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Freitag, 10. Februar: Tischgespräch: Mit Monika und Michael Höhn
Mit Glauben, Phantasie und Mitgefühl haben Monika und Michael Höhn das Ometepe-Nicaragua-Projekt...
Mediothek
Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.
Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.
Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr
Informationen zur kirchlichen Beerdigung
Keiner von uns wünscht sich in diese Situation zu geraten und trotzdem ereilt sie früher oder später jeden von uns. Wir müssen Abschied nehmen von einem geliebten Menschen. Jemand stirbt aus dem Kreis unserer Lieben.
Vielleicht, nein, hoffentlich hatten Sie schon kontinuierlich Kontakt mit Ihrem Pfarrer. Hoffentlich hat er Sie, Ihre Lieben und den oder die geliebte Angehörige durch die schweren Stunden hindurch begleitet. Vielleicht konnten noch seelsorgliche Gespräche geführt werden, vielleicht konnte noch ein Stück Leben geordnet werden. Vielleicht geschah das Sterben in betender Weise und in guter Vorbereitung auf Gottes neue Welt.
Nach dem Tod gibt es für die Angehörigen keinen Grund zur Panik. Ein Pfarrer kann die Aussegnung vornehmen und die Angehörigen können in aller Ruhe Totenwache am Bett des Verstorbenen halten.
Alle Gründe, den Leichnam schnellstmöglich abtransportieren lassen zu müssen sind entweder schlichtweg falsch oder stammen aus früheren Zeiten. Im Gegenteil. Mit dem guten Brauch die Uhr anzuhalten gewinnen wir Zeit für die große Aufgabe, die vor uns liegt, die Bewältigung der Trauer. Auch in dieser Phase möchten Ihnen die Pfarrer oder reife, gestandene Christen der Kirchengemeinde zur Seite stehen.
Ein Bestattungsunternehmen, für das Sie sich entschieden haben, wird Ihnen den allergrößten Teil der jetzt anstehenden Arbeit abnehmen. Mit Behördengängen, Versicherungsbriefen etc. hat man dort jahrelange Erfahrung. Sie dürfen sich den Kopf freihalten um Abschied zu nehmen und zu trauern. Dazu gehört es auch, den Verstorbenen noch einmal oder auch mehrfach zu besuchen. Das geht praktisch bis unmittelbar vor der Beerdigung.
Mit dem Pfarrer und dem Bestatter besprechen Sie den geeigneten Termin für den Bestattungsgottesdienst. Der Pfarrer wird Sie auf jeden Fall persönlich besuchen und mit Ihnen über Ihren Schmerz sprechen. Dass wir als Christen auch über den Tod hinaus unserem Gott entgegengehen, zeigt sich als Trost, den wir „nichtglaubenden“ Menschen voraus haben. Ich weiß von Angehörigen, die neben ihrem Schmerz sogar ganz hoffnungsvoll und dankbar darüber sind, das der geliebte Mensch jetzt bei Gott gut aufgehoben ist. Bei der Wahl Ihres Pfarrers sind Sie übrigens in unserer Gemeinde wieder ganz frei. Es gibt zwar eine Zuständigkeit nach Straßen, trotzdem können Sie den Pfarrer wählen, bei dem Sie sich am besten aufgehoben fühlen.
Das letzte Geleit, die Beerdigungsfeier selbst, kann in der Leichenhalle, kann im Abschiedsraum eines Bestatters, kann aber vor allem auch in dem Raum stattfinden, wo der oder die Verstorbene selbst lange Jahre ihres Lebens Gott gelobt und gedankt hat. Gerade um zu bezeugen, dass wir im Tod keinem fremden Gott, sondern unserem liebenden Vater begegnen, eignet sich die Kirche als Gottesdienstort wie kein zweiter.
Im Falle einer Urnenbeisetzung kann der Gottesdienst noch mit dem Sarg stattfinden oder mit der zurückgekommenen Urne. Deren Beisetzung auf einem der Friedhöfe kann ebenfalls durch einen der Pfarrer begleitet werden.
Darüber hinaus haben Sie als Hinterbliebener ein Recht zu trauern. Sie müssen nicht nach einigen Tagen so tun, als ob alles wieder seinen gewohnten Gang ginge, nur weil man um Sie herum mit dem Tod nicht umzugehen weiß. Der Prozeß des Trauerns läuft über Monate, wenn nicht Jahre. In diesem Prozeß stehen Ihnen wiederum Menschen zur Seite, die sich dafür extra haben schulen lassen (Stichwort: Ehrenamtliche Trauerbegleitung). Wenn diese Menschen das extra getan haben, um Ihnen zu helfen, dann können Sie diese Hilfe auch beruhigt annehmen. Aber auch die Pfarrer stehen Ihnen, wo gewünscht, weiterhin zur Verfügung.






