Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 22. Mai 2013:
Losungstext:
Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
Psalm 16,11
Lehrtext:
Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Johannes 6,68

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Café Oberberg Evangelische Jugend auf dem Hamburger Kirchentag Präses Rekowski besucht den...

Mediothek

Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.

Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.

Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr

Online Zugriff

Gemeindeamt

Pfarrhausweg 12, 51580 Reichshof, E-Mail: drespe(at)ekir(dot)de

 

Pfarrer

Pfarrer Achim Schneider, Pfarrhausweg 12, 51580 Reichshof, Telefon (02296) 761, Fax (02292) 908205, E-Mail: achim.schneider(at)ekir(dot)de

 

Persönlichkeiten mit Weitsicht und einem großen Herzen hat es immer wieder in unseren kleinen Dörfern gegeben. Zu diesen Menschen gehörte der Malteserritter und Edelmann Peter von der Heydt, der – ganz modern – zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges eine Stiftung ins Leben rief. Er stiftete ein Haus in Dorn samt Ackergut und 50 Thalern mit der Bestimmung, davon ein Schulhaus und einen Schulmeister zu unterhalten. In dieser Schule sollte der Lehrer auch wöchentlich Betstunden, Kindergottesdienst und Katechismusunterricht abhalten. Diese Schule und Kapelle wurde der Kirchengemeinde Eckenhagen zugeordnet.

Evangelische Kirche in Volkenrath. Foto: Frank-Michael Rommert

 

Eigener Kopf und eigene Gemeinde
Der Fußweg zum Gottesdienst nach Eckenhagen war weit, und die Menschen in unseren Dörfern hatten zudem schon immer ihren eigenen Kopf. Darum war es nicht verwunderlich, dass die Pfarrer und Presbyter in Eckenhagen die Bestrebung nach Selbstständigkeit in und um Dorn herum fürchteten.

In Eckenhagen hatte man keine Scheu, dieses Ansinnen mit rigorosen Mitteln zu unterbinden. Einmal ließ das Presbyterium in einer heimlichen Aktion einfach das Predigtpult und den Altartisch aus der Kapelle entfernen, um die Betstunden zu beenden. Der Wunsch nach Eigenständigkeit konnte aber mit solchem Eingreifen nicht ausgelöscht werden.

Das erkannte man auch in Eckenhagen. 1902 wurde Pfarrer Vogel in die zweite Pfarrstelle gewählt. Er bekam seinen Wohnsitz in Hunsheim, und aus den umliegenden Dörfern wurde die „Untergemeinde Eckenhagen“, also der zweite Pfarrbezirk der Kirchengemeinde. 1907 wurden die beiden Kirchen in Hunsheim und Volkenrath zeitgleich erbaut, 1911 das Pfarrhaus in Drespe, und im Jahre 1913 war es dann so weit: Aus der „Untergemeinde Eckenhagen“ wurde die selbstständige Kirchengemeinde Drespe, die 1290 Gemeindeglieder in 21 Ortschaften zählte.


Verschiedene Frömmigkeits­richtungen – ein Leitbild
Die Erweckungsbewegung und der Pietismus, die Arbeit der Jugendverbände CVJM und EC, eine tiefe, kirchlich geprägte Frömmigkeit der Menschen, die nach dem Krieg aus den ehemals deutschen Ostgebieten vertrieben worden sind, haben sich hier zusammengefunden.

Über 110 Ehrenamtliche engagieren sich regelmäßig in den verschiedenen Bereichen der Gemeindearbeit. Umfangreiche Renovierungsmaßnahmen an der Kirche Volkenrath, am Gemeindehaus in Drespe, und der Neubau des Gemeindehauses in Hunsheim sind in den letzten Jahren zu großen Teilen in ehrenamtlicher Arbeit durchgeführt worden.
Unser Gemeindeleben haben wir in einem Leitfaden von 2006 so beschrieben: „Wir möchten die Gottes­dienste als zentrale Veranstaltung für Menschen aller Altersgruppen feiern. Hier wollen wir gemeinsam Gott loben, zu ihm einladen und den Glauben festigen“. Das sind auch die Schwerpunkte der Predigten. Sie werden unterstützt von einer Liturgie, die der Tradition entspricht, aber doch verständlich und nachvollziehbar ist. Neben dem Pfarrer setzen viele Männer und Frauen ihre Gaben bei der Begrüßung, der Liturgie und der Ausgestaltung der Kirche im Gottesdienst ein. Neben der Orgel und dem Posaunenchor unterstützen die Chöre und eine Ansinggruppe den Gemeindegesang und tragen zur Vielfalt bei.

Zu unserer Gemeinde gehören rund 1900 Gemeindeglieder, die in 21 Ortschaften leben. Etwa 100 bis 120 Menschen nehmen regelmäßig an den beiden sonntäglichen Gottesdiensten teil. Daneben finden Krabbelgottesdienste für Kleinkinder mit ihren Eltern statt. Es gibt Kindergottesdienste in Drespe, Hunsheim und Wehnrath. Alle 14 Tage feiern wir einen Wochenabschlussgottesdienst im Kindergarten. Außerdem gibt es in regelmäßigen Abständen Schul-, Jugend- und Abendgottesdienste.

Viele Gäste und Mitglieder besu­chen unsere besonderen Veranstaltungen wie das Gemeindefest, Pro Christ und Jesus-House. Außerdem gibt es mehrere Hauskreise, Frauen- und Seniorenarbeit, Gemeinde­sport, zwei Chöre, den CVJM Posaunenchor und den Eine-Welt-Laden.


Angebote für Kinder und Jugendliche
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Gemeinde liegt im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Hier werden entscheidende Grundlagen für das ganze Leben eines Menschen gelegt. Zur Kirchengemeinde gehören seit 1995 ein zweigruppiger Kindergarten und die „Offene Ganztagsbetreuung“ an der Grundschule Hunsheim, deren Trägerschaft die Kirchengemeinde seit 2006 übernommen hat.

Neben den Gottesdiensten für Kinder und Jugendliche gibt es in unserer Gemeinde drei Krabbelgruppen für Kleinkinder mit ihren Eltern, eine Spielgruppe, zwei Kindergartengruppen, zwei Mädchen- und zwei Jungenjungscharen im CVJM, das KinderCafé „Kiwi“, den Katechumenen- und Konfirmandenunterricht, den „Frostschutz“ für Teens von 13 bis 17 Jahren, den Jugendkreis JEK und einen Jugend-Hauskreis, und nicht zuletzt das Jugendcafé „Down under“ und Tischtennisgruppen des CVJM.


Diakonie und Mission
In unserer Gemeinde wird der diakonische Auftrag vor allem durch Krankenbesuche und gegenseitige Hilfeleistung im zwischenmenschlichen Bereich gelebt, die vielfach im Stillen geschieht. Im Bereich der Mission sind wir besonders mit Projekten der Marburger Mission Brasilien – dem Acridas-Kinderdorf und dem Drogen­therapie- und Rehazentrum „Cervin“ – verbunden.

Ziel unserer Gemeindearbeit ist es, aus dem Glauben an Jesus Christus und an die Vergebung der Sünden aus Gottes Gnade zu leben und zu handeln. Wir möchten darin Lernende sein, die andere Menschen zu diesem Glauben einladen.

Achim Scheider, Pfarrer