Unsere Gemeinden
Mediothek
Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.
Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.
Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr
Pfarrer
Bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle ist Pfarrer Hartmut Benz mit der Vertretung beauftragt.
Hartmut Benz
Bielsteiner Straße 9
51674 Wiehl
Tel. 0 22 62 / 37 14
E Mail: hartmut.benz(at)freenet(dot)de
Internet
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gestaltete sich das geistliche Leben in der jetzigen Kirchengemeinde Heidberg schwierig – zumindest aus der Sicht derer, die sich zu den „entschiedenen Christen“ zählten. „Eine Handvoll entschiedener Christen, die dem Evangelium den Weg auch in diese tote Gegend bahnen wollten, wagte sich einmal – es war im Jahre 1892 – mit einem geistlichen Konzert an die Öffentlichkeit. Eine eigentliche christliche Versammlung hatte der Bürgermeister nicht erlaubt.“ So schildert Arno Pagel in seinem Buch über den ersten Pfarrer Heidbergs die durchaus spannungsreiche Situation.
Erst im Jahre 1892 wurde auf Drängen einiger Bewohner aus Lüsberg, die eine Bittschrift an das Konsistorium in Koblenz verfasst hatten, „oben im Heidland“ eine neue Kirchengemeinde gegründet, deren Mittelpunkt das Dorf Heidberg wurde. Zur Gründung dieser Kirchengemeinde mussten die Kirchengemeinden Eckenhagen und Odenspiel jeweils Ortschaften im Randgebiet abtreten.
In den Anfängen wurde die Kirchengemeinde durch Vikare verwaltet; Gottesdienst und Konfirmandenunterricht wurden bis zur Fertigstellung der Kirche – mit deren Bau noch im Frühjahr 1892 begonnen worden war – in der Schule Hahnenseifen gehalten.
Am 7. Februar 1896 zog Pfarrer Alfred Christlieb als erster sogenannter Heidpfarrer in die Gemeinde ein. 38 Jahre lang, bis zu seinem Tod am 24. Januar 1934, prägte er mit seinem seelsorgerischen Schaffen die Gemeinde. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Heidberger Friedhof, dort, wo er viele Gemeindeglieder beerdigt hatte.
Nachfolger im Amt des Gemeindeseelsorgers waren die Pfarrer Friedrich Müller (1934–1948), Siegfried Hausdorf (1948–1955), Reinhard Nell (1955–1963), Wolf Martin Dietrich (1963–1981) und Martin Gensch (1981–1988). Seit Oktober 1988 wird die Kirchengemeinde Heidberg von Pfarrer Dieter Achenbach betreut, der die Konfirmandenarbeit völlig neu gestaltete und die Gottesdienstliturgie reformierte. Ihm liegt insbesondere die Jugendarbeit sehr am Herzen.
Baugeschichte
Der im Frühjahr 1892 begonnene Kirchenbau wurde bereits im Dezember desselben Jahres vollendet. Da die Kirche indes nur einen Dachreiter hatte, wurde 1906 noch ein Turm mit Turmuhr angebaut.
Im Jahre 1898 wurde das erste Pfarrhaus errichtet, das noch im gleichen Jahr von Pfarrer Alfred Christlieb bezogen werden konnte. Im selben Jahr wurde auch ein Friedhof angelegt, der 1992, im Jahr des 100-jährigen Jubiläums, durch einen zweiten, höher gelegenen Friedhofsteil erweitert wurde.
Um allen Gemeinde- und Jugendkreisen einen Treffpunkt bieten zu können, errichtete man in den Jahren 1960/1961 gegenüber der Kirche ein Jugendheim, in dem ein reges Leben stattfindet.
Da das alte Pfarrhaus mit den Jahren sehr renovierungsbedürftig geworden war, nahm man 1963 den Bau eines neuen Pfarrhauses in Angriff, das 1964 bezugsfertig wurde.
Anfang der 1970er-Jahre bekam die Kirche einen neuen Anstrich, der Innenputz wurde erneuert, das Turmzimmer wurde zum Kirchensaal geschlossen, eine neue Empore gebaut und die Tür zur Sakristei versetzt. Die Bänke wurden durch moderne Stühle ersetzt und die mittlerweile baufällige Kanzel und der Altar erneuert. 2007 wurde der Innenraum der Kirche nochmals völlig neu gestrichen und mit farblichen Kontrasten versehen.
Dreiklang ruft zum Gottesdienst
Im Jahre 1907 wurden zwei Glocken im Kirchturm eingebaut, von denen eine im Ersten Weltkrieg abgegeben werden musste. Nach diesem Krieg konnten 1926 zwei weitere Glocken erworben werden, sodass seit dieser Zeit ein Dreiklang die Gläubigen zum Gottesdienst rief. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges mussten die beiden zuletzt angeschafften Glocken aber zu Kriegszwecken wieder abgegeben werden. Erst 1952 konnte Pfarrer Hausdorf eine neue Glocke einweihen, die aus Ostpommern stammt und ins 15. Jahrhundert datiert. Im Jahre 1985 konnte dann die bislang letzte Glocke im Heidberger Kirchturm installiert werden, sodass seit dieser Zeit wieder ein Dreiklang die Gemeinde in die Kirche ruft.
Kirchenorgeln
Viele Jahrzehnte lang wurde der Gemeindegesang durch ein Harmonium begleitet. Erst 1952 konnte eine erste Orgel angeschafft werden, die indes aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit in der Kirche schon nach wenigen Jahren nicht mehr intakt war. Unter Pfarrer Dietrich wurde die alte Orgel dann im Jahre 1970 durch eine elektronische Orgel ersetzt, die insgesamt sieben Jahre in Betrieb war. Im Jahre 1977 baute dann die Firma Berthold Prengel eine neue Orgel ein, die seit dieser Zeit nunmehr einwandfrei gute Dienste tut.
Regelmäßige Veranstaltungen
Neben den regelmäßigen Sonntags-Gottesdiensten, während derer zeitgleich im Jugendheim ein Kindergottesdienst stattfindet, werden im Laufe des Jahres noch zusätzliche, besondere Gottesdienste angeboten, wie zum Beispiel die Feier des Passah-Mahls in Erinnerung an die Einsetzung des Abendmahls durch Jesus im Rahmen des jüdischen Passahfestes.
Der Posaunenchor der Kirchengemeinde, der im Jahre 2006 sein 100-jähriges Jubiläum feierte, probt wie der Mini-Posaunenchor jeden Montag.
Sehr gut besucht sind die wöchentlichen Veranstaltungen der „Krümelkiste“ (Kleinkinder), „Zwerge“ (Jungschar ab 5 Jahre) und „Fraggels“ (Jungschar ab 9 Jahre).
Die älteren Gemeindeglieder treffen sich regelmäßig im Frauenkreis, Seniorenkreis oder im „SLE-Kreis“ (Sabine lädt ein).
Verschiedene Gemeindemitglieder gehören zu einem Bibelkreis, der sich in regelmäßigen Abständen reihum in den Häusern trifft. Eine Gruppe Ehrenamtlicher engagiert sich in der Beratung und Begleitung von trauernden Angehörigen.
Die Termine und Veranstaltungen, die den insgesamt 1.050 Gemeindegliedern angeboten werden, sind dem vierteljährlich erscheinenden Gemeindebrief zu entnehmen, der an alle Haushalte verteilt wird.
Wir als Kirchengemeinde Heidberg sind eine lebendige, fröhliche und unfertige Gemeinschaft, die jedem offen steht und ein Zuhause bietet. Das ist unsere Stärke. Unsere gemeinsame Basis ist das Wort Gottes.
Hartmut Sterzenbach, Presbyter







