle in Wiedenest an dieser Stelle im Dörspetal entstand, könnte an einer Verfügung Karls des Großen (785 n. Chr.) liegen, wonach christliche Kirchen an alten heidnischen Kultplätzen gebaut werden sollten. Vermutlich war dies die „heilige“ Quelle nahe der Kirche, deren Wasserstrom in all den Jahrhunderten nicht versiegte und durch deren Wasser „viele wunderbare Curen sollen geschehen sein“, so ein Chronist im Jahre 1755.

1154 löste sich die „capella van Wydenest“ von der Mutterpfarre und erhielt das Recht auf einen eigenen Pfarrer, Taufstein und Friedhof. 1301 wurde die Wiedenester Kirche für mehr als 400 Jahre auch Pfarrkirche der neugegründeten Veste Neustadt, des heutigen Bergneustadt. Diese befestigte Gründungsstadt in unmittelbarer Nachbarschaft von Wiedenest dürfte verhindert haben, dass sich um die Kirche ein Wohnort entwickelte.

Der Turm und das Langhaus der Kreuzkirche stammen aus dem 12. Jahrhundert, Querschiff und Chor sind Erweiterungsbauten des 15. Jahrhunderts. Die neu erbauten Teile finanzierte man unter anderem durch Ablässe. Zahlreiche Stiftungen und Landerwerbungen nach 1455 lassen auf einen beträchtlichen Reichtum der Kirche schließen.


Am Original orientiert
1962 wurde eine umfassende Restaurierung eingeleitet, durch die das Bauwerk sein Aussehen, das es nach Mitte des 15. Jahrhunderts erhalten hatte, so weit wie möglich wiedererlangte. Der besondere Schmuck des Inneren sind die Wandmalereien aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Nach Einführung der Reformation um 1600 waren sie übertüncht und erst 1932 entdeckt, freigelegt und ergänzt worden. Die Ergänzungen wurden bei der Restaurierung wieder entfernt. Zwar sind die Originalmalereien nur fragmentarisch erhalten, dennoch handelt es sich um einen der umfangreichsten Bestände spätgotischer Kirchenmalerei, die sich im Rheinland erhalten haben.

Mit Blick auf die Wandmalereien wurden zu Beginn der 60er-Jahre spätere Emporeneinbauten im Querschiff und der im Bergischen Land übliche Aufbau von Altar, Kanzel und Orgel im Chor beseitigt. Alle Fenster erhielten neue Glasmalereien von Hermann Gottfried, welche die Thematik der mittelalterlichen Bilder fortsetzen. In diesem Sinne sind auch die Ausstattungsstücke aus Bronzeguss zu verstehen, die während der Restaurierung ihren Platz in der Kirche fanden.


Auf Innovation bedacht
Die Evangelische Kirchengemeinde Wiedenest ist eine sehr aktive Gemeinde mit einer missionarisch-diakonischen Prägung. In ihr werden Gastlichkeit, Begegnung, Beziehung und Innovation groß geschrieben. „Wir sind miteinander auf dem Weg, Gemeinde stetig weiter zu entwickeln.“ Was bedeutet: das Bewährte bewahren und fortführen, das als hilfreich Erkannte zu verstärken, das Hindernde und Belastende abzubauen sowie das bisher Übersehene zu erkennen und zu tun.

„Wir träumen eine Kirche, in der sich auch kirchen- und glaubensferne Menschen wohlfühlen, wo sich Begabungen und Talente entfalten können und gefördert werden.“ Somit sind neben den vielen Gruppen, Gottesdiensten, Festen und Angeboten viele innovative Projekte und Aktionen Bestandteil der Wiedenester Gemeinde­arbeit.

Kommunikativer Konfirmanden­unterricht
Im Jahr 2002 starteten die Wiedenester beispielsweise ein neues Konfirmanden-Modell, den Q-Club. Den Veränderungen in Gesellschaft und Familie Rechnung tragend, wurde die bisher eher traditionelle Konfirmandenarbeit gegen eine jugendgemäßere und kommunikativere Form ersetzt.

Während der unverbindlichen „Schnupperphase“, bei der die künftigen Konfirmanden die vielfältigen Angebote der gemeindlichen Jugendarbeit kennenlernen sollen, kann jeder frühzeitig klären, ob er sich auf den einjährigen Q-Club-Kurs verbindlich einlassen möchte. Der Kurs selbst startet mit einem Aktivwochenende, wo neben Kennenlernen besonders Spiel, Spaß, Abenteuer und „Gruppen­findung“ auf dem Programm stehen. Begleitet wird der einjährige Kurs von einem großen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter­team. Die wöchentlichen Kurstreffen befassen sich mit abwechslungsreichen Themen, die sich mit Christsein, Glaube, Gemeinde und dem Menschen auseinandersetzen. In kreativer, spielerischer und dennoch berührender Ernsthaftigkeit werden in Workshops, durch Planspiele sowie bei Stations- und Kleingruppenarbeit Fragen, die bewegen, erörtert, Interesse geweckt und die Q-Clubber herausgefordert.

Erholung für Leib und Seele
Seit 1998 gibt es in Wiedenest das diakonische Projekt „Den Kindern von Tschernobyl“. Schon weit im Voraus werden der Besuch der weißrussischen Gäste geplant und alle notwendigen Voraussetzungen für einen reibungslosen und erholsamen Aufenthalt vorbereitet. Um diese notwendige Auszeit aus der schwer verstrahlten Heimat ermöglichen zu können, sammelt die Initiative jedes Jahr beträchtliche Sach- und Geldspenden. Auch wenn die meist an Leukämie erkrankten Kinder in diesen drei Wochen nicht gesund werden können, so bestätigt sich in der Regel, dass sie mit neu gesammelten Kräften an Leib und Seele weiter den Kampf gegen die Folgen der Katastrophe aufnehmen können.

Sommerfreizeiten
Freizeiten sind Orte, wo sich junge Menschen in Beziehungen wiederfinden. Wo aus verlassenen Winkeln plötzlich Leben bricht, das sich gewaschen hat. Wo Programm von Könnern kommt und Kenner anlockt. Wo man lernt, über sich selbst zu lachen, weil man be­ginnt, über Gott zu staunen. Weil Sommerfreizeit mehr als Tradition ist. Das sind Freizeiten, die ankommen, Erlebnisse, die unvergessen bleiben, Themen, die nicht loslassen und Glaube, der ansteckt und verbindet. Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es die begehrten Sommerfreizeiten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Musik, Musik, Musik
Ob „coole“ Musikprojekte für Kinder, wo sich die heranwachsenden Künstler im Singen, Theaterspielen, Tanzen und Kulissenbauen ausprobieren können, um dann ihr Talent selbstbewusst vor einem großen Publikum zu präsentieren oder bei den großen kirchenkreisweiten Gospelprojekten „JOIN IN“, „JOIN IN-kompakt“ oder dem 2007 in Wiedenest gegründeten „Oberberg Gospel Choir“ – Musik und Evangelium spielen eine große Rolle. Musik erreicht in unvergleichlicher Weise Körper und Seele des Menschen, transportiert Emotionen, zeigt Gefühle und erhöht den Herzschlag.

Glaubenskurse
Christlicher Glaube ist für viele Menschen ins Abseits geraten. Langweilig, nicht alltagstauglich, verkopft und antiquiert erscheint ihnen der von Kirchen und Christen überlieferte Glaube. Kompakte Glaubenskurse, Seminare und Begegnungswochen laden ein, neue und andere Erfahrungen zu machen und Glauben als abenteuerlichen Weg zu Gott, zu sich selbst und zu den Menschen zu entdecken. Bewährte und innovative Kurse und Projekte gehören zum Programm der Wiedenester Gemeinde.

Neue Finanzierungswege
Das vielgestaltige Gemeindeleben und das einzigartige Ambiente des Wiedenester Kirchspiels bedürfen finanzieller Unterstützung. Deshalb gibt es seit einiger Zeit den „Förderkreis Treffpunkt Gemeinde“, deren Förderer im Besonderen die Gemeindearbeit und den Erhalt der Hauptamtlichen-Stellen zum Ziel haben. Außerdem gibt es den „Förderverein Kreuzkirche Wiedenest“, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Wiedenester Kirche und die denkmalgeschützten Gebäude zu erhalten. Beide Vereine tragen dank der Spendenfreude von Gemeindegliedern, Unternehmen und Freunden dazu bei, dass die Evangelische Kirchengemeinde Wiedenest unterwegs zu einer lebendigen, mündigen, zurüstenden und einladenden Gemeinschaft von Christen und Suchenden sein kann.

Roland Armbröster, Gemeinde­referent