Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Dienstag, 18. Juni 2013:
Losungstext:
Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet.
Psalm 30,12
Lehrtext:
Als Jesus die verkrümmte Frau sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, sei frei von deiner Krankheit! Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.
Lukas 13,12-13

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Mediothek

Neuer Service:
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Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.

Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr

Online Zugriff

Gemeindeamt

Otto-Gebühr-Platz 2, 51647 Gummersbach, Telefon (02261) 22277, Fax (02261) 302254, E-Mail: huelsenbusch(at)ekir(dot)de

 

Pfarrer

Pfarrer Gisbert von Spankeren, Heinrich-Krapoth-Str. 2a, 51647 Gummersbach, Telefon (02261) 23935, Fax (02261) 23935, E-Mail: gisbert.vonspankeren(at)ekir(dot)de

 

Wegen ihrer barocken Ausstattung und ihrer Lage mitten im Dorf gehört die Hülsenbuscher Kirche zu den schönsten Kirchen im Oberbergischen.

Der Hahn auf der Turmhaube symbolisiert das Wächteramt der Kirche. Es soll die Menschen daran erinnern, dass Jesus Christus der Herr der Welt ist. Foto: Gisbert von Spankeren

 

Vermutlich schon vor 1190 entstand auf dem Hülsenbusch eine kleine hölzerne Kapelle, die dem Apostel Bartholomäus geweiht war. Die erstmalige Erwähnung der Kapelle der Bauernschaft Gelpe, die zum Kirchspiel Gummersbach gehörte, findet sich 1190 im Heberegister des St. Severin-Stiftes zu Köln.

Um das Jahr 1560 hält in Hülsenbusch die Reformation Einzug, doch 1620 verfügt der katholische Landesherr Adam Graf von Schwarzenberg, dass in der Hülsenbuscher Kapelle auch wieder katholischer Gottesdienst gehalten wird. Dieses Simultaneum – das ist ein von mehreren christlichen Konfessionen gemeinsam genutzter Sakralbau – blieb bis 1807 bestehen.

Um das Jahr 1628 ließ Adam Graf von Schwarzenberg die baufällig gewordene Kapelle niederreißen und durch eine größere ersetzen, die 1765 durch einen Brand vollständig zerstört wurde. In den Jahren 1767 bis 1772 ließ die Gemeinde die heutige barocke Kirche einschließlich einer Orgel erbauen; der Turm unserer Kirche wurde in den Jahren 1798 bis 1801 gebaut. 1819 erhielt die Gemeinde Hülsenbusch ihre Selbstständigkeit von der Gummersbacher Mutterkirche.

Die derzeitige Orgel stammt vom Orgelbaumeister Willi Peter aus Köln-Mülheim und ist mit ihren zehn Registern und einer mechanisch gesteuerten zweimanualigen Schleiflade im Jahre 1970 gebaut worden.

Von den alten Glocken ist aufgrund zweier Weltkriege nur noch die Stundenglocke aus dem Jahr 1822 erhalten; die drei Stahlglocken stammen aus dem Jahr 1948.
In den Jahren 1964/1965 erfolgte eine umfassende Renovierung der Kirche nach den Richtlinien des Landeskonservators, bei der die Kirche ihr heutiges Aussehen erhielt.

Barocke Pracht
Die Hülsenbuscher Kirche ist ein barocker Saalbau mit einem markanten Turm und einer für unsere Gegend eher untypischen barocken Turmhaube, die gekrönt ist von einer Weltkugel mit einem Kreuz in einem Strahlenkranz und einem goldenen Hahn. Sie wollen Sinnbild sein für den Auftrag der Kirche: Auf dieser Welt hat Gott das Kreuz aufgerichtet, das Zeichen der Erlösungstat Christi. Der Strahlenkranz weist hin auf den Sieg Christi über den Tod zu Ostern und seine Herrschaft über die Welt.

Betritt man die Kirche durch den Turm, so fallen einem besonders die Emporen und die weit in den Raum ragenden aus Holz gearbeiteten Prinzipalstücke Altar, Kanzel und Orgel auf, die bereits vom Rokoko bestimmt sind. Die zahlreichen Muschelornamente und Medaillons zeigen das klar, dabei sind die schwarz, weiß, rot und rosé marmorierten Holzteile reich mit Blattgold abgesetzt. Farblich heben sich Altar und Kanzel durch kräftige Rottöne von allen übrigen Stücken ab und geben dem Ganzen Lebendigkeit.


Hölzerne Notkirche
Neben die barocke Hülsenbuscher Kirche tritt die architekturgeschichtlich interessante Kirche in Berghausen von Prof. Dr. Otto Bartning. Sie wurde infolge des Zuzuges vieler Flüchtlinge im Jahre 1951 erbaut und ist eine der so genannten „Bartningschen Notkirchen“, die seinerzeit in zwei Typen aus teilweise vorgefertigten Teilen an verschiedenen Orten in Deutschland errichtet worden waren. Die Berghausener Kirche in der Helene-Ufer-Straße ist überwiegend in Holz gehalten und verbreitet eine sehr warme, familiäre Atmosphäre.

In Hülsenbusch wie in Berghausen verfügt die Gemeinde für ihre Arbeit über jeweils ein schönes geräumiges Gemeindezentrum.

Die Gemeinde Hülsenbusch umfasst zurzeit 2.000 Gemeindeglieder in den beiden Hauptorten Hülsenbusch und Berghausen sowie weiteren 30 kleinen Ortschaften. Ein besonderer Schwerpunkt gemeindlicher Arbeit ist die Kinder- und Jugendarbeit, die von einem jungen CVJM getragen wird, und die Arbeit mit Konfirmanden. Der älteste Kreis unserer Gemeinde ist der über 100 Jahre alte Kirchenchor, und auch der Posaunenchor kann bereits auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken. Daneben gibt es weitere Kreise wie die Frauenhilfe, die Senioren­kreise und den Bibelkreis.

Gisbert von Spankeren, Pfarrer