Unsere Gemeinden
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Freitag, 10. Februar: Tischgespräch: Mit Monika und Michael Höhn
Mit Glauben, Phantasie und Mitgefühl haben Monika und Michael Höhn das Ometepe-Nicaragua-Projekt...
Mediothek
Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.
Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.
Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr
Gemeindeamt
Müllenbacher Str. 27, 51709 Marienhagen, Telefon (02264) 8552, Fax (02264) 8466, E-Mail: muellenbach(at)ekir(dot)de
Pfarrer
Pfarrer Peter Pietschmann, Kirchstr. 4, 51709 Marienheide, Telefon (02264) 7916, E-Mail: peter.pietschmann(at)ekir(dot)de
Pfarrer Kai Berger, Martin-Luther-Str. 6, 51709 Marienheide, Telefon (02264) 6200, E-Mail: kai.berger(at)ekir(dot)de
Die Kirchengemeinde Müllenbach besteht aus den zwei Pfarrbezirken Marienheide und Müllenbach, wobei Müllenbach sicherlich als der ländlicher geprägte Teil bezeichnet werden kann. Die vielen kleinen Dörfer rund um Müllenbach herum gehören zum Pfarrbezirk – bis hin zum „Außenposten“ Unnenberg, der zur Stadt Gummersbach gehört, aber im Gebiet des Kirchspiels Müllenbach angesiedelt ist. Es ist ein Bezirk der weiten Wege.
Bezirk Müllenbach
Als 1997 im Rahmen einer Festwoche der 900. Geburtstag der Kirche im Müllenbach gefeiert werden konnte, waren ganz Müllenbach und die Menschen aus den umliegenden Dörfern auf den Beinen. Auf sehr eindrückliche Weise zeigten sie ihre Verbundenheit zu ihrer Kirche in Müllenbach.
Die alte Dorfkirche in Müllenbach dient der evangelischen Kirchengemeinde seit Jahrhunderten als Gotteshaus. Generationen von Menschen gingen hier ein und aus, erlebten Freude und Leid, kamen mit ihren Sorgen, Nöten und Ängsten, kamen mit ihrer Freude, brachten Lob und Dank vor Gott.
Bis heute ist das so. Die Menschen fühlen sich mit dieser alten Dorfkirche verbunden. Nicht wenige sprechen von dem Gefühl der Geborgenheit, das ihnen diese Kirche vermittelt.
Die alte Wehrkirche in Müllenbach, deren ersten Bauabschnitt Fachleute etwa auf das Jahr 1097 datieren, zieht auch auswärtige Besucher an. Sie ist weit über die Grenzen Oberbergs hinaus bekannt. Alle baugeschichtlichen Einzelheiten können in diesem Rahmen nicht aufgeführt werden. Daher nur ein kleiner Auszug aus dem Buch, das im Jubiläumsjahr erschien, sich bis nach Übersee verbreitete und in Windeseile vergriffen war.
Unsere Kirche – eine der fünf „bonten Kerken“ in Oberberg – ist ein Gotteshaus und ein nicht ersetzbares Kulturerbe. Die Wandfresken, die Franz von Assisi und die zwölf Apostel zeigen, die Glocken, deren älteste nachweislich um das Jahr 1050 gegossen wurde und die damit die älteste in Oberberg ist und bis heute benutzt wird, und der Taufstein zeugen davon, von welchem Erbe da die Rede ist.
Hans-Gustav Fleischner schreibt: „Neben einem bau- und kulturhistorischen Denkmal ist unsere Kirche in Müllenbach ein Gotteshaus, das noch heute den Besucher mit der Sicherheit und Geborgenheit einer Gottesburg umfängt. Als Gotteshaus schafft sie den Rahmen für den wichtigsten Teil des Gemeindelebens, für die Gottesdienste und kirchlichen Feiern aller Art. Sie ist der Ort, wo Glaube, Liebe und Hoffnung von Christus her für die Gemeinde immer wieder neu zu entzünden ist, wo allen Generationen das Entscheidende stets neu geschenkt wird: das Wort Gottes, die Gemeinschaft mit Jesus Christus und miteinander.“
Kein totes Gemäuer
Da unser Gemeindezentrum oberhalb der Brucher Talsperre, in dem auch der Evangelische Kindergarten Müllenbach mit seinen 100 Kindern und Mitarbeitenden beheimatet ist, doch etwas weiter von der Kirche entfernt liegt, ist unsere Kirche mit vielgestaltigem Leben erfüllt: Kinder des Kindergartens sind hier in Familiengottesdiensten ebenso zu Hause wie die Kinder der Gruppe „Kirche für kleine Leute“. Quer durch alle Generationen wird die Kirche nicht nur als Ort für Gottesdienste gesehen, sondern auch als Ort der Begegnung und des Miteinanders. So trifft man sich jeden 2. Sonntag im Monat zum Kirchkaffee nach dem Gottesdienst. Nach ökumenischen Gottesdiensten wird der Kirchenraum ein Ort der Begegnung und des Austauschs – wobei auch immer für das leibliche Wohl gesorgt ist.
Andachten und Konzerte bieten Raum zur Besinnung: Zeit zum Atemholen und Auftanken.
In und um die Kirche herum ist und soll es lebendig sein und bleiben. Wenn man so will: die Kirche – mitten im Dorf – kein „totes altes Gemäuer“, sondern Ort der Begegnung mit Gott und den Menschen.
Der Kindergarten mit seinen engagierten Mitarbeitenden ist für die Arbeit in der Gemeinde ein unverzichtbarer Baustein. Das vielfältige Angebot für Eltern und Kinder sowie der Einsatz der Menschen, die dort tätig sind, sind aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Hier wird – im übertragenen Sinne – ein Fundament gelegt, auf das aufgebaut werden kann. Seit dem Jahr 2007 ist die Kirchengemeinde Müllenbach auch Träger der Offenen Ganztagsschule an der Gemeinschaftsgrundschule Müllenbach.
Treffpunkt Gemeindezentrum
Das Gemeindezentrum ist aber auch Ort für Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Auch hier begegnen sich – im wahrsten Sinne des Wortes – viele Generationen unter einem Dach: Kindergartenkinder, Schulkinder, Jugendliche, das „Mittelalter“ und Senioren – für die unterschiedlichsten Kreise und Gruppierungen ein Treffpunkt. Ein Treffpunkt auch für die Veranstaltungen der beiden Bezirke – etwa der Frauenhilfen, der Kindergärten, der Kirchenchormitglieder, des Presbyteriums, des Alpha-Kurses, bei gemeinsamen Festen, Bibeltagen, und für Vieles andere mehr. Es bietet Raum für Fortbildungen, Versammlungen, Elternveranstaltungen und Theateraufführungen. Auch das großzügige Außengelände bietet Raum für viele Aktivitäten.
Verwurzelt und doch im Aufbruch
Die Gemeinde lebt. Immer wieder bringen sich Menschen mit ihren Ideen und Gaben ein. Immer wieder übernehmen die unterschiedlichsten Gruppen und Gruppierungen die Gestaltung von Gottesdiensten und Andachten. Dabei blicken wir auch häufig über den „Tellerrand“. Als Beispiele seien da Gottesdienste mit den unterschiedlichsten Einrichtungen des Kirchenkreises genannt – etwa Grüne Damen, ökumenische Notfallseelsorge, Flüchtlingsberatungsstelle usw. Auch die gemeinsamen Gottesdienste mit den Christen der katholischen Kirchengemeinde „St. Maria Heimsuchung“ haben einen festen Platz im Laufe eines Kirchenjahres. Neben ökumenischen Gottesdiensten zum Buß- und Bettag, dem Weltgebetstag der Frauen, dem Gottesdienst zur Passionszeit feiern wir auch Gottesdienste zu Themen, die den Menschen vor Ort unter den Nägeln brennen.
Mit unseren evangelischen Nachbargemeinden Hülsenbusch und Kotthausen haben wir uns auf einen gemeinsamen Weg gemacht – feiern Gottesdienste miteinander, tauschen Erfahrungen aus, laden einander ein, lernen einander besser kennen und versuchen Kräfte zu bündeln.
Der Bezirk Müllenbach mit viel Geschichte und Geschichten ist lebendig durch viele verschiedene lebendige „Bausteine“, gebaut auf dem einen Grund: „Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
(1. Korinther 3, 11)
Bezirk Marienheide
Die Mutterkirche in Müllenbach war im biblischen Alter von 856 Jahren, als im November 1953 die Vorbereitungen für den Bau der Tochterkirche in Marienheide begannen, mit dem sich die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches abzeichnete. Bereits seit 1908 existierten ein Plan und ein Verein für den Kirchbau in Marienheide. Kriege und Inflation verhinderten aber die Verwirklichung, zumal auch die Zahl der evangelischen Familien in Marienheide noch sehr gering war.
Endlich ein eigenes Kirchengebäude
Bevor eine Kirche in Marienheide gebaut wurde, trafen sich die evangelischen Gemeindeglieder zu Gottesdiensten im Kloster der katholischen Kirchengemeinde, in der Kapelle der damaligen Landesklinik oder in der Volksschule. Festgottesdienste, Konfirmationen und Amtshandlungen fanden in Müllenbach statt. Auf der relativ unbefestigten Landstraße bedeutete dies einen oft anstrengenden Fußmarsch, egal bei welchem Wetter.
Nach dem 2. Weltkrieg zogen viele Evangelische insbesondere aus dem Osten zu und siedelten sich in Marienheide an. Viele Familien kamen aus Niederschlesien, Ostpreußen, Pommern sowie aus Siebenbürgen. Die Sammlung der Gemeindeglieder in Marienheide wurde dringlicher.
Mit der Grundsteinlegung 1954 in der Martin-Luther-Straße fiel der offizielle Startschuss zum Bau einer evangelischen Kirche in Marienheide. Am 11. November 1956 konnte die Einweihung der Kirche gefeiert werden.

- Die Kirche des Pfarrbezirks Marienheide entstand Mitte des 20. Jahrhunderts. Foto: Kai Berger
Lebendig durch Ehrenamtliche
Vielen Menschen hat diese Kirche seitdem eine geistliche Heimat bieten können. Gottesdienste unterschiedlichster Gestaltung, mal klassisch, mal modern, mal andächtig, mal flott und fröhlich, finden jeden Sonntag um 9.30 Uhr oder um 10 Uhr statt. Neben den Hauptamtlichen sind viele Ehrenamtliche am Gottesdienst beteiligt. Als Prädikanten, Presbyter und Lektoren, als Sängerinnen und Sänger im Kirchenchor, als Mitarbeitende im Kindergottesdienst, als Fürbitter oder als Mitarbeitende beim gemütlichen Beisammensein nach dem Gottesdienst, dem „Kaffeeklatsch“. Hin und wieder sorgen kleine Theaterszenen, kreative Elemente und besondere musikalische Beiträge für Lebendigkeit und Anschaulichkeit der Gottesdienste. Sie sind der Mittelpunkt der Gemeindearbeit in Marienheide.
Neben den Gottesdiensten für den Bezirk Marienheide finden hier – genau wie in Müllenbach – auch gemeinsame Gottesdienste für die Gesamtgemeinde statt. Daneben gibt es hier Gottesdienste mit der befreundeten katholischen Kirchengemeinde, Veranstaltungen der Evangelischen Allianz, Schulgottesdienste der Gemeinschaftsgrundschule Marienheide und der Gesamtschule. Außerdem werden regelmäßige Gottesdienste in zwei Marienheider Senioreneinrichtungen gefeiert.
Für einen weiteren Schwerpunkt steht seit 1992 auch die kleine und freundlich gestaltete evangelische Kindertagesstätte „Regenbogen“. Hier kann man in den beiden Gruppen zwischen verschiedenen Betreuungsformen für 2- bis 10-jährige wählen, von der Vormittagsbetreuung bis hin zur Ganztagsbetreuung. Neben dem allgemeinen pädagogischen Angebot haben biblische Geschichten, christliche Lieder, Gebete und Gruppenangebote für Kinder hier ihren festen Platz.
Vielfältig, aber zielgerichtet
Das Gemeindeleben ist gekennzeichnet durch die Beteiligung vieler Ehrenamtlicher. So können Kreise für alle Altersgruppen angeboten werden: Mehrere Gruppen für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche, der Konfirmandenkurs, unterschiedliche Hauskreise, und zwei Seniorenkreise, in denen Gemeinschaft und Gottes Wort erfahren wird.
Der Dienst an anderen und an der Gemeinde steht im Mittelpunkt des Presbyteriums, in Ausschüssen, in der ökumenischen Hospizgruppe, in Vorbereitungskreisen, im Gebetskreis, bei der Verteilung des Gemeindebriefes, der Sammlung von Diakoniegeldern, bei der Mitarbeit in den jährlich stattfindenden Glaubenskursen (Alphakurse) oder bei anderen Projekten.
Durch die Vielzahl der Mitarbeitenden ist das Gemeindeleben bunt geprägt. Ausgang und Zielpunkt aller Gemeindearbeit ist der Bibelvers aus der Losung der Herrnhuter Brüdergemeine, den Bundespräsident Theodor Heuss 1956 bei seinem Besuch in die Altarbibel geschrieben hat: „… ihr aber seid meine Zeugen.“
Elke Bosch, Prädikantin
Kai Berger, Pfarrer







