Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 24. Mai 2013:
Losungstext:
Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!
Psalm 115,1
Lehrtext:
Jesus sprach: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater! Dein Name werde geheiligt.
Lukas 11,2

Aktuelle Sendung

Zur aktuellen Sendung
Zur aktuellen Sendung bitte auf das Logo klicken!

Nächste Sendung:

Die Wundertüte: Freitag, 25. 5. "Soviel du brauchst"

Café Oberberg Evangelische Jugend auf dem Hamburger Kirchentag Präses Rekowski besucht den...

Mediothek

Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.

Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.

Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr

Online Zugriff

Gemeindeamt

Dieringhauser Str. 41, 51645 Gummersbach, Telefon (02261) 979194, Fax (02261) 979195, E-Mail: christuskgm.dieringhausen(at)ekir(dot)de, buero(at)ev-kirche-dieringhausen(dot)de

 

Pfarrer

Pfarrer Aurel Everling, Dieringhauser Str. 41, 51645 Gummersbach, Telefon (02261) 790763, E-Mail: aurel.everling(at)gmx(dot)de

Pfarrer Hermann Bednarek, Theodor-Heuss-Str. 10, 51645 Gummersbach, Telefon (02261) 979107, Fax (02261) 979108, E-Mail: hermann.bednarek(at)ekir(dot)de und bednarek(at)anderagger(dot)de

Die Gemeinde in ihrer heutigen Gestalt besteht aus den beiden ursprünglich selbstständigen Gemeinden Dieringhausen-Vollmerhausen und Niederseßmar, die Pfingsten 1999 vereinigt wurden. Beide Gemeindeteile gingen aus der Kirchengemeinde Gummersbach hervor, kleinere Gebiete südlich der Agger gehörten einst zur Kirchengemeinde Wiehl. Seit 1891 gehören die Ortschaften Dieringhausen, Vollmerhausen, Hohl, Brunohl, Lobscheid, Brück, Höfen, Halstenbach zur Gemeinde. 1955 kam Liefenroth hinzu und durch die Fusion
1999 die Ortsteile Niederseßmar, Friedrichstal, Ahlefeld und Ahe.

Am18. Mai 1890 wurde der Grundstein der evangelischen Kirche Dieringhausen gelegt. Zum 1. August 1891 wurde dann eine selbstständige Gemeinde gegründet. Foto: Matthias Hoffmann

 

Dieringhausen-Vollmerhausen
Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs im Aggertal sehr schnell. Es zeigte sich, dass die beiden Pfarrer der Gummersbacher Kirchengemeinde die Betreuung so vieler Gemeindeglieder nicht mehr gewährleisten konnten. So wurde am 25. März 1851 ein erster Antrag auf Selbstständigkeit gestellt. 1886 erfolgte zunächst die Errichtung eines Pfarrvikariates durch die Muttergemeinde. Erst am 1. Juli 1887 konnten die Dieringhauser und Vollmerhauser dann ihr eigenes (provisorisches) Presbyterium wählen, das sehr schnell den Bau einer eigenen Kirche in Dieringhausen vorantrieb.

Die Arbeit der Gemeinde war in den darauf folgenden Jahren durch die Industrialisierung im Aggertal bestimmt, die Veränderungen in den sozialen und familiären Strukturen mit sich brachte. Die Gemeinde nahm die diakonische Herausforderung an, widmete sich der Armenpflege und richtete die erste Gemeindeschwesternstation im Kirchenkreis ein. Ein Mädchenheim wurde schon 1899 vom evangelischen Diakonieverein übernommen und selbstständig verwaltet. Mit der Angliederung eines eigenen Seminars wuchs das Mädchenheim so stark an, dass es 1909 nach Köln verlegt wurde.

Die Kirchengemeinde war in ihren ersten Jahren durch die „moderne, liberale“ Theologie geprägt, die der in der Gemeinde ebenfalls lebendige Erweckungs- und Gemeinschaftsbewegung durchaus kritisch gegenüber stand. Erst seit 1927 kam es zu einer echten Annäherung der beiden Richtungen.

Trotz der Not der Nachkriegsjahre konnte die Gemeinde dank der großen Spendenbereitschaft die am 1. Dezember 1943 durch eine Bombe zerstörte Kirche mit einfachsten Mitteln wieder aufbauen. Während der deutschen Teilung war man eng mit der Partnergemeinde Legde bei Havelberg verbunden.

Zahlreiche Flüchtlinge aus den Ostgebieten verstärkten den seit langem bestehenden Wunsch nach mehr Platz für das Gemeindeleben. In Vollmerhausen wurde das Wichernhaus gebaut, zwei Kindergärten und später das Gemeindehaus kamen hinzu. Man erwog sogar den Bau einer Vollmerhauser Kirche und eines Gemeindezentrums in Lobscheid.

Zur 100-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 1991 beschloss das Presbyterium einen missionarischen Gemeindeaufbau. „Kehr um!“ hieß das Motto. Umgesetzt wird dieses Motto seither in einem Prozess, der den verschiedenen Glaubensweisen von Menschen Rechnung tragen möchte. Mission geschieht durch Verkündigung, durch Vorleben oder durch Dialog. Es entstand ein Gemeindelogo, das versucht, diese drei unterschiedlichen Verständnisse von Mission zu symbolisieren:

Niederseßmar
Niederseßmar gehörte bis 1961 zum Bezirk 4 der Kirchengemeinde Gummersbach. Durch die große Anzahl von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten wuchs die Einwohnerzahl nach dem 2. Weltkrieg auch hier stark an, und es wurde dringend mehr Platz benötigt. Schon 1947 wurde eine Holzbaracke gestiftet. Ab 1954 liefen Planungen für den Bau eines Gemeindezentrums an, die nach einer großen Spendenaktion der Gemeindeglieder mit der Einweihung 1956 abgeschlossen wurden. Zum 1. Januar 1961 wurde die Kirchengemeinde Niederseßmar selbstständig und entwickelte ein ausgeprägtes Gemeindeleben mit Betonung der Jugendarbeit. Der in den ersten Jahren noch in das Gemeindezentrum integrierte Kindergarten wurde unter Berücksichtigung neuer Anforderungen in den Jahren 1975/76 neu errichtet. Darüber hinaus ist die Kirchengemeinde Niederseßmar am Seniorenzentrum im Gummersbach beteiligt.

Lange Jahre war die Gemeinde aufgrund persönlicher Kontakte mit ihrer Partnergemeinde Königshütte in Oberschlesien verbunden.

Das große Kirchenfenster vom Fischzug des Petrus zeigt, wie man die Arbeit der Gemeinde verstand: Es galt, „Menschenfischer“ zu sein.

Gemeinsam neue Wege finden
Die vereinigte Christuskirchengemeinde baut den diakonischen Gedanken aus und ist Mitglied im Verband der Diakoniestationen. Auf verschiedenen Wegen versucht sie, Kirchenfremde mit dem Evangelium zu erreichen und zu integrieren.

Der zu einem Jugendcafé ausgebaute Eisenbahnwaggon gegenüber der Kirche in Dieringhausen ist ein in Oberberg einmaliges Projekt. Hier sind Jugendliche willkommen, für die es sonst in Dieringhausen keinen Treffpunkt gibt. Auch Jugendliche, die Schwierigkeiten haben und die Schwierigkeiten machen, sind willkommen.

Auch mit den „Kreuzungen-Gottes­diensten“, die mit vereinfachter Liturgie, ansprechenden Themen und modernen Liedern den Kontakt zum Glauben feiern wollen, wird versucht, neue Wege zu den Menschen zu gehen.

Noch sind die gedanklichen Grenzen zwischen den ursprünglich selbstständigen Gemeindeteilen nicht vollständig überwunden. Aber die Vereinigung birgt in der Vielzahl und Verschiedenheit von Sichtweisen und Gaben auch die Chance eines sehr reichhaltigen Angebots. Musikalische Angebote wie Kantorei, Chor und Kinderchöre, Bibelkreise, Hauskreise, Frauenkreise, Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit oder mannigfaltige Gruppenarbeit bieten die Chance, sich und Gott kennen und lieben zu lernen.


Sehenswert, wissenswert, erwähnenswert

Kirche Dieringhausen

Im Zuge der Renovierung 2000 erhielt die neugotische Kirche in Dieringhausen einen neuen Altar und eine neue Kanzel. Sehenswert ist das von Künstler August Pigulla gestaltete Kreuzfenster, ebenso die Intarsie „Schalom“ im Olivenholzparkett des Chorraumes.

Kapelle Lobscheid
Der einfache Kirchenraum wird bestimmt vom kreuzförmig gestalteten Fenster über dem Aggertal.

Kirche Niederseßmar
In der Kirche Niederseßmar lädt der Zyklus mit zwölf Tafeln aus Mayener Ölschiefer der Künstlerin Friede Classen zum Thema „Offenbarung des einen Gottes“ zum Betrachten ein. Erwähnenswert ist auch die bronzene Darstellung des Gemeindesiegels (Schiff mit Kreuz) und des Bibelwortes („Wer ist der? Selbst Wind und Meer sind ihm gehorsam!“) auf den Stirn­seiten vor dem Chor, und das große Fenster mit der Darstellung vom Fischzug des Petrus. Nicht zuletzt sei darauf hingewiesen, dass es im Wichernhaus in Vollmerhausen einen Wandteppich der Künstlerin Luise Theill zu sehen gibt, der das Thema „Jüngerschaft“ darstellt.

Informationen über Veranstaltungen, Termine, Gruppen und Ansprechpartner gibt es im Gemeindebrief protestant sowie unter: www.ev-kirche-dieringhausen.de

Matthias Hoffmann, Kirchmeister