Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 24. Mai 2013:
Losungstext:
Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!
Psalm 115,1
Lehrtext:
Jesus sprach: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater! Dein Name werde geheiligt.
Lukas 11,2

Aktuelle Sendung

Zur aktuellen Sendung
Zur aktuellen Sendung bitte auf das Logo klicken!

Nächste Sendung:

Die Wundertüte: Freitag, 25. 5. "Soviel du brauchst"

Café Oberberg Evangelische Jugend auf dem Hamburger Kirchentag Präses Rekowski besucht den...

Mediothek

Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.

Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.

Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr

Online Zugriff

Gemeindeamt

Hohenstein 2, 51766 Engelskirchen, Telefon (02263) 5182, Fax (02263) 6177, E-Mail: Gemeindeamt Ründeroth

 

Pfarrer

Pfarrer Horst Schartenberg, Hauptstr. 34, 51766 Engelskirchen, Telefon (02263) 9680665, E-Mail: Horst Schartenberg

 

Pfarrer Henning Strunk, Alte Landstr. 31, 51766 Engelskirchen, Telefon (02263) 5166, E-Mail: Henning Strunk 

Wer sich heute in Ründeroth auf der Hauptstraße der evangelischen Kirche nähert, könnte vermuten, ihre Erbauer hätten sie bewusst als Verkehrshindernis geplant. Mühsam quält sich der Auto­verkehr auf der Bundesstraße 55 in einer engen Kurve um die Kirche herum. Doch die Vermutung ist ein Irrtum. Als man um 1160 an einen Kirchenbau dachte, der um 1174 vollendet war, stand die Kirche frei in der Auenlandschaft der Agger.

Die Kirche von Ründeroth befindet sich im Ortskern. Foto: Archiv Friedhelm Gerecke

 

Der ursprüngliche Bau war eine romanische Pfeilerbasilika mit hohem Mittelschiff und zwei niedrigen Seitenschiffen. Im Osten schloss das Gebäude mit einem halbkreisförmigen Chorraum und zwei kleineren Altarnischen ab.

Im 15. Jahrhundert baute man ein spätgotisches Querhaus mit Stützpfeilern und Kreuzgewölbe an. Der Chorraum wurde abgerissen.

Um 1775 ereignete sich der einschneidendste Umbau unter Pfarrer Johann Leopold Goes. Die Pfeiler und Gewölbe wurden abgerissen und die Seitenwände so hochgezogen, dass eine Saalkirche entstand. Die Kirche wurde mit einer rundum laufenden Empore versehen. Die Decke bestand aus einer flachen, durchlaufenden Holztonne.

1904 bis 1905 erfolgte erneut ein Umbau. Die Kirche erhielt wieder einen Chorraum, sodass die Kreuzform wiederhergestellt wurde. Der Innenraum erhielt schmale, flache Emporen, die durch Treppenhäuser begehbar wurden. Diese wurden in die Winkel gesetzt, die sich aus der Kreuzung von Längs- und Querschiff ergaben. Das Tonnengewölbe im Querschiff wurde durch eine getäfelte Decke ersetzt.

Letztmalig wurde die Kirche 1961 bis 1962 gründlich restauriert. Die Emporen im Querschiff wurden entfernt, die Gewölbetonne im Langhaus durch eine ebene Holzbalkendecke ersetzt. Die Glasbildfenster gestaltete Karl-Peter Blau aus Stuttgart. Ein neues Taufbecken wurde aufgestellt. Leider wurde der alte Originaltaufstein der Kirche wahrscheinlich bei den Umbaumaßnahmen 1775 aus der Kirche entfernt. 1893 wurde er – als Viehtränke zweckentfremdet – in Ohl aufgefunden. Von 1893 bis 1959 lagerte der Taufstein, von Ablagerungen fast zugedeckt, hinter der katholischen Kirche. Nach einer gründlichen Restauration wurde er 1963 in der katholischen Kirche aufgestellt.

In den Jahren 1962 und 1966 erhielt die Orgel in ihrem historischen Gehäuse durch W. Peter ihre vorletzte Gestalt. 1993 erfolgte eine Erweiterung mit historischer Pfeifensubstanz nach Plänen des heutigen Organisten M. Schwartz. Die Orgel hat heute 26 Register, zwei Manuale, ein Pedal und auch einen zusätzlichen elektrischen Spieltisch auf der Seitenempore.

Die Ründerother Kirche besitzt drei historische Glocken aus den Jahren 1494, 1508 und 1538. 1979 wurden aus Spenden zwei weitere Glocken angeschafft.

Zur auffälligen Kirche im historischen Ortskern gehört das Gemeindehaus auf der gegenüberliegenden Seite der Agger. Hier finden nicht nur Veranstaltungen und Feste der Kirchengemeinde statt, auch örtliche Vereine, Organisationen und die Schulen nutzen das Gebäude. Auch für Familienfeiern ist es zu mieten.

Die Ründerother Kirche steht in den Sommermonaten von Mai bis Oktober täglich als „Offene Kirche“ zum Gebet, zur Besichtigung und Information zur Verfügung. Die Anliegen der Gäste werden regelmäßig im Gottesdienst in der Fürbitte aufgenommen.


Kirchen-Zwischenspiel in Osberghausen

Bis zum Jahre 1954 war die Ründerother Kirche das einzige Gotteshaus in der Gemeinde. In der Erwartung umfangreicher Bautätigkeiten nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine kleinere Kirche in Osberghausen am östlichen Rand der Gemeinde errichtet. Die Tatsache, dass dort kurz zuvor eine katholische Kirche gebaut worden war, spielte bei der Entscheidung für den Neubau wohl eine besondere Rolle. Es entstand eine kleine Dorfkirche mit etwa 200 Plätzen. 1962 wurde eine Orgel mit 12 Registern und 2 Manualen sowie Pedal von W. Böttner eingebaut und 1993 noch einmal umgebaut.1981 wurde an Kirche und Pfarrhaus ein kleines Gemeindehaus angebaut.

Leider erfüllte sich die Vision von einem schnell wachsenden Ort Osberghausen aber nicht, sodass der Gemeindebezirk ab 1965 mit gerade einmal 1.100 Gemeindegliedern zum sogenannten „Gemeindemissionarsbezirk“ wurde. Als zweiter Pfarrbezirk kam Schnellenbach dazu.

1999 wurde Osberghausen dann wieder in den Bezirk Ründeroth integriert. Im August 2007 wurde die Kirche in Osberghausen in einem Gottesdienst feierlich entwidmet. Über ihre künftige Nutzung wird beraten. Der Schwerpunkt der Gemeindearbeit im 1. Bezirk liegt somit wieder in Ründeroth.


Bezirk Schnellenbach
Im Jahr 1965 errichtete die Kirchengemeinde Ründeroth einen neuen Pfarrbezirk in Schnellenbach. Die Zuzüge von Flüchtlingen und Vertriebenen in der Nachkriegszeit hatten Schnellenbach wachsen lassen, seit 1956 gab es eine Grundschule. Im Oktober 1965 wurde Pfarrer Hermann Hahn in sein Amt eingeführt.

Die Kirche wurde von den Kölner Architekten Dr. Schulze und Dr. Hesse entworfen und im Februar 1966 eingeweiht. Der Turm ist weithin sichtbar und enthält drei Bronzeglocken, gegossen von der Gießerei Rincker in Sinn, die im November 1966 geweiht wurden.
Die mit 381 kg und einem Durchmesser von 86 cm größte Glocke mit dem Schlagton „h“ trägt die Inschrift: „Wer an mich glaubt, der wird leben“ (Johannes 11,25). Auf der 260 kg schweren Glocke 2 mit dem Schlagton „d“ ist eingraviert: „Der Herr hört, wenn ich ihn anrufe“ (Psalm 4,4). Die mit 66,5 cm und 184 kg kleinste Glocke verkündet auf dem Schlagton „e“: „Ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christus Jesus“ (Galater 3,26).

Das Innere der Kirche ist mit viel Holz sehr schlicht gestaltet. Ein kupfernes Kreuz an der Stirnwand bestimmt den Raum. Die Antependien wurden in den 90er-Jahren durch die Oberbantenberger Künstlerin Luise Theill als Unikate gestaltet.

Eine künstlerisch glückliche Lösung ist auch das Fensterband aus 36 Einzelfenstern zum Thema Pfingsten. Der Kölner Künstler Rudolf Alfons Scholl hat sie nach eigenen Entwürfen gefertigt. Mit einer schmalen Farbskala aus Grau- und Weißtönen sowie dem Grün und Braun der Erde mit den Akzenten der roten Feuerzungen geben sie dem Kirchenraum ein eigenes Gepräge. Durch die Trans­parenz nach außen ist das Erleben im Gottesdienst immer offen für Geschehen im Alltag.

Die Orgel mit 13 Registern und zwei Manualen sowie Pedal wurde 1972 von der Firma Walcker gebaut, im September 1973 in Dienst gestellt und im Jahre 2002 noch einmal umgebaut. Sie hat eine neobarocke Disposition mit mechanischen Schleifladen.
Das Gemeindezentrum Schnellen­bach besteht neben der Kirche aus Veranstaltungs- und Gruppenräumen auf zwei Ebenen. In der Kirche finden 200 Personen Platz, im gro­ßen Saal können an Tischen bis zu 80 Sitzplätze bereitgestellt werden.


Vielgestaltiges Gemeindeleben
Das Gemeindeleben bietet für die unterschiedlichen Altersgruppen, Lebenssituationen und Interessen Veranstaltungen und Gruppen an und eröffnet viele Möglichkeiten zur Teilhabe an christlichem Leben und zur ehrenamtlichen Mitarbeit.

„In unserer Gemeinde sollen sich Menschen durch unseren Umgang mit ihnen aufgenommen fühlen. Wir wollen unseren Glauben an den gegenwärtigen Jesus Christus zur Sprache bringen und andere zum christlichen Glauben einladen.“ So heißt es in der Konzeption der Kirchengemeinde.

Gottesdienste feiern wir an Sonntagen um 9.30 Uhr in Ründeroth und um 10.45 Uhr in Schnellenbach.

Die Gemeindehäuser sind geöffnet für Spielgruppen. Jungschar- und Jugendgruppen sowie Freizeiten werden bezirksübergreifend durch die Mitarbeitenden des CVJM durchgeführt. Eine lebendige Chorarbeit mit Kindern und Erwachsenen bereichert die Gemeinde mit Konzerten und der Mitgestaltung von Gottesdiensten.

Mehrere Frauenhilfsgruppen und Frauenkreise für verschiedene Altersgruppen treffen sich regelmäßig. Im zweijährigen Wechsel finden die Gemeindetage mit einem Thema aus der weltweiten Kirche und das Gemeinde­fest statt.

Die Ökumene am Ort wird bei Gemeindeabenden, Konzerten und Gottesdiensten mit der katholischen Gemeinde erfahrbar.

Das Anliegen der weltweiten Gerechtigkeit wird unterstützt durch den Verkauf von fair gehandelten Waren nach dem Gottesdienst in der Schnellenbacher Kirche.

Ein Förderverein unterstützt besonders die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Kirchenmusik in der Gemeinde.


Erfahrungsraum Kindergarten
Seit Sommer 1995 unterhält die Kirchengemeinde Ründeroth einen Kindergarten mit zwei Regelgruppen. Die freundliche Raumgestaltung, Kinderküchenzeilen, Bewegungsarena und das Außengelände mit vielseitigen Spielmöglichkeiten machen den Kindergarten zu einem Erfahrungsraum für Kinder und Familien.

Mit der Gestaltung von Kindergarten-Gottesdiensten und der reli­giösen Erziehung, bei der ein besonderer Schwerpunkt bei den Festzeiten, den biblischen Geschichten und der Achtung der Schöpfung liegt, ist der Kindergarten ein wichtiger Teil der Gemeindearbeit.
Regelmäßig erhalten Gemeindemitglieder den Gemeindebrief „moment mal“, der neben weiteren Informationen über die Gemeinde auch auf der Internetseite unserer Gemeinde abrufbar ist.

Hartmut Domay und Horst Schartenberg, Pfarrer
Peter Manke, Pfarrer i. R.