Unsere Gemeinden
Mediothek
Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.
Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.
Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr
Evangelische Frauenhilfe im Wandel
69 Gruppen mit nahezu 1400 Mitgliedern gehören dem Kreisverband der Evangelischen Frauenhilfe An der Agger an.
Anspruchsvolle Ziele
„Die Evangelische Frauenhilfe ist eine der vielfältigen Wesens -und Lebensäußerungen der Kirche. Sie unterstützt evangelische Frauen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in Familie, Beruf, Kirche und Gesellschaft. Sie gründet ihr Wirken auf das biblische Zeugnis von der Liebe Gottes in Jesus Christus. Im Hören auf Gottes Wort sollen die Frauen ihre Kräfte in der Gemeinde einsetzen. Dadurch will der Verein Frauen befähigen, ihr Leben verantwortlich zu entfalten, ihre Aufgaben in den unterschiedlichen Lebensbereichen und in der Kirche wahrzunehmen und sich als Christinnen am öffentlichen Leben zu beteiligen.“ So heißt es in der Satzung der Frauenhilfe. Damit dieses Leitbild auch weiterhin mit Leben erfüllt wird, bezeichnete Ute Schell es als vordringliche Aufgabe , mit neuen Angeboten auf den Wandel der Lebensweise von Frauen zu reagieren. Da die Zahl der berufstätigen Frauen steigt, können sie die traditionellen Nachmittagsveranstaltungen nicht wahrnehmen. „Bei uns fehlt die Generation der Frauen zwischen 35 und 60“, stellten etwa Doris Schmidt aus Drabenderhöhe und Sieglinde Habermas aus Ründeroth fest. Weil das beinahe flächendeckend so ist, sucht das Leitungsteam der Frauenhilfe nach, wie auch jüngere berufstätige Frauen angesprochen werden können.
Attraktives Programm
Dabei kann die Frauenhilfe auf durchaus auf attraktive Angebote wie etwa die Vorbereitung und Gestaltung des ökumenischen Weltgebetstages der Frauen verweisen, bei dem jedes Jahr die soziale, politische und religiöse Lage eines anderen Land im Mittelpunkt steht. Über 200 Frauen nehmen an der jährlichen Studientag zum WGT teil. Daneben bietet der Keisverband Arbeitskreise zu den verschiedensten Themen. Er will damit die Frauen in ihrer ehrenamtlichen Arbeit in den Gemeinden fortbilden und im Glauben ermutigen. Denn zum Gruppenprogramm der Frauenhilfegruppen in den Ortsgemeinden gehören neben Fragender eigenen Glaubens und Lebensgestaltung auch Impulse zu aktuelle gesellschaftlichen und kulturelle Fragen.
Arbeit von Frauen für Frauen
Ihrem Ursprung nach ist die Frauenhilfe eine „kaiserliche Idee“. Denn es war Kaiserin Auguste Victoria, die1897 den Anstoß zur Gründung des Evangelisch-kirchlichen Hilfsvereins und der „Frauenhülfe“ gegeben hatte, die sich ab 1899 als großes Netzwerk von Frauen für Frauen bald im ganzen Land ausbreitete.
Ging es in den Gründerjahren vor allem um soziale Hilfe in Suppenküchen und bei der Krankenpflege, so sind die Frauen heute bei Gemeindefesten und Basaren zur Stelle, unterstützen ein Patenkind in der dritten Welt, und engagieren sich zum Teil auch bei der Organisation und Leitung von Altenfreizeiten .
Auf die Bedeutung der Frauenhilfe heute wies Regionalreferentin Iris Pupack vom Landesverband der Frauenhilfe hin: „Frauenhilfe - das ist Arbeit von Frauen für Frauen in Gottes Namen. Frauenhilfefrauen tun alles, damit die Gemeinschaft gelingt. Sie sind neugierig auf Neues, entdecken gemeinsam die Bibel und helfen anderen, ein menschenwürdiges Leben zu führen“, so charakterisierte sie die Frauen, die ihr in der Frauenhilfe begegnen.
Die wöchentlichen vierzehntägigen oder monatlichen Frauenhilfstreffen in der Ortsgemeinde mit Kaffeetrinken, Andacht und thematischem Impuls sind für viele Frauen zudem ein wichtiger sozialer Kontaktpunkt. Eine Frau, die länger fehlt, kann ziemlich sicher sein, dass nach ihr gefragt wird.“ Eine solche Einbindung in ein soziales Netz ist im Zeichen wachsender Anonymität und verbreiteter Einsamkeit im Alter für viele ältere Mitglieder wichtig,“ weiß Irmtraut Wernicke aus langjähriger Erfahrung. kv
Mitglieder des Vorstandes der Frauenhilfe im Kirchenkreis An der Agger
Ute Schell, 1.Vorsitzende: UteSchell(at)gmx(dot)de
Marlies Hold: marliesholdt(at)web(dot)de
Renate Karnstein: Renate.Karnstein(at)ekhm(dot)de
Irmtraud Wernicke: IrmiWernicke@gmx.de
Heike Ostermann: heikeostermann(at)yahoo(dot)de
Friederike Paulini: rike(at)paulini(dot)com
Gabriele Ruffler: gabriele.ruffler(at)gmx(dot)de
Regine Becker-Tennie: juergen.regine(at)t-online(dot)de
Carla Törell: klaus.toerell(at)t-online(dot)de
Katrin Fragner: KJFragner(at)aol(dot)com
Prinz Elvira: Elvira.Prinz(at)t-online(dot)de
Theisen Erika: Erika.Theisen(at)web(dot)de
Ganz ohne Zweifel: Die Frauen sind im Kirchenkreis An der Agger die am besten organisierte Gruppe mit den meisten Mitgliedern. So sind allein 1.700 Frauen dem Kreisverband der Evangelischen Frauenhilfe An der Agger angeschlossen. Neben den „klassischen“ Frauenhilfsgruppen haben sich in Gemeinden auch Frauenabendkreise gebildet, die durchaus auch von jüngeren Frauen besucht werden.
Dazu kommen in etlichen Gemeinden wie etwa Denklingen, Engelskirchen, Gummersbach, Holpe, Marienhagen, Nümbrecht oder Waldbröl „Frühstückstreffen für Frauen“. Hier werden auch Frauen eingeladen, die dem Glauben und der Kirche fernstehen. Nach einem ausgedehnten guten Frühstück mit Livemusik gibt es ein Referat zu Lebens- und Alltagsfragen, über das die Frauen ins Gespräch kommen können.
Ob beim Gottesdienstbesuch oder beim Kuchenbacken für Gemeindeveranstaltungen, ob bei der Diakoniesammlung oder bei der Mitarbeit auf Altenfreizeiten, ob bei der Mitarbeit im Kindergottesdienst oder im Besuchsdienst – überall liegen die Frauen zahlenmäßig vorn.
Wenn es allerdings um die Mitarbeit in Presbyterien, Kirchenkreisgremien oder in der Landessynode geht, wird die Luft für Frauen recht dünn. In den Presbyterien steigt die Zahl der Frauen zwar allmählich an, aber schon im Kreissynodalvorstand sind Frauen deutlich in der Unterzahl.
Und in den 27 Gemeinden des Kirchenkreises An der Agger gibt es nur zwei Pastorinnen, die eine Gemeinde-Pfarrstelle bekleiden. Hinzu kommen lediglich fünf Kolleginnen in kreiskirchlichen Pfarrstellen. Die Mehrheit der Pfarrer ist männlich.
Damit die Kirche auf allen Ebenen zu einer gleichberechtigten Gemeinschaft von Frauen und Männern wird, wurde vor mehr als zehn Jahren der Synodale Ausschuss für Frauenfragen einberufen. Anders als die Frauenhilfe ist er keine Basisbewegung, die außerhalb der Kirche entstand, sondern sozusagen ein Werkzeug in der Kirche. Bei allen strukturellen Unterschieden zwischen der Frauenhilfe und dem Frauenausschuss gibt es inhaltliche Berührungspunkte. Die Frauen werden sich zunehmend ihrer Bedeutung in und für die Kirche bewusst.






