Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 19. Juni 2013:
Losungstext:
Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!
Psalm 105,1
Lehrtext:
Paulus sprach: Ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes.
Apostelgeschichte 20,24

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Mediothek

Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.

Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.

Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr

Online Zugriff

Gemeindeamt

Lüdenscheider Str. 17, 51688 Wipperfürth, Telefon (02267) 4398, Fax (02267) 829397, E-Mail: wipperfuerth(at)ekir(dot)de, evkirchengemeinde.wipperfuerth(at)ekagger(dot)de

 

Pfarrer

Pfarrerin Stefanie Eschbach, Paul-Gerhardt-Str. 5, 51688 Wipperfürth, Telefon (02267) 6469669, E-Mail:  Stefanie Eschbach

Ev. Religionslehre am EvB-Gymnasium

Pfarrer Karsten Brücker, Bergstr. 2, 51688 Wipperfürth, Telefon (02267) 4397, E-Mail: Karsten Brücker

 

 

 

Internet

www.ekir-wip.de

 

Die Reformation erreichte Wipperfürth um 1570: Der damalige Priester an der Stadtkirche St. Petrus heiratete und reichte das Abendmahl in beiderlei Gestalt – wie es für die Protestanten typisch war -– also Brot und Wein. Mit dem Einzug der spanischen Heere 1622 „verlagerte“ sich die evangelische Gottesdiensttradition nach Klaswipper/Rönsahl.

Die Evangelische Kirche am Markt wurde am 6. Juni 1877 eigeweiht. Foto: Manfred Feistel

 

Neue Kirche abgebrannt
Nach einem Anstieg des evangelischen Bevölkerungsanteils wurde 1788 eine offizielle Gemeindegründung im Haus des Kaufmanns Johann Reinshagen im heutigen „Haus am Markt“ vollzogen und die Verabredung für den Neubau einer Kirche und der Berufung eines Pfarrers getroffen. 1789 wurde Johann Friedrich Vogt zum ersten Pfarrer in Wipperfürth gewählt. Auch der Grundstein zur Evangelischen Kirche am Markt wurde 1789 gelegt. Kurz nach der Fertigstellung ging sie im großen Stadtbrand von 1795 in Flammen auf. Von dieser ersten Evangelischen Kirche am Markt gibt es keine Bilder. Vermutlich hatte man sich bei der Planung an Kirchen in der Nachbarschaft wie der lutherischen Kirche in Radevorm­wald orientiert.

Wipperfürth und Klaswipper
Der Gottesdienst und der Gemeindesitz wurden nach Klaswipper verlegt, wo 1837 die dortige Kirche eingeweiht wurde. Erst am 6. Juni 1877 konnte am Standort der abgebrannten Kirche unsere heutige Kirche feierlich eingeweiht werden. 1889 bekam die Kirche erste Buntglasfenster – bereits mit dem Bild des sinkenden Petrus im Chorraum. Schon zur damaligen Zeit litt die Kirche immer wieder unter Feuchtigkeitsschäden.
1891 dann wird unsere Gemeinde von Klaswipper unabhängig. Pfarrer Hunke, der bereits 1889/90 Hilfsprediger in Klaswipper war, wurde als Pfarrer gewählt. Noch heute verbindet eine enge Zusammenarbeit die beiden Gemeinden Wipperfürth und Klaswipper.


Zustrom und Aufbau
Die bis zum Zweiten Weltkrieg recht kleine Gemeinde wuchs mit dem Zustrom der Flüchtlinge aus den Ostgebieten und in den letzten Jahren auch durch die Zahl der Aussiedler auf rund 3.300 Gemeindemitglieder.

Die Gründung des Kindergartens direkt nach dem Krieg, die Fürsorge für Flüchtlinge, der Bau des Gemeindehauses, die Zusammenarbeit mit den Schulen (Schulpfarrstelle) prägten den weiteren Weg unserer Gemeinde mit ihrer Kirche am Markt.


Leitbild
Unsere Gemeinde fühlt sich folgen­dem Leitsatz verpflichtet:
„Gott hat uns eine Botschaft anvertraut, die die Mühseligen und Beladenen erquickt und die Starken davor bewahrt, sich von Leistung und Erfolg ein erfülltes Leben zu versprechen. Diese Botschaft wollen wir weitersagen, mit dieser Botschaft werden wir gebraucht.“


Kirchenrenovierung
Die Renovierung der Kirche erfolgte in mehreren Abschnitten.

In den 60er-Jahren
1960 erfolgte die erste große Renovierung der Kirche. Sie umfasste den Anbau einer kleinen Sakristei sowie die Sanierung des Mauerwerks und die Erneuerung des Innenputzes. Das Innere der Kirche wurde völlig umgestaltet: Die alten Kirchenfenster im Chorraum wurden entfernt, Kanzel und Altar neu gestaltet. Am 1. Advent 1961 fand die Wiedereröffnung statt. Mit der Inbetriebnahme der neuen Orgel am 9. Mai 1965, die noch heute ihren Dienst in der Kirche versieht, konnte die Renovierungsphase abgeschlossen werden. Das von den Orgelbauwerkstätten Willi Peter in Köln gelieferte Instrument ist direkt in den Kirchturm hineingebaut worden, sodass der schlichte Prospekt fast bündig mit der Mauer in einer Front verläuft.

In den Jahren 1974/75
Aufgrund schwerer Schäden am Mauerwerk musste eine grundlegende Mauerwerksanierung vorgenommen werden, mit der Konsequenz einer völligen Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes unserer Kirche: Das alte Bruchsteinmauerwerk verschwand unter einem hellen Putz. Zugleich wurde der Innenraum künstlerisch neu gestaltet und das Altarbild vom „Sinkenden Petrus“ im Chorraum zum zentralen künstlerischen Gestaltungselement.

Sakristei-Anbau
Um den Gottesdienstbesuchern und Gemeindegliedern einen größeren Ort der Begegnung zu schaffen, wurden ab 1987 ein Anbau hinter der Kirche mit behindertengerechtem Zugang und einem großzügig gestalteten Foyer sowie einem Kindergottesdienstraum beschlossen.

Im Jahr 2002
Seit der letzten großen Maßnahme 1974/75 traten an verschiedenen Stellen wieder Risse in Mauerwerk, Gewölbe und Putz auf, die in einigen Bereichen auch negativen Einfluss auf die Statik des Gebäudes hatten. 2002 wurden diese Mängel beseitigt und die Heizungsanlage durch eine wirtschaftlichere ersetzt. Zugleich erhielt der Kirchsaal Stühle, die eine flexiblere Gottesdienstgestaltung ermöglichen. Im Rahmen der Kirchenrenovierung zum 125-jährigen Kirchbau-Jubiläum hat auch eine Generalüberholung der Orgel stattgefunden. An die Stelle der heutzutage üblichen Stimmung „gleichschwebende Temperatur“ ist die sogenannte „Werckmeister-III-Stimmung“ getreten, die der Orgel ein ganz besonderes Klangprofil verleiht. Im Sommer 2007 erhielt die Kirche auch außen einen neuen Anstrich.


Von Christus gehalten – aufeinander zugehen
Unser Kirchenraum wird sehr stark von dem Chorbild des Malers Hermann Gottfried bestimmt, das in der großen Renovierung 1974/75 in die Kirche eingebracht wurde, nachdem das ursprüngliche Buntglasfenster be­reits während der Renovierung 1960 entfernt und die Fensteröffnung zugemauert worden war.

Von Christus gehalten, das ist die übergreifende Botschaft beider Bilder. Nun fällt im Chorbild besonders das Boot mit den Jüngern auf. Zwölf Jünger verkörpern in diesem Boot die ganze Kirche. Diese Kirche ist aber in Konfessionen gespalten, die – so wollte es Gottfried zeigen – vorsichtig aufeinander zugehen. Wir feiern ökumenische Gottesdienste, besuchen uns in den Kirchen oder engagieren uns gemeinsam in den Ökumenischen Ini­tiativen.

Wie schon im ursprünglichen Glasfenster fallen die Wellen auf, die das Boot umgeben und wohl an die vielen Gefährdungen erinnern, die nicht nur die Gemeinde, sondern auch die Schicksale mancher Gemeindeglieder bestimmt haben. Viele haben unsere Gemeinde als Aussiedler, Flüchtlinge oder Vertriebene erreicht. So ist es gut, wenn nun unsere Kirche gerade als ein Raum der Geborgenheit und des Schutzes erlebt wird und uns offen und empfindsam für die Schicksale anderer Menschen werden lässt.


Besondere Veranstaltungen
Neben den regelmäßigen Sonntagsgottesdiensten finden in unserer Gemeinde im Laufe des Jahres in lockerer Folge verschiedene „besondere“ Gottesdienste statt.

Von Gruppen interessierter Gemeindeglieder werden gelegentlich alternative
Abendgottesdienste vorbereitet, teilweise auch außerhalb des gewohnten Kirchraums (etwa auf einem Bauernhof), sowie neuerdings alle zwei Monate Familiengottesdienste, die sich speziell an Familien mit jüngeren  Kindern  richten.

Auch bei der adventlichen Mahlfeier wird nicht der üblichen Liturgie gefolgt: Die Gemeindeglieder sitzen im Kirchraum an festlich geschmückten Tischen und es werden „biblische“ Speisen gereicht. Zu einem bestimmten Thema werden Texte gelesen und Lieder gesungen.

Seit etwas mehr als zwei Jahren findet zweimal im Jahr ein spezieller Jugendgottesdienst statt, der von einer Gruppe Jugendlicher vorbereitet wird. Der Gottesdienst zieht auch Jugendliche von außerhalb Wipperfürths an.

Zusammen mit der Nachbargemeinde Klaswipper findet in den Sommermonaten einmal im Jahr ein Gottesdienst im Grünen statt, der sich großer Beliebtheit erfreut.
Am Freitagmorgen (Markttag) stehen die Kirche und der Kirchenanbau  zum „Kirchencafé“ offen und bieten die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee Gespräche zu führen und zugleich zu Ruhe und Einkehr zu finden.


Einrichtungen der Gemeinde

Das Gemeindehaus
Im Sommer wird hier, in der Lüdenscheider Straße 17, das Gemeindefest und im Herbst der Basar mit Trödelmarkt ausgerichtet. Hier treffen sich 14-täglich der Frauenabendkreis, der Männerkreis, der Frauentreff, der Tanzkreis. Jede Woche findet hier der Katechumenen- und Konfirmandenunterricht statt. Für Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren wird das Kindercafé angeboten.

Kindergarten
Am Gemeindehaus befindet sich der Kindergarten unserer Gemeinde. Er ist die evangelische Tageseinrichtung in Wipperfürth für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Sie bietet einen familienergänzenden Lebensraum, gegründet auf einer pädagogischen Konzeption, die ständig weiterentwickelt wird. Kinder haben hier die Möglichkeit, kindgemäße Erfahrungen mit Gott und Jesus im täglichen Leben zu machen.

Diakoniestation
Die Diakoniestation wird gemeinsam mit der Nachbargemeinde Hückeswagen betrieben. Sie ist eine zen­trale Anlaufstelle für kranke und alte Menschen und deren Angehörige. Das Team aus Pflegefachkräften, Hauswirtschafterinnen, Bürokräften und Zivildienstleistenden steht in der häuslichen Alten- und Krankenpflege beratend und helfend zur Seite.


Ökumenische Initiativen
Die Ökumene ist uns ein besonderes Anliegen. Regelmäßig finden in den Schulen ökumenische Gottesdienste statt, jährlich gibt es den gut besuchten Weltgebetstag der Frauen und seit einigen Jahren regelmäßig ökumenische Gottesdienste im Kirchdorf Egen. Im Abstand von einigen Jahren finden mitten in der Stadt auf dem Marktplatz ökumenische Kirchenfeste statt. Die praktische ökumenische Arbeit findet ihren Niederschlag in unseren Ökumenischen Initiativen.

Der Weltladen
In unserem Gemeindehaus befindet sich der Weltladen. Hier werden von einem Team von 36 Verkäuferinnen Waren aus Entwicklungsländern angeboten, die unter den Bedingungen des „fairen“ Handels hergestellt und vertrieben werden. Der Laden hat sich mit seinem alternativen Warenangebot seit vielen Jahren fest etabliert.
Ökumenische Initiative e.V.

Wipperfürth-Radevormwald
Dieses Arbeitslosenprojekt der Kirchen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt sowie den Städten Rade­vormwald und Wipperfürth sorgt für kostenlose Abholung von Möbeln und den Verkauf von gut erhaltenen Möbeln und Hausartikeln. Neben dem Möbellager gibt es ein alternatives Kaufhaus und einen Trödelmarkt. Auch gebrauchte Fahrräder gehören zum Angebot.

Wipperfürther Mittagstisch
Jeden Donnerstag zwischen 12 und 14 Uhr serviert eine Gruppe von ehrenamtlich Mitarbeitenden aus gespendeten Lebensmitteln der Wipperfürther Einzelhändler ein kostenloses Mittagessen für Alt und Jung, Arm und Reich. „Futtern wie bei Muttern“, heißt es dann im Aufenthaltsraum im Möbellager der Ökumenischen Initiative in der Wupperstraße 6.

Die Hospiz-Initiative Wipperfürth
Eine ehrenamtlich tätige Gruppe von speziell ausgebildeten Frauen und Männern aus den Gemeinden widmet sich der Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Die 1994 von Dr. Schaaf gegründete Gruppe arbeitet mit professionellen Pflegediensten, Hausärzten und Seelsorgern zusammen. Für die Betroffenen ist der Dienst kostenlos. Trauernde Angehörige können zudem Beratung und Begleitung erfahren. Seit Januar 2007 ist die Hospiz-Initiative in die Ökumenische Initiative e. V. Wipperfürth/Radevormwald integriert.

Peter Hennecke, Pfarrer
Manfred Feistel, Presbyter