Unsere Gemeinden
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Mediothek
Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.
Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.
Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr
Gemeindeamt
Kirchstr. 5, 51702 Bergneustadt, Telefon (02261) 41719, Fax (02261) 41280,
E-Mail
Pfarrer
Pfarrer Dietrich Schüttler, Kirchstr. 12, 51702 Bergneustadt, Telefon (02261) 470316,
E-Mail
Pfarrer Andreas Spierling, Liegnitzer Str. 16 b, 51702 Bergneustadt, Telefon (02261) 42456,
E-Mail
Die Wurzeln unserer Gemeinde liegen einerseits in der katholischen Kirche und andererseits in der Evangelischen Kirchengemeinde Wiedenest. Im Zusammenhang mit der Gründung und Errichtung unserer Stadt im Jahre 1301 wurde auch innerhalb der Stadtmauern eine Kapelle errichtet, die dem Täufer Johannes geweiht war.
Zur Geschichte
Die Kirche in Wiedenest, also die Mutterkirche der Kapelle in der „Nyestat“, ist in ihren Anfängen schon viel früher erbaut worden. Die Kapelle in Neustadt wurde anfangs vom Wiedenester Pfarrer betreut, später wurde für sie ein eigener Vikar berufen. Die Reformation wurde nach 1567 durch den Vikar Georg Hollmann mit Unterstützung des Wiedenester Pfarrers Melchior Varnhagen eingeführt. Als Gemeinde wurde Bergneustadt am 27.06.1756 selbstständig. Mit der Zunahme der Bevölkerung in der Stadt wuchs auch die Gemeinde in der folgenden Zeit in bescheidenem Umfang.
Haupterwerbsquellen für die Bevölkerung waren im 19. Jahrhundert Ackerbau und Viehzucht; viele Menschen fanden Beschäftigung im Handwerk und in den aufstrebenden Textilbetrieben. Eine rasante Erhöhung der Gemeindegliederzahlen trat nach dem 2. Weltkrieg durch Evakuierung, Vertreibung und Flucht von Menschen aus ihren angestammten Heimatgebieten ein.
Während sich das Leben der Gemeinde bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts in und um die Kirche in der Altstadt abspielte, wurde 1959 mit der Errichtung eines zweiten Zentrums für die Gemeindearbeit im östlichen Stadtteil begonnen. Ein weiterer Zuzug von Menschen, der durch ein breit gefächertes Angebot von Arbeitsplätzen in der Stadt hervorgerufen wurde, machte ab 1969 die Errichtung eines weiteren Zentrums auf dem Hackenberg notwendig. Mit diesen neuen Zentren war auch die Errichtung von zwei weiteren Pfarrstellen verbunden.
Bis zum Jahre 2005 waren alle drei Pfarrstellen besetzt. Zurückgehende Gemeindegliederzahlen und die Reduzierung der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel machten es erforderlich, die Pfarrstelle an der Versöhnerkirche zum 1. August 2005 aufzugeben.
Die vorhandenen drei Pfarrbezirke wurden in zwei Seelsorgebereiche umgewandelt, die nun von zwei Pfarrern betreut werden. Diese Veränderungen machen Maßnahmen zur Neustrukturierung der Gemeindearbeit und im Blick auf Gebäude und Grundstücke erforderlich.
Die Altstadtkirche
Als markantestes Merkmal unserer Stadt gilt die Altstadtkirche mit ihrem hohen, weit sichtbaren „Zwiebelturm“. Im Jahr 1998 haben wir das 300-jährige Jubiläum unserer Kirche gefeiert, die Anfänge dieses Gotteshauses liegen jedoch wesentlich weiter zurück.
Ihre äußere Gestalt erhielt die Kirche durch den Wiederaufbau nach dem großen Stadtbrand, der im Jahre 1742 wütete. Nur unter großen Opfern war dieser Wiederaufbau möglich. Die Prinzipalstücke, Altar-Kanzel- gehäuse, stammen noch aus dieser Zeit, ebenso die Emporeneinfassung und die Innentreppen. In den Jahren 1968 bis 1969 wurde der Innenraum gründlich restauriert, wobei die ursprüngliche Farbgebung des Holzwerkes wieder hervorgehoben wurde.
Das Geläut der Altstadtkirche besteht aus drei Glocken. Die beiden kleineren Glocken stammen aus den Jahren 1717 und 1763. Die größere Glocke mit einem Gewicht von 45 Zentnern wurde zum 200-jährigen Bestehen der Gemeinde im Jahre 1956 neu beschafft. Sie ist der Ersatz für die im 2. Weltkrieg zu Kriegszwecken konfiszierte Glocke, die bereits ein Ersatz für die im 1. Weltkrieg abgegebene Glocke gewesen ist. In den Büchern „Orgeln in Oberbergischen Kirchen“ und „Glocken und Geläute im Oberbergischen“ sind sowohl die Orgel als auch die Glocken im Detail beschrieben.
In baulicher Verbindung mit der Altstadtkirche stehen das Pfarrhaus aus dem Jahre 1743 und ein Gemeindehaus mit einem Erweiterungsbau.
Die Versöhnerkirche
Im ursprünglich zweiten Bezirk wurden in den Jahren 1959 bis 1966 nacheinander das Pfarrhaus, das Jugendheim mit Gemeindehaus und die Versöhnerkirche erbaut. Die Versöhnerkirche ist eine Beton-, Klinkerstein-, Glaskonstruktion mit einem quadratischen Grundriss. Sie ist ausgestattet mit einer Orgel der Firma Steinmann. Die Orgel hat 18 Register. Vier Glocken hängen im separat stehenden Glockenturm. Gegossen wurden die Glocken bei der Firma Rinker in Sinn.
Beide Kirchen sind täglich zum Gebet, zur Besichtigung und zur Information geöffnet.
Im bereits erwähnten Jugendheim fand mehrere Jahrzehnte eine offene Jugendarbeit statt. Leider ließ der Zuspruch vor einigen Jahren deutlich nach, sodass sie aufgegeben werden musste.
GemeindeCentrum Hackenberg
Auch im ursprünglich dritten Bezirk wurden ab 1972 Bautätigkeiten aufgenommen. Zunächst entstand das Pfarrhaus, dann das GemeindeCentrum mit einem separaten Gottesdienstraum. Dieses Zentrum, das sich auf zwei Ebenen erstreckt, bietet vielfältige Möglichkeiten für die Gemeindearbeit. Der Gottesdienstraum ist mit einer Orgel der Firma Tzschökel mit 10 Registern ausgestattet.
Vielfältiges Gemeindeleben
Die Feier des Gottesdienstes ist der Mittelpunkt unseres gemeindlichen Lebens. Sie unterbricht den Alltag und bietet Raum zum Innehalten und Nachdenken. Das gemeinsame Singen und Beten nimmt hinein ins Loben und Danken, aber auch ins Bitten und Klagen.
Neben den „normalen“ Gottesdiensten“ gibt es Festgottesdienste an kirchlichen Feiertagen und zu Jubiläen. Besondere Gottesdienste werden für die Schulen und die Kindertagesstätte, aber auch für Kinder, Jugendliche und Familien gefeiert. Die Begleitung der Gemeindeglieder auf den wichtigen Stationen des Lebens wie Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung ist uns wichtig.
Frauen und Männer treffen sich in alters- und geschlechtsspezifischen Gruppen. Im Erzählen und Anhören ihrer Lebenserfahrungen erfahren die Menschen Annahme und Begleitung. Die Gruppenstunden werden durch Kurzandachten oder besondere Themen abwechslungsreich gestaltet. Freundschaftliche Kontakte und Besuche, Unternehmungen und Ausflüge gehören mit zum Programm.
Familien sind ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens. Die Angebote sollen zukünftig erweitert werden mit dem Ziel, das Gemeindeleben insgesamt familienfreundlicher zu gestalten.
Ältere Menschen nehmen in unserer Gemeinde Angebote wahr, die ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechen. In mehreren offenen und einladend gestalteten Kreisen wird ein vielfältiges Programm angeboten, in dem die Seniorinnen und Senioren ihre Fähigkeiten und Aktivitäten einbringen. Freizeiten und Ausflüge gehören ebenso zum Angebot wie Geburtstagsbesuche und Besuche bei alten und hilfsbedürftigen Menschen.
Kinder und Jugendliche können positive Erfahrungen mit Kirche und Glauben machen. In kreativem und spielerischem Umgang mit biblischen Texten können sie sich mit Lebens- und Glaubensfragen auseinandersetzen.
Gespräche, Gemeinschaft und Spaß sind wichtige Elemente für Gruppenstunden, Freizeiten und ähnliche Veranstaltungen. Die Jugendarbeit findet in enger Zusammenarbeit mit dem CVJM Bergneustadt statt.
Die Kirchenmusik dient der Verkündigung des Evangeliums in Gottesdiensten, bei Konzerten, in Gemeindekreisen und in der Öffentlichkeit.
In Kantorei und Bläserkreis, Gospel-, Kinder- und Seniorenchor, Sing In Team und Lobpreisband treffen sich Menschen, die gemeinsames Interesse an Musik und deren unterschiedlichen Ausdrucksformen verbindet.
Seelsorge in unserer Gemeinde bedeutet, einander wahr- und anzunehmen, einander zu trösten, zu stärken und zu begleiten. Sie geschieht als Ausdruck der Nächstenliebe in Worten und Taten, die menschliche Nähe und Beistand vermitteln.
Diakonische Arbeit
Unsere diakonische Arbeit findet unter anderem ihren Ausdruck in der Beteiligung der Gemeinde an dem Diakonieverband „An der Agger und in Windeck“, der insgesamt fünf Diakoniestationen unterhält. Die ambulante Pflege von pflegebedürftigen Gemeindegliedern erfolgt dabei durch Mitarbeitende der Diakoniestation Bergneustadt.
Im Jahr 1954 wurde das evangelische Altenheim im Herzen der Bergneustädter Altstadt mit 70 Heimplätzen seiner Bestimmung übergeben. In den Jahren 1987 bis 1989 konnte eine großzügige bauliche Erweiterung des Hauses sowie die erforderliche Sanierung des Altbaus durchgeführt werden. Derzeit stehen 95 Heimplätze und 5 Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung.
Die bereits mehrere Jahrzehnte vorhandene Idee zur Errichtung eines Kindergartens konnte erst im Jahre 1994 mit der Kindertagesstätte „Kreuz und Quer“ verwirklicht werden. Die Tagesstätte besteht aus zwei Regelgruppen und einer kleinen altersgemischten Gruppe. Ingesamt sind 65 Plätze für Kinder im Alter von 4 Monaten bis 6 Jahren vorhanden.
Leitbild
Nach ausführlichen Beratungen hat das Presbyterium die von der Landeskirche geforderte Gemeindekonzeption erarbeitet und am 28. Oktober 2006 beschlossen. Diese Konzeption dient als Grundlage für die konkrete Formulierung von Schwerpunkten und Zielen in der Gemeindearbeit.
Das Leitbild unserer Gemeinde lautet: „Die Liebe Gottes erleben und weitergeben“. Dieses Leitbild bezieht sich auf den Text aus 1. Korinther 13,13: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
Zur Information über wichtige Themen und Termine dienen die Gemeindeversammlungen und der seit 1971 erscheinende Gemeindebrief mit dem Titel „Kontakte“. Er erscheint vier Mal im Jahr und enthält alle wichtigen Kontaktadressen.
Manfred Rippel, Kirchmeister







